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Pappe satt

Facelift für Pappschachtel

Bei der Bildsprache wurde der traditionelle »Reformhaus-Touch« bewusst beibehalten.
Bei der Bildsprache wurde der traditionelle „Reformhaus-Touch“ bewusst beibehalten.
(Bild: P. Jentschura)

Mit heißem Wasser übergießen, umrühren – und fertig ist das vollwertige Frühstück mit wertvollen Inhaltsstoffen, das zudem noch einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt dienlich ist. Mit diesem Rezept wurde der Morgenstund genannte Frühstücksbrei, nachdem er 2007 im Markt eingeführt wurde, schnell zum wichtigsten Produkt von P. Jentschura. „Für uns ist Morgenstund ein klares Zukunftsprodukt“, bringt es Guyves Sarkhosh, Leiter Marketing und Kommunikation bei Jentschura auf den Punkt.

Und wenn ein Produkt so wichtig für ein Unternehmen ist, wird nichts dem Zufall überlassen. Schon gar nicht, wenn es um das Gesicht der Marke geht – der Verpackung. Tradition, Natürlichkeit, Gesundheit: Das sind die Werte, die Kunden mit Morgenstund verbinden sollen und die folglich auch am Point of Sale auf den ersten Blick erkennbar sein müssen. Als dann im Februar des Jahres 2020 bei Jentschura eine neue Abfüllanlage installiert wurde, bei der die Kartonage neu aufgestellt werden musste, war der passende Zeitpunkt für ein Facelift der Verpackung gekommen.

Über P. Jentschura

Als Markenartikelunternehmen basischer Lebensmittel und Körperpflegeprodukte ist P. Jentschura marktführend. Am Firmensitz in Münster verwurzelt, betreibt das Familienunternehmen seine geschäftlichen Aktivitäten weltweit. Als Global Player im expandierenden Zukunftsmarkt „Gesundheitswirtschaft“ exportiert P. Jentschura seine Produkte in mehr als 25 Länder. Vorrangig bedient das Unternehmen, das Auslandsdependancen in der Schweiz und in Mexiko unterhält, neben dem deutschen Markt die europäischen Nachbarländer sowie Russland, Taiwan, Südkorea, Mexiko und Kanada.

Die Morgenstund-Verpackungen werden auf einer Speedmaster XL 106-6+L der neuesten Generation bedruckt.
Die Morgenstund-Verpackungen werden auf einer Speedmaster XL 106-6+L der neuesten Generation bedruckt.
(Bild: Mediahaus)

Auf die Pappe kommt es an

Dass bei der Umverpackung auch nach der Umstellung etwas anderes als Pappe zum Einsatz kommen könnte, stand erst gar nicht zur Diskussion. Denn gerade im Biobereich wollen Kunden erkennbar nachhaltige Produkte, was sich klar im Abverkauf widerspiegelt. „Als wir beispielsweise bei unseren basischen Strümpfen im Zuge eines Relaunches von Kunststoff auf Kartonverpackungen umstiegen, konnten wir den Absatz um ein Viertel steigern. Bei anderen Produkten war das ähnlich, weshalb wir sagen können: Die Umstellung auf Karton hatte bei uns immer einen positiven Effekt auf den Umsatz“, erklärt Sarkhosh.

Wie auch in der Vergangenheit, wenn es um die Verpackung ging, wurde Mediahaus als Partner für das Facelift-Vorhaben herangezogen. Denn der Dienstleister und Produzent aus Ahaus bedruckt und verarbeitet nicht nur Verpackungen im Kundenauftrag, sondern ist mit seiner Business Unit „Packaging Solutions“ ein regelrechter One-stop-Shop für die Entwicklung neuer Konzepte, der die gesamte Wertschöpfungskette der Verpackung mitbegleitet. Und so erfolgten die ersten Gespräche auch gleich im Februar, wobei dort zu Beginn die Kartondicke im Vordergrund stand. Denn da Morgenstund in Gebinden bis 2.000 g verkauft wird, kam hier kein Leichtgewicht in Frage. Und so entschied man sich für Starkkarton – mit 1,1 mm Dicke.

Neu, aber mit Tradition

Dies war nur möglich, weil auch bei Mediahaus kurz zuvor investiert wurde: Seit Januar steht in Ahaus die erste Speedmaster XL 106-6+L der neuesten Generation von Heidelberger Druckmaschinen. Diese verfügt nicht nur über eine ganze Reihe intelligenter Assistenzsysteme und einem fernverstellbaren Feuchtwerk, mit dem sich die Makulatur bei Mediahaus um 50 % reduzieren ließ. Sondern mit ihr lässt sich Karton bis 1,6 mm Dicke für Objekte wie Faltschachteln für höheres Füllgewicht oder auch tragfähige kleinere Thekendisplays bedrucken. Selbst kleinere Auflagen ab 500 Stück lassen sich für den Exportmarkt wirtschaftlich produzieren. Ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem der Druckdienstleister bereits verschiedene Kundenprojekte für sich entscheiden konnte.

Aber nicht nur in Sachen Wandstärke nahmen die Partner Änderungen vor. So wurde beispielsweise der Gelbton noch einmal überarbeitet, sodass dieser nun auf der glatten Kartonoberfläche mehr strahlt. Außerdem wurde auch das Bildmaterial leicht geändert. „Hier haben wir allerdings bewusst auf keine zu moderne Bildsprache gesetzt, sondern unseren traditionellen ‚Reformhaus-Touch‘ beibehalten“, erklärt Sarkhosh. Und nicht zuletzt wird die Verpackung nun an der Perforation mit Leim verschlossen, wodurch eine regelrechte Versiegelung entsteht, die auch als Erstöffnungsschutz dient und somit das Kundenvertrauen noch einmal stärkt. 

Zudem ließ sich der eingesetzte Schwerkarton noch gut im Verpackungsautomaten von P. Jentschura aufrichten und verkleben.

Über Mediahaus

Mediahaus mit seinen beiden Business Units „Media Solutions“ und „Packaging Solutions“ bietet als Mediendienstleister eine intelligente Vernetzung von vielen Einzeldisziplinen an.

Media Solutions widmet sich als Agentur der Bespielung aller Kanäle und Touchpoints während der Customer Journey.

Packaging Solutions realisiert medienübergreifend Verpackungsprojekte entlang der kompletten Wertschöpfungskette, von der Konstruktion über das Design bis zur Verpackungsproduktion. Dies unterstützt von der eigens entwickelten Softwarelösung Mediacenter zur Steuerung von Verpackungsprojekten.

Als zentraler Partner für Medienangelegenheiten nutzt das Unternehmen die entstehenden Synergien und bietet Kunden somit einen Mehrwert – und einen Vorsprung in einem sich stetig ändernden Markt.

Über den Autor
Autorenbild
Philip Bittermann

Chefredakteur neue verpackung

Über die Firma
Jentschura International GmbH
Münster
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