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Die Un-Verpackungsmaschine

Auspackmaschine Skinner

Bisher musste Bruchware mit hohem Aufwand manuell entpackt werden.
Bisher musste Bruchware mit hohem Aufwand manuell entpackt werden.
(Bild: ©Monticellllo – stock.adobe.com)

Keine Verpackungsmaschine arbeitet fehlerfrei. Diese Erkenntnis quält vor allem die deutsche Lebensmittelindustrie. Bei jedem Fertigungsprozess entsteht ein gewisser Prozentsatz an Bruchware, der für den Verkauf ungeeignet ist – beispielsweise, weil die Verpackung nicht luftdicht ist. Zwar könnten die Materialien der Ausschussware für Reworks wiederverwendet werden, jedoch ist die Verwertung fehlerhafter Produkte ein zeitaufwendiger Prozess. Das liegt vor allem daran, dass die Verpackung wieder entfernt werden muss. Ein Vorgang, der bis jetzt nur händisch erledigt werden konnte.

Genau hier setzt das in Deutschland, Österreich und der Schweiz agierende Unternehmen Neckhaim Consulting an: „Durch unsere vertikale Lösung gelingt es, umweltschonend und profitabel Bruchware wiederzuverwerten. Große Mengen an fehlerhaften Lebensmitteln werden global und in Deutschland jedes Jahr einfach samt ihrer Verpackung entsorgt, wir wollen uns stattdessen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft einsetzen, in der nichts mehr weggeworfen werden muss“, erklärt Firmenchef Ernest Neckhaim. Vor allem angesichts der strenger werdenden Nachhaltigkeitsauflagen für die Lebensmittelindustrie sehen Unternehmer in diesen Zeiten Bruchware als einen steigenden Pro­blemfaktor. Mit der von der Neckhaim Consulting entworfenen Auspackmaschine Skinner gibt es dazu jetzt eine passende Lösung.

Die Maschine packt pro Minute rund 15 fehlerhafte Produkte aus.
Die Maschine packt pro Minute rund 15 fehlerhafte Produkte aus.
(Bild: Neckhaim Consulting)

Automatisierung von Reworkprozessen

Der Skinner liefert die Grundlage für die automatisierte Herstellung von Reworks, indem er die Bruchware mechanisch aus ihrer Verpackung entfernt. Aus dem Fertigungsprozess ausgeworfene fehlerhafte Produkte können via Fließbandanbindung direkt in den Skinner eingegeben werden. Dort zieht die Maschine die Verpackung über Walzen vom Produkt ab und saugt sie mit einer Vakuumpumpe ab. Die leeren Verpackungen werden in einem an der Maschine angebrachten Behälter gesammelt und können im Anschluss recycelt werden.

Die entpackte Bruchware wird dann aus dem Skinner so ausgebracht, dass sich via Fließband auch der Rest des Reworkprozesses automatisieren lässt. Im Weiteren können dann beispielsweise Detektoren die Lebensmittel zunächst auf Verpackungsreste überprüfen, bevor sie anschließend von Walzensystemen oder ähnlichen Apparaturen zerkleinert und wiederverwendet werden können. Auf diese Weise automatisiert der Skinner den kompletten Wiederverwertungsprozess und ermöglicht es Lebensmittelunternehmen, einen bedeutenden Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft zu gehen.

Erwiesene Wirtschaftlichkeit

Der wirtschaftliche Einsatzbereich des Skinners erstreckt sich über alle Produkte zwischen 2 und 250 g. Dabei kommt es laut Neckhaim Consulting nicht darauf an, was ausgepackt werden soll. Denn mit nur wenigen Feinjustierungen können die Apparaturen des Skinners auf Produkte unterschiedlicher Hersteller angepasst werden. Die Maschine arbeitet derzeit mit einer Taktrate von unter 4 s, pro Minute können somit über 15 fehlerhafte Produkte von ihrer Verpackung befreit und dem Herstellungskreislauf wieder zugeführt werden. Damit schließt die Maschine eine wichtige Lücke in der Lebensmittelproduktion – eine Studie zur Untersuchung der Wirtschaftlichkeit des Skinners ergab, dass bereits unter einem Jahr nach Anschaffung die Kapitalrentabilität erreicht wird. Beim österreichischen Süßwarenproduzenten Manner waren es sogar nur vier Monate.

Über den Autor
Autorenbild
Caspar Spinnen

für Neckhaim Consulting

Über die Firma
Neckhaim Consulting GmbH Unternehmensberatung
Großrußbach
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