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Recycling

Südzucker setzt künftig auf Barrierepapier

Für die Umstellung auf die Verpackungslösung aus Barrierepapier benötigte Südzucker nur vier Monate.
Für die Umstellung auf die Verpackungslösung aus Barrierepapier benötigte Südzucker nur vier Monate.
(Bild: Koehler)

Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen bei Konsumentscheidungen für die Verbraucher zunehmend an Bedeutung. Inzwischen hinterfragt eine breite Masse ihr eigenes Konsumverhalten und legt beim Einkaufen Wert auf Nachhaltigkeit. Der Handel reagiert auf das geänderte Konsumentenverhalten und nimmt verstärkt nachhaltige Produkte ins Programm auf – wobei der Begriff „Nachhaltigkeit“ sich nicht nur auf das Produkt beschränkt, sondern ebenso die Verpackung in den Vordergrund stellt.

Ziel: 100 % Recyclingfähigkeit

Südzucker hat das Ziel, den Ressourcenbedarf und die Umweltauswirkungen seiner Geschäftstätigkeiten stetig zu reduzieren. Im Rahmen eines Nachhaltigkeitsprojektes sollen in den kommenden Jahren alle einge-setzten Verpackungen auf Lösungen umgestellt werden, die zu 100 % recyclebar sind. Tillmann Dörr, Leiter Food Technology im Bereich Forschung, Entwicklung und Service bei Südzucker, betont: „Zu Beginn haben wir zusammen mit Koehler definiert, welche Funktion die Verpackung überhaupt abdecken muss. Oft erfül-len Lebensmittelverpackungen mehr als die eigentlich notwendige Aufgabe.“

Musterzuschnitte des Barrierepapiers Koehler Nexplus wurden bei Südzucker verschiedenen Stresstests unterzogen, um das generelle Produktversprechen zu testen. Es folgten Qualifizierungstests auf den bestehenden Verpackungsstraßen. „Unser Anspruch war es, dass das neue Papier auf unseren bestehenden Verpackungsmaschinen einsetzbar ist, bei gleicher Durchlaufzeit und Effizienz. Mit Koehler Nexplus Seal 45 g/m² haben wir die optimale Lösung gefunden“, so Dörr weiter.

Der Vorteil der Barrierepapiere von Koehler ist, dass sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Sie können zu 100 % dem Recyclingkreislauf zugeführt werden, der für Papier in vielen Ländern weltweit funktioniert und vom Konsumenten akzeptiert ist. Eckhard Kallies, Spartenleiter Flexible Verpackungspapiere bei Koehler betont: „Barrierepapieren gehört aus unserer Sicht die Zukunft. Papier übernimmt zu-nehmend Funktionalitäten, die in der Vergangenheit nur Kunststoff bieten konnte. Und Papier erfüllt im Unterschied dazu einen vollständig nachhaltigen Lebenszyklus.“ Die Lebenszyklus-Analyse der flexiblen Verpackungspapiere von Koehler zeigt im Vergleich zu herkömmlichen Papieren mit PE-Beschichtungen eine deutliche CO2 Einsparung.

Der Einsatz von Koehler Nexplus bei den Südzucker Zuckersticks hat den weiteren Vorteil, dass Material mit einem geringeren Flächengewicht als bei der bisherigen Lösung zum Einsatz kommt. Südzucker erfüllt damit seinen Nachhaltigkeitsanspruch in doppelter Weise. Nicht nur mit dem Einsatz von nachhaltigen Verpackungsprodukten, sondern zusätzlich mit der Einsparung von Ressourcen.

Verpackung in nur vier Monaten umgestellt

Nach der bestandenen Qualifizierungsphase und ersten Testmengen wurde die Verpackung aller Zuckersticks auf Koehler Nexplus nach nur vier Monaten Testphase umgestellt. „Mit der Umstellung auf eine vollständig recyclebare Verpackungslösung entsprechen wir zum einen unserem selbstgesteckten Ziel, zum anderen aber auch dem spürbaren Verlangen unserer Kunden“, ergänzt Dörr. „Entscheidend für die schnelle Umsetzung dieses Projektes waren vor allem die offene und schnelle Kommunikation, aber auch die enge Abstimmung mit Koehler“. Seit Ende Februar 2021 befinden sich deutschlandweit die neuen Zuckersticks im Handel.

Barrierepapiere als nachhaltige Verpackungslösung

Koehler Nexplus Papiere zeichnen sich laut Hersteller durch eine Barrierebeschichtung mit verschiedenen Funktionalitäten aus. Das sind insbesondere Barrieren für Aromen, Fett, Öl, Wasserdampf oder für Gase, die sich mit den Papier-eigenen Funktionalitäten wie hohen Festigkeitseigenschaften und der natürlichen Haptik zu einem Gesamtkonzept vereinen.

Über die Firma
Papierfabrik August Koehler SE
Oberkirch
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