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Kreislaufwirtschaft

Greiner Packaging produziert erste Muster-Becher aus Bornewables

Die In-Mold-Labeling-Musterbecher von Greiner Packaging bestehen aus kreislauforientiertem Polypropylen von Borealis (Bornewables).
Die In-Mold-Labeling-Musterbecher von Greiner Packaging bestehen aus kreislauforientiertem Polypropylen von Borealis (Bornewables).
(Bild: Greiner Packaging)

Greiner Packaging verfolgt verschiedene Ansätze, um seine Verpackungslösungen so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Eine Stoßrichtung ist der Einsatz von sogenannten kreislauforientierten Materialien, also erneuerbare, nicht fossile Rohstoffe. Nun wurde erstmals ein Lebensmittelbecher aus Premium-Polyolefinen, die vollständig aus Abfall- und Reststoffströmen gewonnen werden, produziert. Das Produktportfolio heißt Bornewables und stammt von Borealis, einem der führende Anbieter von Polyolefinen (Kunststoff-Rohstoffen) mit Hauptsitz in Wien, Österreich.

Im Gegensatz zu erneuerbaren Rohstoffen, die mit landwirtschaftlichen Nutzpflanzen für Lebensmittel und Viehfutter hergestellt werden, bestehen die Bornewables aus Rohstoffen der zweiten Generation, das heißt aus erneuerbaren Quellen, die ausschließlich aus Abfall- und Reststoffströmen stammen: aus der Pflanzenölproduktion sowie aus Ölabfällen und -rückständen, aus der Holzindustrie oder aus der Lebensmittelindustrie, beispielsweise Altöl.

Gleiche Materialleistung, schnelle Produktionsumstellung

Bornewables bieten die gleichen Materialeigenschaften wie Polyolefin-Neuware, weisen dabei jedoch einen geringeren CO2-Fußabdruck auf. „Das Bornewables-Portfolio ist ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, Produkte anzubieten, die von traditionellen Rohstoffen entkoppelt sind, mit dem Ziel, eine Lösung für die CO2-Herausforderung zu bieten. Mit dieser Produktpalette helfen wir unseren Kunden und der Wertschöpfungskette, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ihre bestehenden Qualitätsstandards zu erhalten und Verpackungslösungen anzubieten, die für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen sind. Wir konzentrieren uns auf die Bedürfnisse unserer Kunden und der Wertschöpfungskette, während wir daran arbeiten, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben“, erklärt Trevor Davis, Head of Marketing, Consumer Products bei Borealis.

Reduktion des CO2-Fußabdrucks um bis zu 120 %

Eine von Borealis am Standort Kallo in Belgien initiierte Lebenszyklusanalyse hat gezeigt, dass die Verwendung von Bornewables den CO2-Fußabdruck eines Produkts um mindestens 2,7 kg CO2eq für jedes Kilogramm Polymer reduziert. Das bedeutet eine Einsparung von bis zu 120 % im Vergleich zu fossil basiertem Borealis PP und entspricht in etwa dem Laden von 2.700 Smartphones in einem Jahr.

Zudem wird durch den Einsatz dieser kreislauforientierten Premium-Polyolefinen die Erschöpfung fossiler Ressourcen um circa 69 % reduziert. Das gesamte Bornewables-Portfolio von Borealis wurde im Rahmen des internationalen Zertifizierungssystems ISCC Plus (International Sustainability & Carbon Certification) zertifiziert. Diese Chain of Custody-Zertifizierung ermöglicht den Kunden, dass die verwendeten Rohstoffe als erneuerbar, nachhaltig produziert und bis zum Ursprungsort rückverfolgbar zertifiziert sind.

Die Zertifizierung basiert auf dem Massebilanz-Ansatz, das heißt, dass für jeden Materialstrom ein Beitrag zum Einsatz von chemisch recyceltem oder erneuerbarem Material geleistet wird. Auch einige Standorte von Greiner Packaging sind bereits ISCC Plus-zertifiziert.

Fokus auf Design für Recycling

Die neuen IML-Musterbecher für Molkereiprodukte bestehen aus Bornewables Monomaterial und wurden im Sinne von Design for Recycling für ein gängiges Recycling in herkömmlichen Anlagen entwickelt. Das verwendete kreislauforientierte PP-Material entspricht in seiner chemischen Struktur einem Standard-Kunststoff und kann im selben Kreislauf wie die Standard-Polymere recycelt werden.

Über die Firmen
Greiner Packaging GmbH
Kremsmünster
Borealis AG
Wien
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