Kreislauf Lebensmittelverpackungen

Im Rahmen eines Recyclingversuchs zum Schließen des Kreislaufs von Weichverpackungen bringen Verbraucher diese zu Sammelstellen in Einkaufsmärkten von Tesco zurück. (Bild: Kraft Heinz)

Dabei werden verbrauchte Weichkunststoffverpackungen aus Sammelstellen in Tesco-Märkten genutzt, um zertifiziert zirkuläres Polypropylen (PP) für das Truecircle-Portfolio von Sabic zu produzieren und daraus mikrowellengeeignete Heinz Beanz Snap Pots zu fertigen. Die Snap Pots bestehen zu 39 % aus recyceltem Weichkunststoff.

Kooperation entlang der Wertschöpfungskette

Die Transformation der Branche hin zur Kreislaufwirtschaft erfordert unerschöpfliche Innovation und intensive Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sabic versteht sich als Vorreiter auf diesem Weg, und sieht dieses Projekt als ein weiteres Beispiel für die Entschlossenheit des Unternehmens, den Wandel zu beschleunigen und sicherzustellen, dass Kunststoffprodukte nachhaltiger konstruiert, gefertigt und recycelt werden.

Verbraucher sind aufgerufen, ausgediente Weichkunststoffverpackungen zu Sammelstellen zu bringen, die Tesco in seinen Einkaufsmärkten eingerichtet hat. Aus einem Teil der dort gesammelten Kunststoffverpackungen werden in einem anaeroben thermischen Recyclingverfahren sogenannte Tacoil Öle gewonnen. Sabic produziert daraus dann ein zertifiziertes Kreislaufpolypropylen in Granulatform mit der gleichen Qualität wie fossil-basierte Neuware. Berry Global, ein Hersteller von Verpackungslösungen, setzt dieses Granulat schließlich zur Fertigung neuer Snap Pots ein und liefert diese an Heinz zum Befüllen mit Beanz und Versand an Tesco. Leere Pots und die Banderolen können an verbrauchernahen Sammelstellen entsorgt werden.

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

„Wir freuen uns über diese Gelegenheit, unsere Rolle als Anbieter herausragender Kreislauflösungen zu bekräftigen“, erklärt Lada Kurelec, General Manager PP, PET, PS, PVC, PU & Elastomers Businesses bei Sabic Petrochemicals. „Neben unserem Materialwissen konnten wir Wertschöpfungspartner zusammenbringen und wesentliche Unterstützung leisten, wie im Bereich der Zertifizierung oder Berechnung von Lebenszyklusparametern, um so dazu beizutragen, dass wertvoller Kunststoff nicht auf Deponien oder in der Müllverbrennung verloren geht.“

Der Snap Pots Recyclingversuch ist Teil des globalen Versprechens von Heinz, bis 2025 sämtliche seiner Verpackungen recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar zu gestalten. „Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist, in Zusammenarbeit mit Experten in fortschrittlichem Recycling und nachhaltigen Verpackungen diese bedeutende Innovation für unsere Kunden umzusetzen“, betont Jojo de Noronha, Präsident von Heinz Nordeuropa. „Wir hoffen, dass dies den branchenweiten Blick dafür schärft, wie sich der Mangel an Recyclinglösungen für Weichkunststoffe in Großbritannien beheben lässt. Wenn es darum geht, bessere Verpackungen zu entwickeln, die den Verbrauchern und dem Wohl des Planeten dienen, dann können wir das gemeinsam schaffen.“

Jean-Marc Galvez, Präsident der Consumer Packaging International Division von Berry Global, erklärt: „Dies ist ein erstklassiges Beispiel für innovativen Fortschritt im Design von Kreislaufverpackungen, ermöglicht durch intensive Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Derartige Kreislauflösungen helfen, all jene Kunststoffe, die heute noch nicht recycelt werden, zurückzugewinnen und wiederzuverwerten, um sie im Umlauf und aus unseren Meeren und Deponien heraus zu halten.“

Nachhaltige Verpackungen: der große Überblick

Grafik von Lebensmitteln im Supermarktregal
(Bild: sabelskaya - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema nachhaltige Verpackungen wissen? Klar ist, dass der Bedarf an nachhaltigen Verpackungen in den kommenden Jahren stark steigen wird. Aber das Thema ist komplex: Wann gilt denn überhaupt eine Verpackung als nachhaltig und welche Kriterien müssen dabei künftig erfüllt sein? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

 

Flexible Verpackungen sind nach wie vor schwer recycelbar; bis 2020 wurden im Vereinigten Königreich nur 6 % aller Weichkunststoffverpackungen recycelt . Tesco hat damit begonnen, in allen seiner Großmärkte im Land Sammelstellen für Weichkunststoff einzurichten, um diese Lücke zu schließen. Das Projekt mit Heinz und zertifiziertem Kreislaufpolymer von Sabic gilt als ein Durchbruch mit dem Potenzial, hier einen echten Wandel zu bewirken. „Diese innovative Kooperation ist nur einer der Wege, um den von unseren Kunden zurückgebrachten Weichkunststoff in neue Lebensmittelverpackungen zu recyceln“, ergänzt James Bull, Verpackungsleiter bei Tesco. „Abgesehen von unseren Bestrebungen, den Kunststoffverbrauch zu reduzieren, sind wir entschlossen, weitere zirkuläre Verpackungslösungen zu entwickeln.“

Die neuen mikrowellengeeigneten Heinz Beanz Snap Pots bestehen zu 39 % aus einem zertifiziert zirkulären Sabic PP-Homopolymer für das Spritzgießen oder Thermoformen von Lebensmittelverpackungen. Das Material erfüllt die Anforderungen an Sicherheitsvorschriften für Lebensmittelkontakt und ist in dieser dünnwandigen Anwendung eine Drop-in-Alternative zu PP-Neuware, ohne Einschränkungen hinsichtlich Verarbeitbarkeit oder mechanischer Leistungsfähigkeit. Der Recyclatanteil in den Snap Pots wird mittels Massebilanzierung nach den Vorgaben des International Sustainability & Carbon Certification (ISCC) Plus Programms validiert.

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