Hand die Plastiktüte hält vor rosa Hintergrund, auf dem Boden weitere Plastiktüten

Die dünnwandigen Plastiktüten könnten zukünftig einem neuen Zweck zugeführt werden. (Bild: mykolastock – stock.adobe.com)

Von den Tragetaschen für Obst und Gemüse verbrauchten die Deutschen 2019 pro Kopf im Schnitt 36 Stück, meistens werden sie nicht wiederverwendet, sondern mit dem restlichen Müll verbrannt. Wissenschaftler der kalifornischen University of Berkeley wollen die Plastiktüten, genauer gesagt deren Material – das Polyethylen (PE) – zukünftig in etwas Hochwertigeres umwandeln, berichtet der Industrieverband Klebstoffe.

Damit hatten sie schon Erfolg. Da PE keine guten Klebeeigenschaften aufweist, funktionalisierte das Forscherteam den Kunststoff, indem es Hydroxyl- und Ketogruppen eingebracht hat. Dafür verwendeten sie einen Katalysator auf Ruthenium-Basis. Als Resultat behielt die PE-Verbindung ihre Eigenschaften als Kunststoff, haftete jedoch auch fest an beispielsweise Metall und war lackierbar. Schon eine geringe Menge an funktionellen Gruppen einzubringen, konnte die Adhäsion des PE um das zwanzigfache erhöhen.

Das Verfahren ist für den industriellen Ansatz noch nicht wirtschaftlich, doch die Forschungsergebnisse sind ein erster Schritt, um Kunststoffe zu hochwertigen Produkten zu recyceln.

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