liegender Aktenordner "Ifo Geschäftsklimaindex"

Geschäftsklimaindex im Verpackungssektor, März 2022. (Bild: MQ-Illustrations – stock.adobe.com)

Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Zudem waren die Erwartungen deutlich von Pessimismus geprägt. Die Unsicherheit unter den Unternehmen in Folge des Krieges in der Ukraine hat deutlich zugenommen. Zudem haben sich die Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten nochmals verschärft. Es ist im Moment sehr schwierig, den weiteren Geschäftsverlauf vorherzusagen, was die Unternehmen vorsichtig werden lässt. Auch im Angesicht der steigenden Energiepreise plant ein Großteil der Unternehmen, die Verkaufspreise weiter zu erhöhen.

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PAPIER

Auftragsbestand rückläufig

Im Bereich Papier und Kartonagen ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Dies war auf deutlich pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Geschäftslage wurde von Unternehmen hingegen nahezu unverändert als sehr gut eingeschätzt. Die Nachfrageentwicklung ist jedoch weiterhin eher zäh. Der Auftragsbestand war rückläufig. Dies bezieht sich aber vor allem auf die inländische Nachfrage. Mit Blick auf das Auslandsgeschäft werden hingegen weitere Zuwächse erwartet. In Summe sank jedoch die Zufriedenheit mit dem Auftragsbestand. Die Lagerbestände füllten sich nach etwas mehr als einem Jahr wieder leicht. Die Produktion konnte nur geringfügig ausgeweitet werden. Die Produktionspläne deuten im Moment auf wenig Veränderung in den kommenden Monaten hin. Die Beschäftigtenzahl soll ausgeweitet werden. Preiserhöhungen bleiben auf der Agenda der Unternehmen. Mehr als zwei Drittel der Firmen wollen die gestiegenen Einkaufspreise weitergeben.

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KUNSTSTOFF

Volle Lagerbestände

Im Kunststoffbereich hat sich das Geschäftsklima merklich verschlechtert. Die aktuelle Lage wurde von den Unternehmen etwas schlechter beurteilt. Zudem nahm der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate deutlich zu. Die Nachfrage entwickelte sich jedoch positiv. Dies machte sich auch im Auftragsbestand bemerkbar. Mit Blick auf das Auslandsgeschäft besteht jedoch eine leichte Skepsis. Zusätzliche Aufträge werden im Moment nicht erwartet. Die Lagerbestände haben den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr erreicht. Dies war auch auf eine gestiegene Produktion zurückzuführen. Diese soll in den kommenden Monaten auch noch weiter ausgebaut werden. Infolgedessen sollen mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Materialmangel bleibt jedoch ein großes Problem. Preiserhöhungen spielen weiterhin eine große Rolle. Etwa jedes zweite Unternehmen berichtete von entsprechenden Plänen.

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GLAS

Expansive Produktionspläne

Im Bereich Glasherstellung ist das Geschäftsklima gesunken. Grund dafür waren vor allem die deutlich pessimistischen Aussichten der Unternehmen mit Blick auf die kommenden Monate. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage verschlechterten sich leicht. Die Mehrheit der Unternehmen ist jedoch noch sehr zufrieden mit den laufenden Geschäften. Die Nachfragesituation entwickelte sich expansiv. Es konnten mehr Aufträge akquiriert werden. Der Ausblick auf das Auslandsgeschäft entwickelte sich positiv, wenn auch weniger stark als zuletzt. Die Zufriedenheit mit dem Auftragsbestand stieg auf den höchsten Wert seit mehr als einem Jahr. Die Produktion konnte zuletzt leicht gesteigert werden. Die Unternehmen gehen jedoch davon aus, diese in den kommenden Monaten weiter merklich anzuheben. Die expansiven Beschäftigungspläne aus den vergangenen Monaten wurden wieder zurückgenommen. Aufgrund des weiterhin bestehenden Materialmangels, planen mehr als drei Viertel der Unternehmen, die Verkaufspreise zu erhöhen.

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HOLZ

Pessimistische Exportaussichten

In der Verpackungsindustrie basierend auf Holz hat der Geschäftsklimaindex merklich nachgegeben. Dies war auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Auch die Urteile zur aktuellen Lage wurden nach unten korrigiert, verbleiben aber auf hohem Niveau. Die Nachfrage entwickelte keine Dynamik und verlief eher schleppend. Die Exportaussichten verschlechterten sich den zweiten Monat in Folge. Trotzdem besteht noch eine gewisse Zufriedenheit mit dem aktuellen Auftragsbestand. Die Lagerbestände gelten weiterhin größtenteils als geräumt, trotz leicht gestiegener Produktion. Die Produktionspläne deuten jedoch auf einen leichten Rückgang der Produktion hin. Die Beschäftigtenzahl soll trotzdem erhöht werden. Mehr als 80 % der befragten Unternehmen haben im Vormonat die Preise erhöht. Dies soll sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen.

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FEINSTBLECH

Schwierige Nachfragesituation

Der Geschäftsklimaindikator im Metallbereich ist deutlich gesunken. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem deutlich weniger gut laufende Geschäfte. Auch die Erwartungen fielen pessimistischer aus, aber deutlich weniger stark als in den anderen Verpackungsbereichen. Die Nachfragesituation bleibt schwierig. Dies gilt im Moment aber eher für das Inland. Aus dem Ausland werden noch weitere Impulse erwartet. Die vergangene Zufriedenheit mit dem Auftragsbestand ist jedoch vorerst verblasst. Die Produktion war zuletzt rückläufig. Zudem deuten die Pläne auf einen weiteren Rückgang hin. Mit Blick auf die Beschäftigungssituation ist eher von einer Konstanz auszugehen. Auch im Metallbereich sollen die Preise weiter erhöht werden.

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