Packaging Summit

Voller Spannung: Teilnehmer vor dem Start des 5. Packaging Summit. (Bild: Redaktion neue verpackung)

++ Tschüss und Auf Wiedersehen ++

17 Uhr Der 5. Packaging Summit ist soeben zu Ende gegangen. Danke an alle Beteiligten, Teilnehmer, Partner und Referenten für die inspirierenden Vorträge, interessanten Einsichten und lebhaften Diskussionen. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr zum 6. Packaging Summit am 4. + 5. Juli 2023 und sagen „Tschüss“ aus Hamburg.

Packaging Summit
Wir sehen uns wieder: Am 4. und 5. Juli 2023 findet der 6. Packaging Summit in Hamburg statt. (Bild: Redaktion neue verpackung)

++ Claudia Bierth, European Sustainability Manager, Ball Trading Germany: Verpackungspolitik auf dem Weg zu einer echten Kreislaufwirtschaft ++

16:10 Uhr Last but not least geht es beim letzten Vortrag des Packaging Summit um Verpackungsgesetze. Der Plural ist hier bewusst gewählt, denn anders als das "Union" in Europäische Union vielleicht erahnen lässt, unterscheidet sich die Rechtslage in Sachen Verpackung von Land zu Land. Was Entwickler, Produzenten und Inverkehrbringen hier wissen müssen, darüber informiert Claudia Bierth, European Sustainability Manager, Ball Trading Germany. Wie will die EU-Kommisson der Kreislaufwirtschaft mit ihrer aktuellen Verpackungspolitik den Weg weisen beziehungsweise was sollte sie tun? Wie sieht Kreislaufwirtschaft für Aluminiumgetränkedosen aus und was für EU-politische Rahmenbedingungen sind dafür notwendig?

Claudia Bierth, Ball
Claudia Bierth, European Sustainability Manager, Ball Trading Germany: "Wir wollen obligatorische Pfandsysteme für alle Getränkeverpackungen und hohe Zielvorgaben (90 %) für die getrennte Sammlung für das Recycling." (Bild: Redaktion neue verpackung)

++ Marie-Christin Bergmann, Cirplus: Wo bekomme ich eigentlich Rezyklat? ++

16:00 Uhr Der letzte Teil des Themenblocks Nachhaltigkeit startet nach der Kaffeepause, und der Packaging Summit geht in den Endspurt.

Wer seine Kunststoffverpackungen, ob nun vollständig oder in Teilen, aus Rezyklat herstellen möchte, weiß: In den letzten Monaten entbrannte ein regelrechtes Wettrennen um die Rohstoffe aus dem Recyclingprozess. Vor allem um solche von hoher Qualität. Hier kommt Cirplus ins Spiel: Das Hamburger Start-up fungiert als Beschaffungsplattform für recycelte Kunststoffe und verbindet dabei Recycler mit Kunststoffverarbeitern. Die Verarbeiter sind in der Lage, recycelte Materialien in stark fragmentierten Märkten zu finden. Marie-Christin Bergmann, Marketing & Communication Lead Cirplus, berichtet über diesen digitalen Marktplatz für Kunststoffabfälle und Rezyklate.

Marie-Christin Bergmann, Marketing & Communication Lead Cirplus
Marie-Christin Bergmann, Marketing & Communication Lead Cirplus: "Es geht darum, Stabilität in einen fragmentierten Markt zu bringen und die Versorgungssicherheit bei Rezyklaten zu gewährleisten." (Bild: Redaktion neue verpackung)

++ Dr. Benedikt Brenken, Director der R-Cycle Initiative: Der digitale Produktpass als Chance für die Kreislaufwirtschaft ++

14:40 Uhr Wenn die Verpackung geleert und somit ihr erstes Leben beim Verbraucher beendet wurde: Wie kommt sie dann in den Kreislauf und somit in den nächsten Lebenszyklus? Denn eine der großen Herausforderungen ist, dass nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten nicht zuverlässig unterscheiden können zwischen recycelbaren Verpackungen und solchen, die es nicht sind – bei den aktuellen Sortierverfahren sieht es ähnlich aus. Durch fehlende Informationen entsteht ein Wertverlust, und ohne Wert existiert keine Kreislaufwirtschaft. Hier kommt R-Cycle ins Spiel, ein branchenübergreifendes Konsortium, das einen offenen und weltweit anwendbaren Rückverfolgungsstandard, und der die lückenlose Dokumentation von recycelbaren Verpackungen entlang der Wertschöpfungskette ermöglichen soll. Was gehört beispielsweise zu einem digitalen Produktkompass? Alle recyclingrelevanten Informationen wie Inhaltsstoffe der Verpackung, Additive, Farbe des Grundmaterials, Druckfarbe, verpacktes Gut, Rezyklatanteil und Verpackungsgewicht, um nur einige zu nennen.

Der Digitale Produktpass ermöglicht die Generierung von attraktiven Benefits für alle Akteure der Wertschöpfungskette. So kann der Digitale Produktpass von R-Cycle eine Kreislaufwirtschaft ​für Kunststoffverpackungen ermöglichen. Wie diese Vision gerade zur Realität wird und wie die Kooperation mit Holygrail 2.0 funktioniert, davon berichtet Dr. Benedikt Brenken, Director der R-Cycle Initiative.

Dr. Benedikt Brenken, Director der R-Cycle Initiative
Dr. Benedikt Brenken, Director der R-Cycle Initiative, zeigt die Benefits des digitalen Produktpasses auf. (Bild: Redaktion neue verpackung)

++ Sandra Pechac, Plattformkoordinatorin der Plattform Verpackung mit Zukunft: Auf Verpackungsmission++

14:00 Uhr Nach der Mittagspause geht es zum letzten Themenblock des 5. Packaging Summit: Nachhaltigkeit.

Was wissen Konsumentinnen und Konsumenten überhaupt über nachhaltige Verpackungen? Und wo muss die Industrie mit Kampagnen noch einmal nachlegen? Sandra Pechac, Plattformkoordinatorin der Plattform Verpackung mit Zukunft, beleuchtet, wieso Aufklärung so wichtig ist und mit welchen Kommunikationsmaßnahmen und -formaten sie gelingt. Mitglieder der Plattform sind Materialhersteller, Maschinenbauer, Verpackungsproduzenten, Konsumgüterhersteller, Handel, Entsorgungs- und Sortierdienstleister und Recyclingunternehmen vornehmlich aus Österreich, aber auch aus Deutschland. Was will die Plattform? Es geht um die Vernetzung und Teilnahme an Leuchtturmprojekten, und man will ein gemeinsames Sprachrohr in der Öffentlichkeit, durch Social Media Formate, Promotions und Aufklärungsarbeit direkt bei den Konsumenten sein.

Konkret berichtet sie von ihren Erfahrungen mit einem Pop-up-Stand auf diversen Veranstaltungen, bei der sie sich mit vielen Konsumentinnen und Konsumenten austauschen konnte.

 

Sandra Pechac, Plattformkoordinatorin der Plattform Verpackung mit Zukunft.
Sandra Pechac, Plattformkoordinatorin der Plattform Verpackung mit Zukunft, sensibilisiert Konsumenten und Konsumentinnen für das Thema Verpackung und wirkt Mythen zu den Themen Verpackungsmaterialien und Recycling entgegen. (Bild: Redaktion neue verpackung)

++ Kerstin Bergler, Creative Designerin SGK, und Sevil Hoppmann, Business Development Director SGK: Kann Verpackungsdesign alleine die Nachhaltigkeit eines Produktes kommunizieren? ++

11:30 Uhr Letzter Vortrag zum Themenschwerpunkt Design. Kaum ein Gedanke hat in den letzten Jahren so an Bedeutung gewonnen, wie der Begriff der "Nachhaltigkeit". Als normativer Schlüsselbegriff des 21. Jahrhunderts hat er nun starke Einflüsse auf politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln. Doch was bedeutet eigentlich "nachhaltig"? Wann ist eine Verpackung nachhaltig, und wie kann das Verpackungsdesign unterstützen, Nachhaltigkeit zu kommunizieren? Anhand konkreter Beispiele beleuchten Kerstin Bergler, Creative Designerin SKG, und Sevil Hoppmann, Business Development Director SGK, die unterschiedlichen Aspekte dieser Fragen. Produkt und Verpackung müssen authentisch sein, denn Greenwashing kann sich sehr negativ auswirken.  Was gibt Orientierung? Die Mehrheit der Verbraucher wünscht sich ein klares Bewertungssystem für die Umweltfreundlichkeit von Lebensmittelverpackungen, das auf der Verpackung aufgedruckt ist. Darüber hinaus muss die Marke vertrauenswürdig sein und Orientierung bieten.

 

Kerstin Bergler, Creative Designerin SGK, und Sevil Hoppmann, Business Development Director SGK,
Sevil Hoppmann, Business Development Director SKG, und Kerstin Bergler, Creative Designerin SGK: "Reduce, Recycle, Renew, Reuse, Rethink". (Bild: Anna Dittrich)

++ Ipek Molvali, Geschäftsführerin Mutabor Management, und Moritz Carstens, Creative Director Mutabor Management: Packaging Design Online/Offline ++

11:00 Uhr Der Bildschirm ist das neue Regal und Social Media der POS: Produkte und Marken müssen sich nicht mehr allein im Shelf durchsetzen und dort die Aufmerksamkeit der Konsumentinnen und Konsumenten erhalten. Im digitalen Umfeld verändert sich der Prozess, der zur Kaufentscheidung führt. Sie wird beeinflusst durch Marken-Halos, Design („buy me“ wird zu „live with me“) und vergleichende Recherche der Kunden. Arrival- und Unboxing Experiences ersetzen teilweise klassisches Mediabudget. Was dies konkret für das Packaging Design ableitet, darüber berichten Ipek Molvali, Geschäftsführerin Mutabor Management, und Moritz Carstens, Creative Director Mutabor Management.

Brauchen wir überhaupt noch Packaging Design für den digitalen Raum? Die Antwort, wie so oft: "Es kommt darauf an". Oft wird die physische Verpackung einfach in den digitalen Raum übertragen. Das ist jedoch problematisch, denn die Verpackung ist in der Regel nicht für den digitalen Raum optimiert und funktioniert hier nicht. Bei der Entwicklung einer Verpackung und des Produkts muss also das enge Format im digitalen Raum mitgedacht und darauf abgestimmt werden Auch ist die Zielgruppe im digitalen Raum oft eine andere als im stationären Handel. Neben dem Design ist eine gute Story notwendig, denn sie sorgt dafür, ein Produkt im digitalen Raum wiederzufinden. Verpackung wird im E-Commerce dann wichtig und notwendig,  wenn das Produkt zum Kunden nach Hause kommt. Stichwort Unboxing. Wie kann ich die Verpackung gestalten, sodass das Unboxing zum echten und positiven emotionalen Erlebnis wird?

Ipek Molvali, Geschäftsführerin Mutabor Management, und Moritz Carstens, Creative Director Mutabor Management
Ipek Molvali, Geschäftsführerin Mutabor Management, und Moritz Carstens, Creative Director Mutabor Management: Brauchen wir überhaupt noch eine Verpackung im digitalen Raum? (Bild: Anna Dittrich)

++ Alexander Bockisch, Adhesive Technologies bei Henkel: Vom Materialproduzenten zum Designpartner ++

9.45 Uhr Weiter geht es mit dem Themenblock Design. Welche Rolle spielt die Auswahl von Klebstoff und Beschichtungen bei Verpackungen? Die Einbeziehung von Material-Science-Experten in das Verpackungsdesign kann enorme Vorteile mit sich bringen – vor allem, was Nachhaltigkeit und Wiederverwertbarkeit angeht. Alexander Bockisch, Adhesive Technologies bei Henkel, erklärt, warum sich solche Partnerschaften lohnen, und welche neuen Verpackungswelten dadurch erschlossen werden können. Es geht darum, die Recyclingfähigkeit durch den Einsatz von Monomaterialien zu verbessern. Um welche Dimensionen es geht, verdeutlicht eine beeindruckende Zahl:  1,3 Trill. Units flexible Verpackungen werden jährlich weltweit verbraucht und diese müssen recyclingfähig werden. Und dabei spielt auch der Klebstoff keine unerhebliche Rolle, denn dieser muss sich kompatibel in Recyclingströmen verhalten.

Alexander Bockisch, Adhesive Technologies bei Henkel
Alexander Bockisch, Adhesive Technologies bei Henkel: Bewusstsein stärken für die Rolle des Klebstoffs. (Bild: Anna Dittrich)

++ Andreas Milk, Geschäftsführer M. I. L. K.: „Verpackung heute, morgen und übermorgen“  ++

9:00 Uhr Hamburg, Nieselregen, der 5. Packging Summit startet pünktlich in den zweiten Tag. Philip Bittermann, Chefredakteur neue verpackung, begrüßt Referenten und Teilnehmer und stellt die Themenschwerpunkte des heutigen Tages vor: Design und Nachhaltigkeit.

„Viele Grüße aus der Zukunft“ schickt uns Andreas Milk, Geschäftsführer M. I. L. K. mit seinem Impulsvortrag „Verpackung heute, morgen und übermorgen“ und lässt uns teilhaben an einem Blick in die Lebensmittel-Verpackungswelt in 20 Jahren, wenn  das Heimkompostieren von Biopolymeren gelebter Alltag wird, oder sich Zero Waste Packaging als algenbasierte Folie zusammen mit der Nudelsuppe im Kochwasser auflöst. Aber bleiben wir beim Heute: Andreas Milk identifiziert Trends wie die Materialreduktion bei Kunststoffverpackungen,  die Recyclingfähigkeit durch Monokunststoffverpackungen, minimalen Kunststoffeinsatz durch Hybridverpackung aus Karton und Kunststoff sowie Barriere-Papiere als Kunststoffersatz und Weg in die Paperisation. Morgen, das heißt im Jahr 2030, erleben wir echte Kreisläufe für Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff sowie eine Renaissance des Nachfüllbeutels, das heißt Permanent Packaging in Verbindung mit Refill-Angeboten.

Andreas Milk, Geschäftsführer M. I. L. K.
Andreas Milk, Geschäftsführer M. I. L. K. beschreibt nicht nur Trends von heute, morgen und übermorgen. Wichtiger sei es, was wir daraus machen. (Bild: Anna Dittrich)

++ Thierry Bieber, Industry Segment Manger bei HMS Industrial Networks, und Christian Schade, IOT Ecosystem Manager, Software AG: Digitalisierung im Spannungsfeld zwischen Anwender und Anbieter ++

16:50 Uhr Der Abschlussvortrag des ersten Tages des Packaging Summit, danach geht es zum Barbecue im Rahmen der Abendveranstaltung im Innenhof der Design Offices.

Digitalisierung ermöglicht Anwendern, ob nun in der Verpackungs- oder jeder anderen Industrie, teils völlig neue Möglichkeiten der Prozessüberwachung und damit -optimierung. Doch sind diese Möglichkeiten von hoher Komplexität und nicht alles was geht, ergibt auch in jedem Anwendungsfall Sinn. Thierry Bieber, Industry Segment Manger bei HMS Industrial Networks, und Christian Schade, IOT Ecosystem Manager, Software AG,  zeigen, worauf es zu achten gilt, damit Digitalisierungsprojekte den maximalen Mehrwert erbringen.

 

 

Christian Schade, IoT Ecosystem Manager, Software AG, und Thierry Bieber, Industry Segment Manger bei HMS Industrial Networks
Christian Schade, IOT Ecosystem Manager, Software AG, und Thierry Bieber, Industry Segment Manger bei HMS Industrial Networks: Die kombinierte Lösung von beiden Unternehmen vereinfacht den Weg zur erfolgreichen digitalen Produktion. (Bild: Anna Dittrich)

++ Sten Hoffmann,  Smurfit Kappa, und Claus Weigel, Sparck Technologies B. V.: Wie Mymuesli Verpackungs- und Transportvolumen spart ++

16 Uhr Große Einspareffekte, weniger Risiko, mehr Flexibilität: Mymuesli, Anbieter von individualisierbarem Bio-Müsli, hat zusammen mit dem Verpackungsspezialisten Smurfit Kappa nach einer verbesserten und nachhaltigen Verpackungslösung für den E-Commerce gesucht und gemeinsam mit Sparck Technologies gefunden. Die Effekte sind erheblich: Unter anderem können rund 50 % Verpackungsmüll eingespart und 30 % mehr Transportvolumen pro LKW erzielt werden.  Sten Hoffmann, Projekt Manager bei Smurfit Kappa, und Claus Weigel, International Senior Sales Manager, Sparck Technologies B. V., berichten gemeinsam von der Herausforderung und deren Lösung. Handlings- und Verpackungsprozesse optimieren,  Reduzierung des Verpackungsmaterials und höherer Grad an Nachhaltigkeit waren die Parameter der Ausgangssituation. Durch Fit-to-Size-Verpackungen wird die Luft aus der Verpackung genommen und das Füllmaterial reduziert. Das Plastikklebeband wird überflüssig, die Kartons werden  mit Heißleim verschlossen. Das heißt beim Transport: Mehr Produkte in die LKWs und damit mehr Produkte in die Auslieferungsfahrzeuge.

 

 

 

 

Claus Weigel, International Senior Sales Manager, Sparck Technologies B. V. und Sten Hoffmann, Projekt Manager bei Smurfit Kappa
Claus Weigel, International Senior Sales Manager, Sparck Technologies B. V. und Sten Hoffmann, Projekt Manager bei Smurfit Kappa: Handlings- und Verpackungsoptimierung standen im Vordergrund beim Mymuesli-Projekt. (Bild: Anna Dittrich)

++ Jens Johannsen, Geschäftsführer & Kreativtechnologe, Fixum Creative Technology: Was wäre, wenn Verpackungen einfach wachsen? ++

15 Uhr Was ist das größte Lebewesen auf unserer Erde? Kein Dinosaurier, kein Wal – das größte Lebewesen der Erde ist ein Pilz. Wie wird aus diesem Lebewesen eine Verpackung? Mushroom Packaging bindet mehr C02, als zur Produktion freigesetzt wird. Und die Verpackung besteht lediglich aus natürlich nachwachsenden und kompostierbaren Rohstoffen: Hanfschäben und Pilzmyzel. Anwendungen sind beispielsweise Präsentboxen, Kantenschutz oder Isolationsboxen. Wie das genau funktioniert, erklärt Jens Johannsen, Geschäftsführer & Kreativtechnologe, Fixum Creative Technology. Tabea Janßen, Consulting Pacproject GmbH, schreibt bei Pacproject zusammen mit Fixum Creative Technology ihre Bachelorthesis. Hierbei behandelt sie das Thema Mushroom Packaging. Das Besondere: Bei Mushroom Packaging gibt es keine Produktion im herkömmlichen Sinn, sondern die Verpackung wächst in thermogeformten Formen in einer Farm in den Niederlanden.

 

Jens Johannsen, Geschäftsführer & Kreativtechnologe, Fixum Creative Technology, und Tabea Janßen, Consulting Pacproject GmbH
Lösung von Mutter Natur: Ob Präsentationsbox, Kantenschutz oder Isolationsbox, es gibt einige Anwendungen von Mushroom Packaging, die Jens Johannsen, Geschäftsführer & Kreativtechnologe, Fixum Creative Technology, und Tabea Janßen, Consulting Pacproject GmbH, präsentieren. Bei Mushroom Packaging handelt es sich übrigens um einen essbaren Pilz. (Bild: Anna Dittrich)

++ Prof. Dr. Dirk Burth, Professor für Verpackungstechnik an der Hochschule München: Wie berechenbar ist die nachhaltige Verpackung? ++

14:15 Uhr Nach der Mittagspause geht es  zurück in den Vortragsraum, und der Themenblock Digitalisierung/Innovation startet. Eine Ökobilanz zu erstellen, ist eine komplexe Angelegenheit, die aktuell in vielen Unternehmen für rauchende Köpfe sorgt. Gut, wenn es auch einfach(er) geht: Prof. Dr. Dirk Burth, Professor für Verpackungstechnik an der Hochschule München, hat den Verpackungsrechner entwickelt. Mit diesem digitalen Werkzeug lässt sich nach Eingabe der wichtigsten Parameter binnen einer viertel Stunde die Klimawirkung einer Verpackung berechnen.

Prof. Dr. Dirk Burth, Professor für Verpackungstechnik an der Hochschule München
Prof. Dr. Dirk Burth, Professor für Verpackungstechnik an der Hochschule München, fordert die Teilnehmer nach der Mittagspause mit der Vorstellung des Verpackungsrechners heraus. Aufgabe erfolgreich bestanden! (Bild: Anna Dittrich)

++ Nicole Ceccantini von HP und Marc Clormann von Clormann Design: Reinventing Creativity ++

12:00 Uhr Letzter Vortrag im Themenblock Marketing: Was kann man alles mit Digitaldruck machen? Digitaldruck heißt schon lange nicht mehr nur Kleinauflage! Mit Lösungen wie der HP Indigo Technologie ist mittlerweile mehr möglich: Die Verpackung wird von einem funktionalen zu einem emotionalen Element. Kampagnen und Limited Editions sind die neuen Marketingstrategien der Brands.  Pantonefarben, große Materialvielfalt, Nachhaltigkeit, Personalisierung, Versionierung, Hypercustomization – und vieles mehr. Im Vortrag, den Nicole Ceccantini von HP zusammen mit  Marc Clormann von Clormann Design hält, sollen gerade die kreativen Möglichkeiten gezeigt und anhand von Beispielen mit großen und kleinen Marken visualisiert werden – unter anderem in Form von Cult Car Colors, der neuen Marke von Clormann Design. Was das ist? Nagellack in kultigen Sportwagenfarben!

Nicole Ceccantini von HP und Marc Clormann von Clormann Design
Nicole Ceccantini von HP und Marc Clormann von Clormann Design schöpfen aus dem Vollen und präsentieren eine Fülle von individuellen und internationalen Kundenprojekten. (Bild: Anna Dittrich)

++ Dennis Grotian, Technical Service Manager bei Metsä Board: Hinter jeder großen Marke steht eine Verpackungslösung ++

11:00 Uhr Nach der Kaffeepause geht es weiter im Themenblock Marketing: Was, wenn nicht die Verpackung, ist das perfekte Instrument, um eine Markengeschichte zu erzählen? Hinter jeder großen Marke steht eine Verpackungslösung, ist Dennis Grotian, Technical Service Manager bei Metsä Board, überzeugt. Aber auch Themen wie Innovation und Nachhaltigkeit werden über sie transportiert. Im Excellence Centre von Metsä Board beschäftigt man sich genau mit diesen Themen – nämlich, wie man gemeinsam mit Kunden clevere und nachhaltige Verpackungen produziert und auf zukünftige, immer intelligenter werdende Techniken reagiert. Dieses Excellence Center als Ideenschmiede steht nicht nur Metsä-Board-Kunden offen. Wiederverwendbare und funktionelle Verpackungen werden hier entwickelt. Idee Zweitnutzen: Beispielsweise eine Golfballverpackung, die sich nach Gebrauch als Insektenhotel entpuppt!

Dennis Grotian, Technical Service Manager bei Metsä Board
Dennis Grotian, Technical Service Manager bei Metsä Board: "Wir wollen bei Metsä Board bis 2030 frei von fossilen Rohmaterialbestandteilen und Energieträgern sein." (Bild: Anna Dittrich)

++ Peter Anuth, Head of Client Service & Member of the Board bei LSD: Über die Verpackung kommunizieren ++

9.50 Uhr Gestartet wird mit dem Themenblock Marketing auf dem Packaging Summit: : Print oder digital? Die Antwort ist "Ja". So könnte man den Ansatz zusammenfassen, den Peter Anuth, Head of Client Service & Member of the Board bei LSD, und Jürgen Hein, Head of Sales and Consulting, Member of the Board, LSD, präsentieren. Augmented Reality heißt das Stichwort, wenn es um nachhaltige Kommunikation mit dem Verbraucher via  Verpackung geht. Wie wichtig dies ist, verdeutlicht eine Zahl. Weit über 50 % der Verbraucher gibt an, ein Produkt nicht gekauft zu haben, weil wichtige Informationen fehlten.  Das Unternehmen aus Düsseldorf hat eine App entwickelt, mit der sich Verpackungen am Point of Sale (oder natürlich auch überall sonst, wo Datenempfang möglich ist) scannen und zusätzliche Informationen abrufen lassen. Sei es zum Inhalt, oder Aspekte der Nachhaltigkeit. Ganz konkret erlebbar wird dies am Beispiel Ocean Beer. Von drei prominenten Surfern aus Spanien gegründet, ist es eine vollumfängliche Sustainability-Marke.  Der Profit geht in die Konservierung der Ozeane.  Die Message ist nicht nur in, sondern auch on the Bottle. Das Produkt lässt sich snoopen, also per Augmented Reality scannen und so Content tagesaktuell oder sogar ortsgebunden beispielsweise in Form von Videos abrufen.

 

Peter Anuth
Bewegte Bilder: Peter Anuth, LSD, berichtet über Erfahrungen mit der App Snoopstar. (Bild: Anna Dittrich)

++ Thomas Reiner, CEO der Berndt + Partner Group: "Disruption erwünscht" ++

9.10 Uhr Während die Industrielle Revolution viele Jahrzehnte brauchte, bis sie bei Nummer vier ankam, holt die Nachhaltigkeit gerade mächtig auf, und so rollt nun mittlerweile bereits die dritte Welle auf die Industrie zu. Und laut Keynote-Speaker Thomas Reiner, CEO der Berndt + Partner Group, wird es dieses mal ein regelrechter Tsunami: Verbraucher, Einzelhändler und Markenartikler, aber auch Gesetzgeber und Investoren treiben das Thema in geradezu atemberaubendem Tempo voran. Das Thema Verpackung und Nachhaltigkeit ist ganz oben bei den CEOs der Markenartikelindustrie angekommen. Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit sind die drei Versprechen einer Marke. Während es darum geht, Kreisläufe zu schließen und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren,, ist es aber gleichzeitig notwendig, die grundlegenden Aufgaben der Verpackung nicht aus den Augen zu verlieren, so Reiner.

Thomas Reiner
Hochspannend: der Keynote-Vortrag von Thomas Reiner, CEO der Berndt + Partner Group. (Bild: Anna Dittrich)

++ Chefredakteur Philip Bittermann eröffnet den 5. Packaging Summit ++

9.00 Uhr "Moin aus Hamburg", Philip Bittermann freut sich, nach pandemiebedingter Pause wieder auf der Bühne zu stehen und den Packaging Summit in den Design Offices in Hamburg  zu eröffnen.

Philip Bittermann
Philip Bittermann, Chefredakteur neue verpackung, begrüßt die Teilnehmer in Hamburg. (Bild: Redaktion neue verpackung)

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