Drei Menschen an Konferenztisch mit Getränken und Putzmitteln darauf

Reinhard Schneider, Herwart Wilms und Dr. Nabila Rabanizada (von links) haben auf der IFAT ihr gemeinsames Recyclingziel vorgestellt. (Bild: Werner & Mertz)

Auf der Pressekonferenz erläuterten Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter von Werner & Mertz, Herwart Wilms, Geschäftsführer Remondis, sowie Dr. Nabila Rabanizada, Technische Leiterin Kunststoffrecycling bei Remondis, das Ziel der Zusammenarbeit. Konkret gingen sie auf den Weg des Rohstoffs vom Gelben Sack über die weiterentwickelte mechanische Aufbereitung zurück in den Produktionskreislauf und in neue nachhaltige Verpackungen ein.

Die beiden Unternehmen fordern von der Politik, entsprechende Anreize zu setzen, sodass Design for Recycling und ein möglichst hoher Rezyklateinsatz im Markt bessergestellt wird, als nicht nachhaltige Produkte und Verpackungen. Dafür sei es notwendig, politische Instrumente mit echter Lenkungswirkung zu implementieren. Die Plastiksteuer ist ein sinnvoller Ansatz, wenn sie – anders als in der derzeitigen Praxis – mit einer entsprechenden Lenkungswirkung ausgestattet wird. Das bedeutet, dass sie nur von den Inverkehrbringern umweltschädlicher Neuware erhoben werden sollte, während Post-Consumer-Rezyklate steuerbefreit werden müssen.

Wenn Sie mehr über Kunststoffrecycling erfahren wollen schauen Sie doch auf der passenden Fokusthemenseite des PLASTVERARBEITERS vorbei:

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Ergänzend dazu wäre eine gezielte Verwendung der Steuermittel hilfreich. Dies könnte erreicht werden durch die Umwandlung in eine zweckgebundene Abgabe, die vorrangig den Inverkehrbringern recyclingfähiger Verpackungen ausgeschüttet wird. Falls eine solche Umwandlung aus rechtlichen Gründen nicht umsetzbar sein sollte, könnte dieselbe Wirkung über einen entsprechenden Fonds erzielt werden, zu dem bereits entsprechende Szenarien beim Umweltbundesamt und der Zentralen Stelle Verpackungsregister vorliegen.

Reinhard Schneider: „Die Recyclat- Initiative von Werner & Mertz hat bewiesen, dass hochwertige Recyclatqualitäten aus der haushaltsnahen Sammlung gewonnen werden können. Um die weiterhin günstigeren Preise für Neuware auszugleichen und hochwertige Anwendungen für Recyclate im Sinne von Closed-Loops anzustoßen, werbe ich für die Einführung einer Plastiksteuer auf Neuware.“

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