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(Bild: Ink drop – Adobe Stock)

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Durch den Einsatz von Graspapier können To-go-Becher ihre Umweltbilanz verbessern. (Bild: Amberlight – Adobe Stock)

Für die meisten Unternehmen der Verpackungsbranche ist es schon heute selbstverständlich, Energie und Material und damit auch Kosten einzusparen. Das betrifft sowohl ihre eigenen Produktionsprozesse als auch die Lösungen für ihre Kunden. Neben einem nachhaltigeren Materialmix haben unter anderem die umfangreichen Materialeinsparungen in den vergangenen Jahren die Nachhaltigkeitsbilanz von Verpackungen maßgeblich verbessert. In ihrem Nachhaltigkeits­bericht 2018 verweist die regelmäßig in Nürnberg vertretene IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen darauf, dass Verpackungen aus Kunststoff seit 1991 um 25 Prozent leichter geworden sind. Durch die Steigerung der Materialeffizienz bei Kunststoffverpackungen seit 1991 wurden im Jahr 2013 etwa 2,6 Mio. t CO2 eingespart. Auch Weißblech ist heute um 60 Prozent dünner als vor 40 Jahren.

Reduktion ohne Qualitätseinbußen

Abgesehen von geringerem Abfallaufkommen leistet Materialeinsparung noch einen weiteren bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz. Durch ihr geringeres Gewicht lassen sich bei Lagerung und Transport Einsparungen erzielen. Gleiches gilt für Transportverpackungen. Hier punktet Holz als nachwachsender Rohstoff mit einer guten CO2-Bilanz. Kunststoffpaletten wiederum sind leicht und ermöglichen eine höhere Netto-Ladekapazität beim Transport – das wirkt sich ebenfalls gut auf den CO2-Fußabdruck aus. Auch lassen sich die Kunststoffpaletten am Ende der Lebenszeit wieder recyceln und erneut als Paletten einsetzen.

Rohstoffe vor der Haustür

Eine weitere Stellschraube für die Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz von Verpackungen ist der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Mit Funktionsschichten versehen, sind Verpackungen auf Papierbasis auch für Lebensmittel optimal geeignet. Nach dem Gebrauch kann der Papierverbund problemlos in den Recyclingprozess gegeben werden. Dass der Konsument mit Papierverpackungen Umweltfreundlichkeit und einen hochwertigen natürlichen Inhalt verbindet, weiß auch Tee Gschwendner. Das schwäbische Unternehmen hat für seine Produkte ein Hochbarrierepapier von Sappi gewählt, das ganz ohne zusätzliche Spezialbeschichtungen und Laminierungen auskommt. Für Tee Gschwendner liefert das Barrierepapier noch einen zusätzlichen Vorteil, denn die Zusammensetzung des Funktionspapiers besteht aus 88 Prozent FSC-zertifiziertem Papier. Mit Zertifizierungen wie PEFC oder FSC kann sichergestellt werden, dass das Material in verantwortungsvoller Weise gewonnen und weiterverarbeitet wird.

Ein nachwachsender Rohstoff, den bis vor Kurzem noch kaum jemand auf der Rechnung hatte, wächst quasi vor der Tür: Gras. Ob zu 100 Prozent oder nur zu einem bestimmten Anteil, punkten Verpackungen aus diesem Material nicht nur damit, dass das Gras schnell nachwächst, sondern auch mit geringen Emissionen durch eine lokale Erzeugung. Breite Anwendung findet das Material bereits bei Versandgut zum Ausfüllen von Hohlräumen in Verpackungen. Daneben nutzen Unternehmen Graspapier bereits als Schalen für Obst oder Gemüse, als Eierkartons oder Müslipackungen und sogar bei der Verpackung für einen Lippenpflegestift. Auch der in die Kritik geratene Coffee-to-go-Becher kann als Graspapier-Variante seinen ökologischen Fußabdruck inzwischen verbessern.

Der Materialmix macht’s

Dass der Fokus auf einen bestimmten Rohstoff langfristig nicht nachhaltig sein kann, ist den Ausstellern der Fachpack offensichtlich bewusst. Mit Materialmixen und neuen Anwendungsmöglichkeiten ist die Branche ressourcenschonender geworden. Dazu tragen nicht nur die Hersteller der Packstoffe bei, sondern auch die Maschinenhersteller mit einer höheren Flexibilität beim Handling der unterschiedlichen Verpackungen. Damit steht den Kunden eine größere Auswahl für ihr individuelles und nachhaltiges Verpackungskonzept zur Verfügung.

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