Weltkarte mit verteilten Start-ups

(Bild: Startus Insights)

Digitalisierte Lebens­mittelverpackungen

Der Lebenszyklus eines Produkts beginnt in einer Fabrik und gelangt über das Lieferkettennetzwerk zum Endkunden. Aufgrund der Massenhandhabung von Produkten ist Massenware jedoch anfällig für Schäden oder Verluste. Darüber hinaus gibt es derzeit keinen geeigneten Mechanismus, um jede einzelne Einheit eines Produkts zu verfolgen, was zu Verlusten durch Beschädigung, minderwertiger Produktqualität und Diebstahl führt. Aus diesen Gründen entwickeln Start-ups einfach zu implementierende Sensortechnologien, die die Verfolgung eines Produkts in der gesamten Lieferkette ermöglichen.

Das deutsche Start-up Is It Fresh entwickelt gedruckte Sensoren für Anwendungen in verschiedenen Branchen. Das Start-up bietet insbesondere NFC-fähige Sensoren für Lebensmittelverpackungen an. Dadurch werden Aufzeichnungen über Produktdetails erstellt – einschließlich Lagertyp, Anforderungen für die Weiterverarbeitung und mehr. Die Sensor-Tags sind kundenspezifisch in die bestehenden Fertigungslinien eines Produkts integrierbar. Dadurch erhöht die Lösung die Transparenz in der Logistik und verbessert das Bestandsmanagement.

 

Verpackung reduziert Lebensmittelabfälle

Verderbliche Lebensmittel und andere verwandte Produkte werden unter Verwendung von Verpackungen mit modifizierter Atmosphäre (MAP) verpackt. Diese Art der Verpackung stabilisiert die Umgebung innerhalb der Verpackung und erhöht so die Haltbarkeit. Die Prüfung auf Schäden in einer MAP erfolgt üblicherweise durch eine Sichtprüfung auf Risse/Löcher. Es gibt jedoch keine standardisierte Methode, um die genaue Zusammensetzung der modifizierten Atmosphäre eines verpackten Produkts zu überwachen. Um dieses Problem zu beheben, entwickeln Start-ups Sensoren und chipbasierte Systeme, die den Inhalt von MAP effektiv überwachen.

Das irische Start-up Senoptica Technologies bietet eine sensorbasierte Produktverpackungslösung an. Der Sensor des Start-ups wird direkt auf die MAP-Deckelfolie gedruckt. Dieser Sensor erkennt den Sauerstoffgehalt in der Packung und ändert die Farbe während des Scannens. Diese Besonderheit ermöglicht es, fehlerhafte MAP-Komponenten zu identifizieren und den Qualitätskon­trollprozess zu stärken.

Verpackungen zur Überwachung der Haltbarkeit

Kunden erleben oft den schnellen Verderb von frisch gekauften Lebensmitteln, insbesondere von Milch oder verpacktem Obst. Die Prüfung auf Frische erfolgt meist manuell oder durch blindes Vertrauen in die Angaben auf den Etiketten. Der Verderb von Lebensmitteln ist jedoch durch die mikrobielle Kontamination direkt oder durch die Messung der von ihnen produzierten Nebenprodukte indirekt messbar. Aktuell arbeiten Start-ups daran, Sensoren in Lebensmittelverpackungslösungen einzusetzen und diese so smart zu machen. Beispielsweise ermöglichen es Smart Packs mit eingebetteten Sensoren Einzelpersonen, die Frische eines Lebensmittels zu messen und die Lebensmittelverschwendung damit auf beiden Seiten – im Einzelhandel und bei dem Endverbraucher – effektiv zu reduzieren.

Das britische Start-up Blakbear entwirft und entwickelt Sensoren, die die chemische Zusammensetzung in Verpackungen erfassen können, und setzt die Technologie aktiv in Lebensmittelverpackungen ein. Die in die Verpackungen eingebetteten Sensoren erfassen die chemischen Signale einer Verpackung und liefern Echtzeit-Updates zur Haltbarkeit des Produkts. Das patentierte Smart Label lässt sich einfach in jede Verpackung integrieren und ist in die Frische-API-Software von Blakbear integriert. Die drahtlose mikrobielle Frischeüberwachungslösung ermöglicht es Einzelhändlern und Kunden, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und Kosten zu sparen.

Echtzeitverfolgung versendeter Pakete

Paketdiebstahl ist ein großes Problem für die Logistik- und Einzelhandelsbranche, da unsachgemäße Sendungsverfolgungsmethoden Versandverluste erhöhen. Dieses Problem bringt mehrere Herausforderungen mit sich, die in der Lieferkette angegangen werden müssen. Beispielsweise führen manuelle Betriebsfehler zu Missmanagement in der Lieferkette und auf der letzten Meile sowie zu wiederkehrenden Verlusten. Aus diesem Grund arbeiten viele Start-ups daran, Lösungen für die Zustellung auf der letzten Meile und die Nachverfolgung von Vermögenswerten voranzutreiben.

Das US-Start-up Tracking Packing implementiert die Internet of Things (IoT)-Technologie in der Verpackungs- und Logistikbranche. Sein Smart-Package-Netzwerk verwandelt jede Schachtel, jeden Beutel oder Umschlag in eine intelligente Verpackung, indem es einen sogenannten Smartclip einbettet. Diese Lösung ermöglicht es einem Benutzer, das Innere und Äußere eines Pakets zu überwachen und ihn in Echtzeit zu benachrichtigen, während das Paket aufgenommen, abgelegt oder geöffnet wird. Darüber hinaus ermöglicht das Tracking-Packing-Netzwerk es auch Einzelpersonen, Artikel zu verfolgen, wodurch eine kontinuierliche Paketsicherheit ermöglicht wird.

Vernetzte Verpackungen für Winzer

Die Abfüllung von Wein ist ein heikler Schritt, da die Aufrechterhaltung von Qualität, Zusammensetzung und Oxidationsschutz erforderlich ist. Umso mehr, als der Wert des Weins mit zunehmendem Alter steigt. Daher ist es erforderlich, eine genaue und ordnungsgemäße Aufzeichnung der Abfüllung zu führen. Viele Weinhersteller halten sich jedoch nicht an diese strengen Vorschriften und/oder füllen Weine aus alten Flaschen nach, um sie an Kunden zu verkaufen. Dies verringert die Zuverlässigkeit, führt zu Geschmacksschwankungen und Vertrauensverlust bei den Kunden. Diesem Problem kann vorgebeugt werden wenn Weinflaschen digital getrackt werden, indem Sensoren direkt in den Flaschenverschluss eingebettet werden.

Das australische Start-up Cellr arbeitet an fälschungssicheren Track-and-trace-Lösungen für die Weinindustrie. Das Start-up bettet seine Konvertierungslösung in die Weinflaschendeckel ein. Diese Deckelkapsel zeichnet eine unveränderliche digitale „Geburtsurkunde“ auf und automatisiert die Erfassungsdaten in der Abfülllinie. Die proprietäre Technologie des Unternehmens verfügt über ein integriertes Hochfrequenzantennendesign und einen Chip, der einen binären Zustand für die Verfolgung manipulierter Beweise schafft und die Möglichkeit des Nachfüllens von Unbefugten ausschließt.

Startus Insights

Woher kommen diese Daten?

Startus Insights macht Informationen über Innovationen, aufstrebende Unternehmen und Technologien zugänglich. Die von Startus Insights entwickelte Discovery Platform umfasst über 2,5 Millionen globale Start-ups und Scale-ups – damit ist sie die weltweit größte Datenbank von aufstrebenden Unternehmen. Die Discovery Platform versorgt bereits über 500 Großunternehmen und Konzerne mit handlungsfähiger Innovation Intelligence, indem einfach und schnell neue Start-ups, Technologien und Industrietrends gescoutet werden können.

 

Mehr Informationen finden Sie unter
www.startus-insights.com

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