Grafik des Geschäftsklimaindex der Druck- und Medienbranche im März 2022

Durch den Ukrainekrieg und die steigendenden Energiepreise sowie Lieferengpässe bei Vorleistungsgütern rechnen Unternehmen mit steigenden Kosten und sogar Produktionsausfällen. (Bild: BVDM)

Im März bewerteten die vom Ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im Februar. Ihre Erwartungen für die Zukunft fielen jedoch wesentlich schwächer als im Vormonat aus. Viele Unternehmen aus der Branche rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Lieferengpässe bei Druckpapieren.

Nachdem der saisonbereinigte Geschäftslage-Index im Februar etwas gestiegen war, legte er auch im März mit 101,7 Punkten, also 1,7 % über dem Stand vom Februar, leicht zu. Damit blieb er zwar weiterhin unter seinem Vorkrisenniveau vom Februar 2020 aber notierte deutlich über seinem Vorjahresniveau.

Dies ist vor allem auf eine – saisonbereinigt – etwas bessere Produktionsentwicklung zurückzuführen, die sich zuletzt sowohl im Vormonats- als auch im Vorjahresvergleich leicht erholte. Hierbei dürfte vor allem das Abarbeiten vorhandener Aufträge eine entscheidende Rolle gespielt haben. Derzeit verhindern jedoch die anhaltende Druckpapier-Knappheit und weiterhin steigende Preise für grafische Papiere eine nennenswerte Zunahme des Auftragsbestandes.

Während sich die Auswirkungen des Ukrainekrieges derzeit noch nicht in der Lageeinschätzung der Befragten widerspiegeln, beeinträchtigen sie die für die nächsten sechs Monate erwartete Geschäftsentwicklung der Druck- und Medienunternehmen sichtlich. Der saisonbereinigte Index ist seit Ausbruch der Pandemie im Vorjahresvergleich nicht mehr so stark zurückgegangen wie jetzt. Viele Unternehmen befürchten derzeit weitreichende branchenübergreifende Produktionsausfälle sowie eine weitere Verschärfung der Lieferengpässe bei Vorleistungsgütern und rechnen infolgedessen mit stark steigenden Beschaffungskosten.

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