Mit der Technologie von Saperatec lassen sich flexible Verpackungen trennen und recyceln.

Mit der Technologie von Saperatec lassen sich flexible Verpackungen trennen und recyceln. (Bild: Saperatec)

Flexible Verpackungen sind wichtig. Sie halten Lebensmittel frisch, sparen große Mengen an Ressourcen ein und ermöglichen die Sicherheit des verpackten Produkts. Die Verpackungen bestehen oftmals aus sogenannten Aluminium-Verbundwerkstoffen – mit Schichten aus Polyethylen, Aluminium und PET. Diese werden mit zweikomponentigem Polyurethan-Kaschierklebstoff fest verbunden. Nach der Entsorgung können sie häufig nur noch thermisch genutzt werden. Um auch ein werkstoffliches Recycling zu ermöglichen, arbeitet die Klebstoffindustrie daran, Klebstoffe zu entwickeln, die die Recyclingprozesse unterstützen. Ein aktuelles Beispiel des Start-ups Saperatec zeigt, dass es gemeinsam funktionieren kann, wenn Entsorger und Klebstoffentwickler zusammenarbeiten.

Klebstoff trägt zur Kreislaufwirtschaft bei

Und so funktioniert das Verfahren: Zuerst wird das Material zerkleinert, um eine möglichst große Angriffsfläche für eine entwickelte Trennflüssigkeit zu schaffen. Im zweiten Prozessschritt wird das zerkleinerte Verbundmaterial mit ihr behandelt. Unter Rühren und Erwärmen vollzieht sich der Trennungsprozess und die Einzelfraktionen liegen in der Flüssigkeit vor. Der Clou: die Zusammensetzung der Trennflüssigkeit. Sie bahnt sich problemlos den Weg zwischen die einzelnen Schichten des Verbundmaterials, um diese zu trennen und wurde so formuliert, dass sie gleichermaßen Aluminiumfolien-Verbünde, metallbeschichtete Verbünde und Innenfolien aus Flüssigkeitskartonagen trennen kann – denn diese fallen im Hausmüll häufig als Gemisch an. Die Material-Stückchen werden anschließend abgesiebt und mit Waschwasser von Restanhaftungen gereinigt. Sowohl die Trennflüssigkeit als auch das Waschwasser kommen nach der Aufbereitung wieder zurück in den Kreislauf. Das gesäuberte Materialgemisch wird mittels „Schwimm-/Sink-Verfahren“ sortenrein getrennt. Getrocknet und nachbehandelt sind die einzelnen Materialien – sowohl das Aluminium als auch die Kunststoffe – bereit für den Kreislauf.

Vorteile der Recyclingtechnik

Durch die wiedergewonnenen Rohstoffe ermöglicht die Technologie eine optimierte Wertschöpfung bei vorteilhafter Ökobilanz. Zudem liegen die einzelnen Materialien in hoher Reinheit vor und können – ebenso wie die Trennflüssigkeit selbst – wiederverwendet werden.

Seit 2014 findet der Trennungsprozess in einer Pilotanlage statt. Die Inbetriebnahme der ersten kommerziellen Recycling-Anlage ist für Ende 2022 geplant. In ihr findet dann die gesamte Wertstoffkette statt: von der Abnahme des Abfalls über das Recycling bis hin zum Vertrieb des Rezyklats.

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Dr. Dennis Bankmann, Senior Manager Circular Economy bei Henkel (Bild: Henkel)

Klebststoffe für die Kreislaufwirtschaft auf dem Packaging Summit

Am 7. und 8. Juli 2021 findet der bereits 4. Packaging Summit statt, eine Veranstaltung der Redaktionen von neue verpackung und Werben & Verkaufen. Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein spannendes Programm für Sie zusammengestellt. Hier spricht auch Dr. Dennis Bankmann, Senior Manager Circular Economy bei Henkel, zum Thema „Klebstoffe in der Kreislaufwirtschaft: kleiner Anteil aber große Wirkung“. Weitere Referenten sind Vertreter von Raja Pack, Hello Fresh, David+Martin, Nestlé, Beiersdorf, Coca-Cola, Kao und viele mehr.

Alle Informationen zum Packaging Summit 2021, der auch in diesem Jahr wieder rein digital stattfindet, finden Sie unter www.packagingsummit.de.

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(Bild: Redaktion)

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