Winfried Mühling Generalmanager bei Pro Carton

Der Generalmanager Winfried Mühling ist seit Anfang November im Amt. (Bild: Pro Carton)

Im Rahmen der EWWR wurde festgestellt, dass „Zusammenarbeit der einzige Schlüssel“ ist, eine Kreislaufwirtschaft kann nicht isoliert aufgebaut werden. Alle Organisationen und alle Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette, bis hin zu Verbrauchern und Recyclern, müssen laut Mühling wohlüberlegt handeln, um die drohenden Gefahren des Klimawandels abzuwenden. Es ist besonders wichtig, vor Ort die Vorteile und den Nutzen der Umsetzung von Zero-Waste- und kreislaufwirtschaftlicher Aktivität erkennen zu können – eine Initiative, die Pro Carton gerne unterstützt.

Bedürfnisse von Verbrauchern im Blick

Die Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher nach nachhaltigen Verpackungen sei ausgeprägt vorhanden. In der jüngsten Verbraucherstudie von Pro Carton mit 7.000 Teilnehmenden, gaben 6 von 10 Personen an, dass die Auswirkungen von Verpackungen auf die Umwelt ihre Kaufentscheidungen beeinflussen. Darüber hinaus bevorzugten vier von fünf Befragten in einem Szenario, in dem dasselbe Produkt entweder mit einer Verpackung aus Kunststoff oder einer Verpackung aus Karton oder Pappe erhältlich war, das kartonbasierte Format. Nur einer von zehn Befragten würde das in Kunststoff verpackte Produkt bevorzugen. Die Karton- und Faltschachtel-Industrie beobachtet eine beständig steigende Nachfrage von Marken aus den verschiedensten Sektoren, die den wichtigen Wandel zu nachhaltigeren Verpackungsmaterialien umsetzen. Hier beschreiben wir welche Ansätze Handel und Hersteller verfolgen, um Verbraucher über die Nachhaltigkeit von Verpackungen am Point of Sale zu informieren.

Drei Grundprinzipien

Natürlich ist Abfallvermeidung in vielen Formen möglich, und es ist wichtig, daran zu denken, dass nicht alle Verpackungen zwangsläufig zu Abfall werden. Ähnlich wie Pro Carton fördert die EWWR drei Grundprinzipien – Reduzierung des Verbrauchs, Wiederverwendung von Produkten und Recycling von Abfall. Bei richtiger Verwendung erhöhen Verpackungen die Haltbarkeit von Produkten und schützen sie während des Transports, was Lebensmittelverschwendung reduziert. Welche Faktoren eine Verpackung noch nachhaltig machen, lesen Sie in unserem Grundlagen-Artikel.

In den Augen von Mühling sind Kartonverpackungen die nachhaltigste Verpackungsform. Sie würden aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt, deren Nutzung keine Erschöpfung der natürlichen Ressourcen der Erde zur Folge hätte. Die eingesetzten Papierfasern könnten 25-mal oder mehr recycelt werden. Tatsächlich würden aktuell europaweit fast 85 % aller Papier- und Kartonverpackungen recycelt – ein höherer Anteil als bei jedem anderen Verpackungsmaterial.

Die Messlatte höher legen

Obwohl diese Zahl ermutigend hoch sei, will Mühling im Einklang mit der EWWR Marken, Regierungen und Verbraucher dazu anhalten, noch mehr zu tun. In der bereits beschriebenen Umfrage gaben 58 % der Verbraucher an, dass sie jetzt mehr recyceln als noch vor einem Jahr. Zudem kauften mehr als die Hälfte laut eigenen Angaben inzwischen weniger plastikverpackte Produkte. Pro Carton möchte die Messlatte allerdings noch höher legen und strebt eine Recycling-Quote von 90 % bis 2030 an.

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