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Deutsche Hülsenindustrie: Lieferfähig auch in Krisenzeiten

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Am Anfang der Pandemie stellte die Logistik für die Rohmaterialien sowie die fertigen Produkte durch Grenzschließungen und Frachtraumverknappung eines der größten Hindernisse dar. Auch die Aufrechterhaltung oder Verlagerung der Produktion bei regional auftretenden Infektionsclustern sorgte für bisher nie gekannte Herausforderungen. Dennoch konnte nahezu überall die Produktion aufrechterhalten und noch dazu flexibel auf die extrem unterschiedliche Kundennachfrage reagiert werden. So stieg beispielsweise der Bedarf nach Hülsen für Verpackungspapiere und -folien deutlich. In anderen Branchen hingegen waren bedingt durch Schließungen erhebliche Rückgänge festzustellen.

Bereits während der akuten Phase sind branchenweit Maßnahmen getroffen worden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und den Schutz der Arbeitnehmer und Mitbürger bestmöglich zu gewährleisten. Mit umfangreichen Anpassungen des Produktionsalltags wurden unter anderem die von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie der BG ETEM empfohlenen Arbeitsschutzmaßnahmen umgesetzt. Die damit einhergehenden Produktivitätssenkungen und Kostensteigerungen sind notwendig und werden die Branche noch längere Zeit begleiten.

Im Zuge der Maßnahmen wurden beispielsweise Produktionsschichten getrennt und versetzte Arbeitszeiten der Belegschaft etabliert, um eine potentielle Ansteckungswahrscheinlichkeit zu verringern. Neben der regelmäßigen Desinfektion aller relevanter Bereiche, wurden Desinfektionspausen zwischen den Schichten eingeführt.

In den Bereichen, in denen ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Mitarbeitern prozess-/produktionsbedingt nicht eingehalten werden kann, wurde frühzeitig eine Maskenpflicht eingeführt, die teilweise auch auf die restlichen Betriebsabläufe, in denen der Mindestabstand gewährleistet werden kann, übertragen wurde.

Mit der Leitlinie „Unternehmen der KRITIS Ernährung (Ernährungsunternehmen)“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurden „Betriebe zur Herstellung von Verpackungen und Verpackungsmaterial für Erzeugnisse“ sowie „Zulieferbetriebe und Logistikdienstleister der vorgenannten Unternehmen“ als kritische und somit als systemrelevante Betriebe aufgeführt. Auch die Mitgliedsunternehmen der FHR sind zumeist Teil der Lieferkette der Ernährungswirtschaft und gelten somit als systemrelevant. Dieser Verantwortung ist man sich bewusst und wird weiterhin alles dafür tun um die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Insgesamt blickt die Branche angesichts der getroffenen Maßnahmen mit vorsichtiger Zuversicht in die Zukunft. Dennoch gibt es mehrere Faktoren, die Sorgen bereiten. So verteuert sich Altpapier als Rohstoff für den Hülsenkarton aktuell sprunghaft auf breiter Front. Auch die oben genannten notwendigen Maßnahmen sorgen anhaltend für erhebliche betriebliche Kostensteigerungen. Und nicht zuletzt birgt die wirtschaftliche Lage erhebliche Unsicherheiten für die Zukunft.

Über die Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße

Die Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße e.V., abgekürzt FHR, ist am 9. September 1949 in Frankfurt (Main) gegründet worden. Die FHR bezweckt die Wahrung und Förderung der gemeinsamen wirtschaftlichen, fachlichen und technischen Interessen des gesamten Faches der Hartpapierhülsen, -rohre, -dosen, -fässer, -becher sowie der Textilhülsenindustrie. Sie vertritt diese Interessen im Rahmen des allgemeinen wirtschaftlichen, fachlichen und technischen Aufgabenbereiches bei deutschen Behörden, Wirtschaftsorganisationen, Verwaltungsstellen sowie gegenüber ausländischen Fachorganisationen.

Über die Firma
Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße
Frankfurt
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