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Nachhaltigkeit

Deutsche Mehrweg-Konferenz: Kampf gegen den Müll

Auf der ersten Deutschen Mehrweg-Konferenz diskutierten Teilnehmer Wege zur Müllvermeidung.
Auf der ersten Deutschen Mehrweg-Konferenz diskutierten Teilnehmer Wege zur Müllvermeidung.

(Bild: Sascha Krautz / DUH)

An der virtuell durchgeführten ersten Ausgabe nahmen rund 200 Teilnehmer aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft teil. Vorgestellt wurden auf der Konferenz Mehrweglösungen für To-go-Essensboxen, Kaffeekapseln sowie Flaschen für Kosmetika und Desinfektionsmittel. Wie die DHU mitteilte, sind die Bundesregierung und Kommunen aufgefordert, die Verbreitung solcher Mehrweglösungen zu fördern. Zum Beispiel mithilfe verbindlicher Mehrwegquoten, einer finanziellen Besserstellung wiederverwendbarer Verpackungen, Mehrweggeboten für öffentliche Veranstaltungen sowie ein grünes Beschaffungswesen.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Florian Pronold beschrieb Mehrweg als das beste Mittel im Kampf gegen die Plastikflut. Mit Mehrwegverpackungen könne man die Abfallmenge sehr wirkungsvoll verringern. "In Deutschland sind wir schon ganz gut, im internationalen Vergleich haben wir hohe Mehrweganteile. Aber wir müssen noch besser werden. Ich möchte, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher sich überall für Mehrweg entscheiden können. Daher sollte jedes größere Lebensmittelgeschäft Getränke im Mehrwegsystem anbieten und Leergut zurücknehmen. Bei Mehrweggetränken brauchen wir auch mehr Einheits- und Poolflaschen statt einer weiteren Individualisierung", so Pronold. Die Mineralbrunnen und auch einige Brauereien seien bereits gute Beispiele. Neben Getränken brauche es mehr Mehrwegverpackungen im To-Go-Bereich und beim Versandhandel.

Die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz forderte, dass die Bundesregierung und Kommunen wiederverwendbare Verpackungen noch stärker fördern sollten, um Klimaschutzziele zu erreichen. "Wir brauchen endlich Mehrwegquoten, Behörden ohne Einwegplastik, Veranstaltungen mit Mehrweggebot und Abgaben auf Einweg", betonte Metz.

Als Beispiele für eine Kreislaufwirtschaft wurden auf der Konferzen das Pfandsystem Recup vorgestellt, erstmalig auf den Markt gebrachte Mehrwegflaschen für Kosmetika, Reinigungs- und Desinfektionsmittel des Unternehmens Sea Me sowie langlebige Mehrweg-Kaffeekapseln von Capseco.

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