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Kreislaufwirtschaft

Vulkanfiber soll Kunststoff in Getränkebechern ersetzen

Die Vulkanfiber wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Wuppertaler Traditionsunternehmen Sachsenröder entwickelt. Sie basiert vollständig auf den nachwachsenden Rohstoffen Baumwolllinters und Zellstoff.
Die Vulkanfiber wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Wuppertaler Traditionsunternehmen Sachsenröder entwickelt. Sie basiert vollständig auf den nachwachsenden Rohstoffen Baumwolllinters und Zellstoff.
(Bild: Sachsenröder)

„Mit einem Hersteller arbeiten wir aktuell an einer innovativen Entwicklung für flüssige Produkte, wobei unser Material Vulkanfiber Savutec nachhaltig gegen das Eindringen von Mikroorganismen sowie das Austreten der Flüssigkeit ausgerüstet wird“, erklärt Ahmed Rabhi, Leiter für Forschung und Entwicklung bei Sachsenröder. Hierfür kommt eine nachhaltige, biologisch abbaubare und lebensmittelverträgliche Beschichtung zum Einsatz, um eine undurchlässige Barriere aufzubauen. „Diese Schutzschicht verleiht der Vulkanfiber alle notwendigen funktionalen Eigenschaften, um die hohen Sicherheitsansprüche der Lebensmittelstandards zu erfüllen.“

Die Vulkanfiber wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts von Wuppertaler Traditionsunternehmen Sachsenröder entwickelt. Sie basiert vollständig auf den nachwachsenden Rohstoffen Baumwolllinters und Zellstoff. Durch spezielle Verfahren entsteht aus beiden Rohstoffen ein leichtes, widerstandsfähiges und vielfältig bearbeitbares Material, das zudem im heimischen Kompost ohne gefährliche Rückstände wie Mikroplastik vollständig verrottet.

Erst die Entwicklung von Kunststoffen hat die damalige Erfolgsgeschichte der Vulkanfiber – dieser wurde für Koffer, Lampenschirme und in der Möbelproduktion verwendet – ausgebremst. Heute könnte sie das globale Plastikmüllproblem beseitigen und die endliche Ressource Erdöl schonen. „Die Verpackungsbranche hat ein originäres Interesse an der Entwicklung von umweltfreundlichen Alternativen zu den herkömmlichen, aus Erdöl hergestellten Plastikverpackungen, um Abfallplastik, Umweltschäden, Wegwerf-Plastikprodukte und Ressourcenverschwendung zu reduzieren“, erläutert Rabhi.

Vulkanfiber – Zahlreiche Vorteile für viele Branchen

Die Vulkanfiber bietet als Grundlage für Verpackungen noch weitere Vorteile, die über ökologische Aspekte hinausgehen. Da das Hinzufügen von Kunststoffen oder Aluminium nicht nötig ist, können Materialverbrauch und Kosten gesenkt werden. Zudem ist das Material trotz seines geringen Gewichts äußerst robust und bietet einen hohen Schutz des verpackten Produkts. Es ist zudem gegenüber Ölen, verdünnten Säuren und Laugen resistent. „Grundsätzlich bietet Vulkanfiber Savutec wegen der umfangreichen Materialeigenschaften eine gleichwertige Alternative für alle Bereiche der Lebensmittelverpackungen“, sagt Rabhi. „Zudem lassen sich optisch äußerst ansprechende Produkte entwickeln.“

Die Vielfältigkeit des Materials sorgt zudem dafür, dass die Vulkanfiber auch bereits erfolgreich für andere Anwendungen wie etwa im Bereich Automotive, der Forstwirtschaft, in der Medizin und beispielsweise als Schleifscheiben zum Einsatz kommt. In diesem Kontext steht Sachsenröder interessierten Unternehmen nicht nur als Lieferant, sondern auch als Entwicklungspartner für innovative Lösungen zur Seite.

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