Wood Pallets for Europe

Holzpalettenbranche bündelt Interessen in Brüssel

Mit „Wood Pallets for Europe“ haben Unternehmen und Verbände der Holzpalettenbranche eine neue europäische Allianz gegründet. Sie will gegenüber EU-Institutionen mit einer gemeinsamen Stimme auftreten – insbesondere bei Regelungen zu Kreislaufwirtschaft, Wiederverwendung und Verpackungen.

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Deutschland zählt zu den größten Palettenproduzenten Europas.

Mehrere Unternehmen und Verbände der europäischen Holzpalettenbranche haben die Allianz „Wood Pallets for Europe“ gegründet. Die neue Interessenvertretung hat ihren Sitz in Brüssel und soll die Positionen der Branche gegenüber EU-Institutionen und politischen Entscheidungsträgern bündeln. (

Zu den Gründungsmitgliedern gehören die CJ Sheeran Group, Euroblock Verpackungsholz, Foresco und die PGS Group sowie die European Pallet Association (EPAL) und Woodpack Global. Nach Angaben der Allianz produzieren, reparieren und managen die beteiligten Organisationen einen bedeutenden Anteil der in Europa eingesetzten Holzpaletten. Den Vorsitz übernimmt Jan Ponnet, CEO des belgischen Palettenanbieters Foresco.

Fokus auf europäische Verpackungsgesetzgebung

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Allianz liegt auf der europäischen Gesetzgebung zur Kreislaufwirtschaft. Wood Pallets for Europe will nach eigenen Angaben mit einer datenbasierten Interessenvertretung dafür sorgen, dass bei neuen Vorschriften die spezifischen Eigenschaften von Holz und die bereits bestehenden Kreislaufsysteme für Paletten berücksichtigt werden.

Dabei verweist die Organisation auf die etablierten Strukturen zur Wiederverwendung, Reparatur und Aufarbeitung von Holzpaletten. Am Ende der Nutzungsdauer kann das Material zudem für Sekundärprodukte eingesetzt werden. Die Allianz will diese Kreisläufe stärker in die politische Diskussion auf EU-Ebene einbringen.

Die politische Arbeit hat offenbar bereits vor der offiziellen Gründung begonnen. Nach Angaben von Reusable Packaging News trafen Vertreter der Initiative im Juli mit Umweltreferenten Belgiens und Italiens zusammen. Gegenstand der Gespräche waren demnach unter anderem die Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung PPWR sowie der geplante Circular Economy Act.

Gerade die Umsetzung der PPWR ist für die Palettenbranche relevant, da die Verordnung unter anderem Vorgaben zu Wiederverwendung, Verpackungsformaten, Recyclingfähigkeit und Dokumentation enthält. Wood Pallets for Europe will sich dafür einsetzen, dass bestehende Pooling-, Reparatur- und Mehrwegsysteme bei der weiteren Ausgestaltung europäischer Vorschriften berücksichtigt werden.

„Europa verfügt bei Holzpaletten bereits über eine bewährte Erfolgsgeschichte der Kreislaufwirtschaft“, erklärt der Vorsitzende Jan Ponnet. Die Branche wolle ihre Erfahrungen einbringen, damit künftige Regelungen sowohl die Eigenschaften des Werkstoffs Holz als auch die bestehenden Kreislaufsysteme berücksichtigen.