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Unter dem Motto "Brand Protection im Druck" fand am 29. und 30. November 2007 ein Schneidersöhne Forum im Kundenzentrum Radebeul von KBA statt. Rund 50 Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz informierten sich im Rahmen von Fachvorträgen und Präsentationen über das Thema Markenschutz, das aufgrund immer perfekterer Fälschungen nicht nur bei Luxusgütern und Arzneimitteln zunehmend an Bedeutung gewinnt. Innerhalb eines Jahres war KBA bereits das zweite Mal Gastgeber der Vortragsreihe von Schneidersöhne. Mit Decodierlinsen wird in der Verpackung ein verdecktes Bild erkennbar (2-3)  Ausgehend vom Einfluss von Produktfälschungen auf Wirtschaft und Menschen wurden von den Referenten die Möglichkeiten für einen umfassenden Markenschutz beim Bedruckstoff, den eingesetzten Farb- und Lacksystemen bis hin zum Druck selbst dargestellt und anhand von Praxisbeispielen und -demonstrationen erläutert. Mit Sicherheitsmerkmalen in der Papierherstellung beschäftigte sich Christoph Weinert, Leiter des Technischen Qualitätsmanagements von Schneidersöhne. Er erläuterte, dass jede Papiermaschine ihren "Fingerprint" hinterlässt und sich mit großer Wahrscheinlichkeit ermitteln lasse, auf welcher Papiermaschine ein Bedruckstoff produziert wurde. Bei der Produktion von gestrichenen Papieren und Karton in Consumer-Qualitäten gibt es kaum Möglichkeiten zum Schutz vor Fälschungsangriffen. Es bleiben Wasserzeichen als eines der ältesten Sicherheitsmerkmale überhaupt, fluoreszierende Melierfasern, Iriodin-Farbstreifen, Sicherheitsfäden oder Hologramme sowie Prägungen.   Jutta Birkenhauer von Curtis Fine Papers stellte ein Konzept für Ausstattungspapiere vor, das Prestige und Sicherheit vereint. Durch die Nummerierung wird jeder A4-Bogen des Papiers Veritas zu einem Unikat. Neben der Nummer enthalten die Papiere weitere Sicherheitsmerkmale wie Hologrammstreifen, unsichtbare Sicherheitsstreifen, Wasserzeichenlinien oder Hologrammsiegel.    

Dr. Hans Peter Seyer von der Flint Group sprach über Druckfarbensysteme, die Fälschungssicherheit bieten. Beispiele für offene Technologien sind neben den bereits genannten Sicherheitsmerkmalen goniochromatische Farben oder Kombinationen aus speziellen Farben und Messsystemen. Da diese ohne Hilfsmittel erkennbar sind, können sie in der Regel auch gefälscht werden. Verdeckte Technologien wie z.B. Mikrobuchstaben in einem Hologramm, fluoreszierende Fasern, thermochromatische Farben oder Markierungen (Markierungsfarben, magnetische oder Lasersignaturen) sind dagegen nur von erfahrenen Fälschern kopierbar. Sie sind nicht offensichtlich und können nur von ausgebildetem Personal erkannt werden. Bei Hightech-Lösungen erkennt dagegen der Fälscher die entsprechenden Schutzmechanismen nicht. Dazu zählte Dr. Seyer Nano-Markierungen, DNA-Kennzeichnungen, RFID, Röntgen- oder Infrarot-Fluoreszenzmarkierungen. Zum Lesen dieser Kennzeichnungen sind technische Geräte erforderlich.   Eine dieser Hightech-Lösungen stellte Günter Garvs von Code-n-Key Solutions vor. Bei der Code-n-Key Technologie wird ein Image als Hidden File zwischen den Rasterpunkten der Druckvorlage platziert, das mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Die Entschlüsselung dieses Bildes erfolgt über einen frequenzabgestimmten Decoder. Erst dieser macht das verdeckte Bild sichtbar. Besonders geeignet für diese Hidden Files sind Strichzeichnungen, Texte und Logos.     

Interessiert verfolgen die Fachleute die von Jürgen Veil moderierte Produktion einer Verpackung mit diversen Sicherheitsmerkmalen auf einer KBA Rapida 142 Sechsfarbenmaschine mit Lackturm (1)  Als Praxisanwender sprachen Steffen Schnitzer, Vorstand Vertrieb und Marketing von CD Cartondruck und Karl-Reiner Müller von der COPACO Gesellschaft für Verpackungen über ihre Praxiserfahrungen bei der Verwendung von Sicherheitsmerkmalen im Druckmotiv, in der Veredelung und in der Konstruktion und Ausstattung von Verpackungen. Beispiele für letztere sind z.B. Sicherheitsverschlüsse (signalisieren dem Verbraucher eine Erstöffnungsgarantie) und -streifen, Codierungen (u. a. Data-Matrix) oder RFID-Systeme.   Jürgen Veil, Leiter Marketing Bogenoffset bei KBA, stellte eine hohe Zahl an traditionellen Sicherheitsmerkmalen hinsichtlich Layouteinfluss, Technik, Kosten und Integrationsaufwand im Workflow gegenüber. Als weitere Möglichkeit zum Schutz von Verpackungen dienen Verfahren wie z.B. CDP (Copy Detection Pattern), M- und IR-Feature, spezielle Pigmente in der Druckfarbe oder Irisdruck.   Als Abschluss der beiden Veranstaltungstage wurde auf einer Sechsfarben-Rapida 142 mit Lackausstattung der Druck einer hochwertigen Verpackung mit mehreren Sicherheitsmerkmalen demonstriert. Mit Decodierlinsen und Schwarzlicht-Lampen ausgestattet, konnten die Fachleute gezielt auf die Suche nach den eingefügten Sicherheitsmerkmalen gehen. 

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