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Greenpeace warnte nämlich eindringlich vor dem Gebrauch von Schneespray aus der Dose. Abgesehen davon, dass wirklich niemand künstliche Schneeflocken braucht, enthält das Spray nach Greenpeace-Untersuchungen krebserzeugende Substanzen in hohen Konzentrationen.
Auch der schon bekannte alljährliche Hinweis auf leberschädi-
gendes Cumarin in Zimtsternen machte erneut die Runde, und selbstverständlich durften die Warnungen vor zu viel Zucker und Fett durch den Verzehr von Plätzchen und üppigem Essen in der Weihnachtszeit auch in diesem Jahr nicht fehlen.
Keine Frage, dass sich normale winterliche Wetterverhältnisse mit ein bisschen Schnee in den Medien schnell zu einer Schnee-
katastrophe mit anrollender Kaltfront aus Russland auswuchsen.
Und auch die kindliche Freude an Adventskalendern wurde getrübt. Stiftung Warentest warnte vor Mineralöl-
rückständen in den Schokoladentäfelchen, die hinter bunten Türchen darauf warteten, vernascht zu werden. Der Absatz von mit Schokolade befüllten Adventskalendern brach daraufhin drastisch ein. Später musste Stiftung Warentest zwar etwas zurückrudern. Es bestehe „kein akutes Gesundheitsrisiko", außerdem gibt es gar keinen Grenzwert für Ölrückstände, aber der Verbraucher hatte erst mal genug von Adventskalendern.
Keine Frage: Es gehören keine Mineralölrückstände in Advents-
kalender oder Verpackungen. Bekanntlich kann das Problem ja nicht nur bei Adventskalendern, sondern auch bei anderen Verpackungen auftreten, die in direktem Kontakt mit Lebensmitteln stehen, da Druckfarben aus Recyclingfasern oder aus der Bedruckung der Verpackung migrieren können.
Aber die Verpackungsindustrie bietet Lösungen, dieses zu verhindern (siehe auch neue verpackung 9/2012: „Farb-
migration in Lebensmittelverpackungen: Allzu bunte Küche"): Barrierebeschichtungen, Bag-in-Box-Lösungen, alternative Druckfarben, verfahrenssichere Trocknungssysteme nach der Bedruckung, die richtige Auswahl des Zellstoffs... Je nach Einsatzgebiet kann die Lebensmittelindustrie die adäquate Lösung auswählen.
Wenn ich allerdings an die drängenden Umweltprobleme ganz anderer Dimension denke, wie beispielsweise an die drohende Klimakatas-trophe, die unsere Politiker weltweit nicht davon abhielt, auf dem Klimagipfel in Doha nichts als heiße Luft zu produzieren, frage ich mich nach der Verhältnismäßigkeit all dieser Warnhinweise, die uns in den letzten Wochen ereilten. Der Ausstoß von Treib-hausgasen vor allem aus Verkehr und Kraftwerken hat zuletzt nicht etwa ab-, sondern um drei bis vier Prozent jährlich zugenommen. Während die Erderwärmung weiter fortschreitet, regen wir uns über die eventuelle Gesundheits-
gefährdung durch den Verzehr von 24 kleinen Schokoladen-
täfelchen à 10 Gramm im Adventskalender auf.
Die Möglichkeiten der Veredelung von Verpackungen - ohne Migration von Farben und Komponenten in das Lebensmittel - wird auch breiten Raum auf der Pro Sweets einnehmen, die vom 27. bis 30. Januar 2013 - parallel zur Süßwarenmesse - in Köln stattfindet. Informieren Sie sich vorab über die Neuheiten der Aussteller in unserem Vorbericht ab Seite 46 in dieser Ausgabe.
Wir wünschen Ihnen einen guten Start in das neue Jahr 2013 und freuen uns, Sie über alles Berichtenswerte aus der Verpackungswelt auf dem Laufenden zu halten.

Ihre Meinung: eva.middendorf@huethig.de

 

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