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Untersuchungen des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik haben ergeben, dass bestimmte Holzarten antibakteriell wirken. Dies teilte der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. mit. Sie sind damit auch für Lagerung und Versand von Lebenmitteln geeignet.

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„Holzpackmittel sind echte Allround-Talente. Sie eignen sich aufgrund ihrer bei bestimmten Holzarten nachweislich antibakteriellen Wirkung nicht nur für den Transport von ‚normalen‘ Gütern, sondern auch für den Versand von Lebensmitteln jeder Art und Güte. Dass Packmittel aus Kunststoff ein Allheilmittel gegen Bakterien, Viren und Pilze darstellen, gehört hingegen in die Welt der Märchen“, sagt Siegfried von Lauvenbergder, Geschäftsführer des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V.

(Foto: HPE)

(Foto: HPE)

Weit verbreitet sei die falsche Auffassung, dass Kunststoffoberflächen hygienischer sind, als Oberflächen aus natürlichem Holz. Wie der HPE mitteilte, wirken laut Untersuchungen des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik bestimmte Holzarten antibakteriell. Getestet wurden gängige Holzpaletten, wie sie tagtäglich für den nationalen und internationalen Güterversand eingesetzt werden. „Man fand heraus, dass in den Holzarten Kiefer, Fichte, Ahorn und Buche Gerbsäuren enthalten sind, die keimabtötend wirken. Die beste Wirkung zeigte sich dabei beim Holz der Kiefer, einer Holzart, die neben den anderen genannten Arten eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Holzpackmitteln spielt“, so von Lauvenberg.

Vorteil: Holz trocknet von selbst

Wer einmal beobachtet habe, wie lange eine Wasserlache braucht, um von einer wasserundurchlässigen Oberfläche wie Kunststoff oder Metall zu verdunsten, könne sich vorstellen, dass beim Trocknen zur Vermeidung der Keimbildung nachgeholfen werden muss, so der HPE. Anders hingegen wirke das atmungsaktive Naturmaterial Holz: Es ist „hygroskopisch“, also in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und auch wieder an die Umgebung abzugeben. „Hat es also zum Beispiel einmal auf eine Holzpalette geregnet oder ist Flüssigkeit zum Beispiel von Obst oder Gemüse auf das Holz gelaufen, stellt das Material bei trockener Lagerung beziehungsweise gutem Wetter per kühlender Verdunstung wieder einen trockenen Zustand her. Dies verhindert zusammen mit den vorhandenen Gerbsäuren die Keimbildung höchst wirkungsvoll“, beschreibt der HPE-Geschäftsführer das Prinzip.

Holzpackmittel seien so auch für die Lagerung und den Versand von empfindlichen Transportgütern wie Lebensmitteln hervorragend geeignet und müssten sich hinter keinem anderen auf dem Markt befindlichen Produkt verstecken, so von Lauvenberg.

(mns)