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Um Karton beim Verpackungsdruck einzusparen, hat die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) eine neue Softwareversion des Farbmesssystems Prinect Image Control entworfen. Mithilfe der Software könne in vielen Fällen auf einen konventionellen Druckkontrollstreifen an der Bogenkante verzichtet werden, so Heidelberg. Und das spart Geld.

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Das neue Farbmesssystem Prinect Image Control erreicht eine hohe Materialeinsparung durch Messen und Regeln ohne Druckkontrollstreifen. Die Anordnung von Farbkontrollelementen erfolgt zwischen den einzelnen Nutzen oder auf Klebelaschen. (Foto: Heidelberger Druckmaschinen)

Das neue Farbmesssystem Prinect Image Control erreicht eine hohe Materialeinsparung durch Messen und Regeln ohne Druckkontrollstreifen. Die Anordnung von Farbkontrollelementen erfolgt zwischen den einzelnen Nutzen oder auf Klebelaschen. (Foto: Heidelberger Druckmaschinen)

Heidelberg rechnet vor: Allein durch den Wegfall von 4 mm Karton, könnten je nach Auftragsvolumen zwischen 20.000 und 40.000 Euro pro Jahr eingespart werden.

Viele Layouts im Verpackungsdruck erlauben die Anordnung von Farbkontrollelementen zwischen den einzelnen Nutzen oder auf Klebelaschen. Diese Elemente nutzt Prinect Image Control, zusammen mit den Volltonflächen in den Nutzen, zur Farbregelung der Druckmaschine. Position, Größe und Farbe werden der CIP4-PPF-Datei entnommen. Sobald der Auftrag geladen ist, liegen die notwendigen Informationen vor. Manuelles Zuordnen durch den Drucker entfällt. Die Regelung der Farben basiert auf allen Volltonflächen im Druckbild. Damit könne oft auf einen herkömmlichen Druckkontrollstreifen verzichtet werden, so Heidelberg. Zusätzlich werde eine Gleichmäßigkeit in der Farbführung erreicht, die über ausschließliche Nutzung eines Druckkontrollstreifens nicht möglich sei.

Proof Match für mehr Gleichmäßigkeit

Neben der Ersparnis von Karton durch den Wegfall eines konventionellen Druckkontrollstreifens ermöglicht die Option „Proof Match“ Gleichmäßigkeit im Nutzen-Druck. Neu ist laut Heidelberg auch die Möglichkeit, jetzt Digitalproofs als Mustervorlage einzumessen und mit den Farbinformationen die Druckmaschine einzustellen.

Die Funktion „Proof Match“ erkennt identische Nutzen vollautomatisch auf dem Druckbogen, zeigt diese auf dem Monitor an und vergleicht die Färbung des Druckbogens mit der gewünschten Färbung im Muster. Danach werden die entsprechenden Einstellempfehlungen für die Farbzonen der Druckmaschine berechnet. Damit wird sichergestellt, dass alle Nutzen farblich übereinstimmen. Das funktioniert auch mit Nutzen aus einem frisch gedruckten Bogen. Dazu bestimmt der Drucker den Nutzen, dessen Färbung auf alle anderen angewendet werden soll, den Rest erledigt Prinect Image Control automatisch. Diese Funktion ist vielen Druckern bereits von der ersten Generation Prinect Image Control bekannt. Neu ist, dass jetzt erstmals digitale Proofs, beispielsweise von einem Tintenstrahldrucker, als Muster verwendet werden können.

Prinect Image Control kann an bis zu vier Druckmaschinen angeschlossen werden. Der Anschluss ist an alle Speedmaster-Druckmaschinen der Baureihen 52, 74, 75, 102 und 106 möglich. Die neue Software kann an allen Prinect-Image-Control-Systemen der IPEX-Generation 2010 nachgerüstet werden. 

(mns)

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Heidelberger Druckmaschinen AG Print Media Academy

Kurfürstenanlage 52-60
69115 Heidelberg
Deutschland

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