Prof. Dieter Berndt ist tot. Wie seine Familie mitteilte, ist er am 27. Dezember 2013 seinem Krebsleiden erlegen. Der studierte Maschinenbauer sammelte erste Berufserfahrungen als Konstrukteur für Verpackungsmaschinen bei Beiersdorf in Hamburg und führte anschließend eine Planungsgruppe für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenwerke des Unternehmens Savyon/Frukogold einschließlich der Bauleitung in Ghana/Westafrika. Ehe er für 31 Jahre als Hochschullehrer und Professor für den eigens aufgebauten Studiengang Verpackungstechnik an der Technischen Fachhochschule Berlin verantwortlich zeigte, war er für fünf Jahre in leitender Funktion für die Bosch Verpackungsmaschinen GmbH tätig.

Berndt war ein Vorreiter: Den Studiengang der Verpackungstechnik gestaltete er praxisnah und knüpfte Kontakte in die Wirtschaft, um den Studierenden frühestmöglich Einblicke in ihr künftiges Berufsumfeld zu geben, das er als äußerst bedeutend ansah. „Verpackungsingenieure entwickeln keine Verpackungen, sondern gewinnen Konsumenten“, lautete eine seiner vielen Botschaften an die auszubildenden Ingenieure, aber eben auch die Konsumgüterindustrie. Auch die Gründung der Verpackungsberatung Berndt & Partner GmbH, Packaging Consultans in Berlin, im Jahre 1992 war diesem Umstand geschuldet. Dem Praktiker in der Hochschule war es nicht entgangen, dass es im Umfeld der Verpackung viele Potentiale zu heben galt. Seine Leistungen im Einzelnen zu würdigen, sprengt den Rahmen. Der Preisträger des „European Packaging Awards“ der European Packaging Federation und des „B.A.U.M.-Umweltpreises“ der Deutschen Wirtschaft war in vielen Bereichen aktiv: als Geschäftsführer beim dvi (Deutsche Verpackungsinstitut) und bdvi (Bund Deutscher Verpackungsingenieure e.V.) sowie als Mitbegründer des Deutschen Verpackungsmuseums in Heidelberg und Initiator des Deutschen Verpackungswettbewerbes oder als Dozent und Redner. Wir, die Mitarbeiter des Fachmagazins neue verpackung, verneigen uns vor seinem Lebenswerk. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates unserer Zeitschrift hat er ebenso Spuren hinterlassen wie mit der „Arbeitsmappe für den Verpackungspraktiker“, die im Hüthig Verlag herausgegeben wurde. (mar)