Nachhaltigkeit

Strip-Pouch von Mondi und Werner & Mertz: Recyclingfähigkeit bestätigt

Mondi und Werner & Mertz setzen gemeinsame Arbeit an vollständig recycelbarem preisgekrönten StripPouch fort.
(Bild: Mondi, PR135)

Das Ergebnis dieser Bemühungen erhielt den Namen Strip-Pouch und wurde kürzlich von zwei unabhängigen Instituten als zu 100 Prozent recyclingfähig ausgewiesen. Darüber hinaus wurde es bereits mit mehreren Industriepreisen belohnt. Die kommerzielle Premiere feiert der Strip-Pouch voraussichtlich bis Ende dieses Jahres im Einsatz mit den flüssigen Waschmitteln der Werner & Mertz Marke Frosch.

„Werner & Mertz traten mit der Herausforderung an uns heran, eine vollständig recycelbare Verpackungslösung zu entwickeln. Wir haben diese mit Freude angenommen und mithilfe unseres Ecosolutions-Ansatzes nicht nur gemeistert, sondern wurden auch für unsere Bemühungen ausgezeichnet. Nun können durch die Übertragung der im Rahmen der Entwicklung des Strip-Pouch gewonnenen Erkenntnisse auch andere von Mondis Ansatz profitieren, schon bei der Entwicklung bewusst nachhaltig zu denken,“ erklärt Jens Kösters, Leiter der technischen Abteilung bei Mondi Consumer Goods Packaging.

Die beiden unabhängigen Institute, die den Beutel als zu 100% recycelbar zertifiziert haben, sind:
Das Institut Cyclos-HTP (Institut für Recyclingfähigkeit und Produktverantwortung) und der in Köln ansässige Umweltdienstleister Interseroh. Der Strip-Pouch gilt als „vollständig optimiertes nachhaltiges Design“.

Anerkennung in der gesamten Sparte

Der Strip-Pouch wurde zusätzlich mit den folgenden Preisen ausgezeichnet:
•    Das österreichische Magazin Kompack würdigte den StripPouch mit seinem Kompack Green Packaging Star Award.
•    Das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. (DVI) wies den Beutel in der Kategorie Nachhaltigkeit im diesjährigen Award als Gewinner aus.
•    Dow ehrte den Strip-Pouch darüber hinaus als Diamond Finalist sowie mit einer einzigartigen lobenden Erwähnung der Zusammenarbeit (‚Collaboration Honorable Mention‘) mit seinem 2019 Packaging Innovation Award.

Mondi hat sich zum Ziel gesetzt, schon im Rahmen der Entwicklung bewusst nachhaltig zu denken und arbeitet nach dem Motto: „Wann immer möglich aus Papier, wo sinnvoll aus Kunststoff.“ Auf Grundlage dieser Zielsetzung wurde Ecosolutions – ein kundenorientierter Ansatz für die Zusammenarbeit mit Kunden zugunsten der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele – eingeführt. Dieser Ansatz ermöglicht Mondis Partnern die Erfüllung ihrer Versprechungen mithilfe von drei Handlungen: Ersetzen, Reduzieren und Recyceln.
Das Projekt Strip-Pouch und die Zusammenarbeit mit Werner & Mertz sind ein Beispiel für eine Entwicklung, die spezifisch für das Recycling entwickelt wurde. Das DVI äußert sich dazu wie folgt: „Dieser Beutel zeigt auf ganz beeindruckende Weise, was bereits heute mit einem durchgängig auf Recycling ausgerichteten Designansatz erreicht werden kann.“

Mondi beauftragte Quantis, einen Anbieter von Nachhaltigkeitsdienstleistungen, mit der Durchführung einer vergleichenden Lebenszyklusanalyse (LZA) des Strip-Pouches mit einem Fassungsvermögen von zwei Litern. Quantis schlussfolgerte, dass der Strip-Pouch im Vergleich zu einem Standbodenbeutel aus PET/PE oder einer steifen Flasche aus HDPE im Hinblick auf den CO₂-Fußabdruck die beste Lösung ist. Verglichen mit einer HDPE-Flasche können bis zu 70 Prozent der CO₂-Emissionen eingespart werden. Das vollständige Recyclingpotenzial ermöglicht dabei gegenüber dem PET/PE-Beutel für eine noch stärkere Verringerung seiner CO₂-Emissionen.

Quantis untersuchte das Treibhauspotenzial (GWP, ausgedrückt in kg CO₂eq), das die Auswirkungen auf den Klimawandel infolge der Emissionen von Treibhausgasen auswertet. Der Wert des StripPouches liegt bei 61 kg CO₂eq. Die Vergleichswerte belaufen sich bei einem PET/PE-Beutel auf 105 kg CO₂eq und einer steifen HDPE-Flasche auf 197 kg CO₂eq. Die Nachforschungen von Quantis ergaben weiterhin, dass seine Herstellung etwa 80 Prozent des Wassers, das zur Herstellung eines vergleichbaren Beutels aus PET/PE erforderlich wäre, und nur 40 Prozent des Wassers, das zur Herstellung einer steifen HDPE-Flasche erforderlich wäre, benötigt.

Immo Sander und Thomas Kahl bei ihrem Vortrag auf dem Packaging Summit in München.

(Bild: Martin Kroll)

Der Strip-Pouch auf dem Packaging Summit

Bereits im April 2019 sprachen Immo Sander, Leiter Verpackungsentwicklung Werner & Mertz, und Thomas Kahl, Project Manager Ecosolutions bei Mondi Consumer Packaging, auf dem 2. Packaging Summit über ihre gemeinsame Entwicklungsarbeit.
Mehr Informationen zur Veranstaltung vom Verlag Werben & Verkaufen, die im Juli 2020 in die dritte Runde geht, finden Sie unter www.packagingsummit.de.

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Mondi
Wien
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