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Nachhaltigkeit

Ökobarriere-Karton bietet Alternative zu Kunststoff

Laut einer Studie von Sense N Insight bevorzugen Verbraucher nachhaltige Verpackungen – und sind sogar bereit, mehr dafür zu bezahlen.
(Bild: Metsä Board)

Zusätzlich wurde Mitte dieses Jahres die Richtlinie für Einwegkunststoffprodukte ins Leben gerufen, die die zehn Wegwerfprodukte, die am häufigsten an europäischen Stränden zu finden sind, aus Handel und Gastronomie verbannen beziehungsweise drastisch reduzieren soll. Dazu zählen Lebensmittelverpackungen, Getränkebecher und -deckel, Einweggeschirr und -besteck.

Zwei Jahre haben die EU-Mitgliedsstaaten noch Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Die neuesten rechtlichen Anpassungen spiegeln die Ansichten in der Gesellschaft wider: Laut dem Euromonitor International’s Global Consumer Trends Survey versuchen 68 Prozent der 40- bis 70-Jährigen in Europa, in ihrem täglichen Handeln einen negativen Einfluss auf die Umwelt zu vermeiden. Und 60 Prozent der 25- bis 40-Jährigen haben das Gefühl, dass sie durch ihre Entscheidungen und Handlungen einen Unterschied in der Welt machen können.

Recycelfähiges Leichtgewicht

Frischfaserkarton gilt per se als äußerst nachhaltiges Verpackungsmaterial, da es aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Bei dem finnischen Frischfaserkartonhersteller Metsä Board stammen diese aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und erzielen so eine besonders gute Ökobilanz. Nach der Nutzung lässt sich Frischfaserkarton je nach kommunalem Recyclingangebot mit hoher Ökoeffizienz wiederverwerten, verringert das Abfallaufkommen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt ist das Verpackungsgewicht: Mit leichtgewichtigen Kartonqualitäten von Metsä Board beispielsweise können Verpackungsgewichte insgesamt um zehn bis 30 Prozent reduziert werden. Dies wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette von der Fabrik über den Handel bis hin zum Verbraucher aus. Bereits bei der Produktion spart der geringere Holzbedarf Rohstoffe, Energie und Wasser. Ein niedrigeres Transportgewicht verringert Emissionen und bei Entsorgung und Recycling kann es die Belastungen senken, sodass leichtgewichtige Kartonqualitäten insgesamt den CO2-Fußabdruck verbessern können.

Metsä Board optimiert nicht nur die Leichtgewichtigkeit seiner Qualitäten kontinuierlich, sondern ermöglicht dabei auch die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Materials. Gerade hat das finnische Unternehmen sein gesamtes Faltschachtelsortiment erneuert. Mit verbessertem, ergiebigerem Zellstoff entstehen leistungsfähigere Kartonqualitäten, die es Markenanbietern ermöglichen, durch optimiertes Lightweighting weiteres Gewicht einzusparen.

Gerade bei Lebensmittelverpackungen ist Sicherheit ein wesentlicher Faktor. Frischfasern sind von Natur aus rein und sauber, und Karton aus Frischfaser zeichnet sich durch ausgezeichnete Geruchs- und Geschmackseigenschaften aus.

Ökobarriere für fetthaltige Lebensmittel

Um auch zur Verpackung von fetthaltigen und feuchten Lebensmitteln eine nachhaltige Alternative anzubieten, hat Metsä Board eine kunststofffreie Barrierekartonqualität entwickelt: Metsä Board Prime FBB EB ist zweifach gestrichen und bietet mit seiner Ökobarriereschicht eine Alternative für Kunststoff bei Anwendungen, die eine mittlere Fett- und Feuchtigkeitsbeständigkeit erfordern. Die Kartonqualität ist sicher für den direkten Lebensmittelkontakt und frei von optischen Aufhellern. Sie ist mit PEFC- oder FSC-Zertifizierung erhältlich, über konventionelle Recyclingsysteme vollständig wiederverwertbar sowie biologisch abbaubar.

Verbraucher greifen eher zu Karton

Das unabhängige Marktforschungsunternehmen Sense N Insight in Finnland befragte Verbraucher, die regelmäßig Kirschtomaten kaufen, in einer Altersspanne von 23 bis 65 Jahren. Zusätzlich wurden ihre Blickbewegungen in einer Einkaufssituation aufgezeichnet. Heraus kam, dass Karton bei den Befragten als praktisches, innovatives, ästhetisches und verantwortliches Material mit hohem Status wahrgenommen wird.

Die meisten Studienteilnehmer bestätigten, dass sie Karton wegen der Recycelbarkeit des Materials den Vorzug geben würden. Jedoch merkten sie an, dass sie sich eine bessere Sichtbarkeit des eigentlichen Produkts im Inneren der Verpackung wünschten. Im Gesamtergebnis zeigten die Teilnehmer die Bereitschaft, für Ware in Kartonverpackung mehr Geld auszugeben als wenn sie in Kunststoff verpackt ist. Auch die Analyse der Blickbewegungen ergab, dass die Kartonschachtel von mehr Teilnehmern zur Kenntnis genommen wurde als die Kunststoffschale. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Verbraucher heute beim Einkauf aktiv nach Alternativen zu Kunststoff suchen.

Bessere Haltbarkeit und geringere Klimawirkung

Welchen Einfluss die Verpackung auf die Haltbarkeit der Kirschtomaten hat, untersuchte die Studie am Natural Resources Institute Finland. Im Ergebnis hielten sich die Kirschtomaten in Kartonschachteln mindestens so gut oder sogar besser als in Kunststoff verpackt. Das Produkt ist darin gut vor äußeren Einflüssen und Verderb geschützt.

Die Studie zeigte desweiteren, dass die Klimawirkung der Kunststoffschale aus recyceltem PET anhand von CO2-Äquivalenten sechsmal größer ausfiel als die einer durchschnittlichen Frischfaserkartonschachtel. Dies verdeutlicht, dass Verpackungen aus Metsä Board Prime FBB EB nicht nur Kunststoffmüll vermeiden, sondern auch einen Beitrag für den Klimaschutz leisten können.

Über den Autor
Autorenbild
Bernd Gohlke

Account Director bei Metsä Board

Über die Firma
Metsä Board Deutschland GmbH
Frankfurt am Main
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