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Nachhaltigkeit

EMAS-Zertifikat für Papierfabrik der Progroup

Verliehen wurde das EMAS-Zertifikat von der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau an die Progroup.
Verliehen wurde das EMAS-Zertifikat von der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau an die Progroup.
(Bild: Progroup)

EMAS ist ein von der Europäischen Union entwickeltes Programm für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen. Progroup verpflichtet sich durch die Teilnahme an dem Programm einmal mehr dazu, den Energieverbrauch zu reduzieren, wertvolle Ressourcen wie Wasser einzusparen und Reststoffe (Abfälle) zu minimieren. Im Rahmen einer öffentlichen Erklärung will Progroup jährlich über relevante Umweltschutzmaßnahmen informieren und sich dazu von unabhängigen und staatlich zugelassenen Gutachtern überprüfen lassen. Alle 3 Jahre findet ein Rezertifizierungsaudit durch einen Gutachter statt.

Verliehen wird das Zertifikat von der Industrie-und Handelskammer Halle-Dessau. „Mit der Entscheidung für EMAS hat sich Progroup freiwillig verpflichtet, beim betrieblichen Umweltschutz die gesetzlichen Anforderungen deutlich zu überbieten“, hebt Reinhard Schröter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Halle-Dessau, hervor. „Besonders lobenswert ist, dass dies bereits während der Planungs-und Bauphase der neuen Papierfabrik gilt – beispielsweise bei der Baustellenlogistik“, so Schröter weiter.

„Nachhaltigkeit ist Kernbestandteil unserer seit 27 Jahren gelebten Philosophie. Von daher ist es für uns selbstverständlich, von Anfang an umweltfreundlich und ressourcenschonend zu handeln“, betont Maximilian Heindl, Chief Development Officer und Mitglied des Vorstands von Progroup. In der Bauphase wird beispielsweise ein Großteil des entstandenen Bodenaushubs zwischengelagert und nach Fertigstellung der Baustelle wiederverwendet. Unter anderem soll ein Erdwall errichtet werden, der Geräuschemissionen minimiert. Mit einer eigenen Betonmischanlage können vor Ort bis zu 2.000 m3 Beton am Tag erzeugt werden. Dies entspricht rund 200 eingesparten LKW-Transporten. Progroup arbeitet darüber hinaus überwiegend mit regionalen Firmen zusammen. So können Anfahrtswege und damit der CO2-Ausstoß gering gehalten werden.

Investitionen in ressourcenschonende Technologie

Die neue Papierfabrik erfüllt dank Investitionen von über 100 Mio. Euro in ressourcenschonende Technologie auch im Regelbetrieb hohe Ansprüche an den Umweltschutz. Die integrierte Kreislaufwasserbehandlungsanlage ermöglicht es beispielsweise, den nötigen Frischwassereinsatz um rund 80 Prozent gegenüber vergleichbaren Fabriken zu reduzieren. Sie arbeitet wie eine biologische Niere und säubert das Wasser. Es kann danach erneut verwendet werden. So werden rund 3.750.000 m3 Frischwasser pro Jahr eingespart. Das entspricht dem jährlichen Wasserverbrauch von über 80.000 Personen in Deutschland.

Neben dem Einsatz von effizienten Produktionsanlagen setzt Progroup außerdem auf die Reduktion des Rohstoffeinsatzes. Die Papiermaschine soll rund 750.000 t Wellpappenrohpapiere pro Jahr aus 100 Prozent Altpapier erzeugen. Auch das spätere Endprodukt Wellpappe lässt sich komplett wiederverwerten.

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Progroup AG
Landau
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