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Linie für Kaffeekapseln

Ohne Formatwechsel zum Erfolg

Die Optima CFL (links) und die Optima CBF (rechts) ergeben zusammen eine leistungsstarke Kombination zum Abfüllen und Kartonieren von Kaffeekapseln.
Die Optima CFL (links) und die Optima CBF (rechts) ergeben zusammen eine leistungsstarke Kombination zum Abfüllen und Kartonieren von Kaffeekapseln.
(Bild: Optima)

Der Lebensmitteleinzelhändler Ahold Delhaize will die hohe Nachfrage nach Nespresso-kompatiblen Aluminiumkapseln mit einer Abfüll- und Verpackungslinie des Verpackungsmaschinenherstellers Optima decken. Bei der Planung stand fest, dass die Linie eine Füllmaschine und einen Kartonierer umfassen sowie in der Lage sein sollte, verschiedene Kapselformate und Kartongrößen zu verarbeiten. Marleen Winkelaar, Manager Innovation, R & D bei Ahold Delhaize Coffee Company, erklärt: „Die Linie sollte sowohl mit einem bestehenden Mahlwerk als auch neu entwickelten Entgasungssilos kombiniert werden.” Für Ahold ist dies die erste Kapsellinie von Optima. Softpad-Anlagen des Unternehmens stehen bereits im Werk.  

Setzmuster ohne Formatwechsel

Die Linie umfasst nun eine CFL-Kapselfüllmaschine, die den Füll- und Verschließprozess übernimmt, und einen CBF-Kartonierer für die Endverpackung in Kartons. Technical Sales Manager Andreas Dreschner betreute das Projekt vonseiten Optimas. Er nennt eine der wichtigsten Innovationen des Maschinensystems: „Mit dieser Anlage lässt sich jedes Setzmuster generieren, ohne einen Formatwechsel durchführen zu müssen.“ Möglich macht dies ein Linearmotorsystem, das die Anlage nicht nur flexibel und schnell macht, sondern auch den Fußabdruck der gesamten Linie reduziert. „Jede Kapsel hat ihren eigenen steuerbaren Shuttle, der individuelle Gruppierungen, sogenanntes Gap Closing, ermöglicht“, so Dreschner. Das Gap Closing des Systems stellt sicher, dass kontinuierlich die gewünschte Anzahl an Kapseln zum Kartonierer befördert wird. Marktbegleiter müssten bei vergleichbaren Maschinenlösungen für Änderungen am Setzmuster Formatwechsel durchführen. Lediglich für Änderungen an der Endverpackung seien bei dem Optima-System herkömmliche Formatwechsel nötig, die rund 15 Minuten dauern, erklärt Dreschner.

Diesen Aspekt hebt auch Winkelaar hervor. „Wir profitieren besonders von der Formatflexibilität. Die Linie lässt sich einfach auf andere Kartongrößen umstellen.” Derzeit werden die Kapseln bei Ahold in 10er- und 20er-Kartons verpackt. Einzigartig findet Winkelaar an der Linie den Turnkey-Aspekt: Dass sowohl der Füllprozess als auch das Kartonieren von Optima stammen, sei entscheidend, so Winkelaar. „Die Harmonisierung von Schnittstellen durch integrierte Abnahmen und stabile Prozesse sind bei empfindlichen Produkten wie Aluminiumkapseln besonders wichtig“, erklärt die Innovationsmanagerin.

Das sogenannte Gap Closing ist die zentrale technische Innovation in der Anlage. Damit lässt sich jedes Setzmuster generieren – ohne Formatwechsel.
Das sogenannte Gap Closing ist die zentrale technische Innovation in der Anlage. Damit lässt sich jedes Setzmuster generieren – ohne Formatwechsel.
(Bild: Optima)

Material optimal ausnutzen

Beim Thema Nachhaltigkeit punkte die Anlage vor allem durch die reduzierten Energie- und Materialverbräuche, erklärt Dreschner. Da die Folie zum Versiegeln der Kapseln schräg zugeführt und mit Versatz gestanzt werde, sei eine optimale Materialausnutzung gegeben. Außerdem habe sich der Vakuumverbrauch des CBF-Kartonierers durch spezielle Düsen um rund 30 % reduzieren lassen. 

Dass das Projekt ein Erfolg wird, war nicht selbstverständlich. Der Termin zur Fertigstellung war herausfordernd, berichtet Winkelaar. Die Linie sollte zudem mit weiteren Komponenten verbunden werden, die sich zum Startpunkt noch in Konstruktion befanden. „Obwohl Optima auch während des Projektverlaufs mit mehreren Herausforderungen konfrontiert wurde – zum Beispiel der Umstellung auf Aluminiumkapseln – haben die Mitarbeiter ihr Bestes gegeben, um das Projekt auf Kurs zu halten und immer alle möglichen Optionen abgewogen“, betont Winkelaar. Auch die Installation sei planmäßig und „sehr professionell“ verlaufen. Selbst die Covid-19-Pandemie konnte den Zeitplan nicht durcheinanderbringen. „Wir wissen es wirklich zu schätzen, dass Optima uns so schnell als möglich einen Anlagenexperten geschickt hat“, so Winkelaar. „Ahold Delhaize ist sehr glücklich mit der Linie. Wir sind überzeugt, dass es die richtige Investition für uns war“, resümiert sie.

Ahold Delhaize

Ahold Delhaize ist der größte Lebensmitteleinzelhändler der Niederlande und einer der größten Lebensmittelkonzerne der Welt. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als „führend im nachhaltigen Einzelhandel“. Weltweit beschäftigt Ahold Delhaize 380.000 Mitarbeiter in fast 7.000 lokalen Lebensmittel-, Kleinformat- und Spezialgeschäften in den USA, Europa und Indonesien.

Über den Autor
Autorenbild
Jan Deininger, Editor, Optima Packaging Group

Über die Firma
OPTIMA packaging group GmbH
Schwäbisch Hall
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