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Packaging Summit

3 Fragen an… Dr. Dennis Bankmann, Senior Manager Circular Economy bei Henkel

Dr. Dennis Bankmann, Senior Manager Circular Economy bei Henkel
Dr. Dennis Bankmann, Senior Manager Circular Economy bei Henkel

(Bild: Henkel)

1. neue verpackung: Henkel Adhesive Technologies ist Mitglied von Initiativen wir Ceflex, Recyclass, 4evergreen und Celab, welche für eine Kreislaufwirtschaft in den verschiedenen Bereichen der Verpackungsindustrie eintreten. Welche Ziele haben Sie damit verbunden?

Dr. Dennis Bankmann: Eine Kreislaufwirtschaft, eine Circular Economy, kann nur existieren, wenn sie alle Stufen der Wertschöpfungs“kette“, welche ja zu einem Kreis werden soll, integriert. Denn: von den Rohstoffen über das Verpackungsdesign bis hin zum Recycling sind viele unterschiedliche Schritte nötig, die alle eigenen Anforderungen und Einschränkungen unterliegen. Bisher wurden diese oft isoliert betrachtet. Beispiel: je stärker ein Klebstoff hält, umso mehr Sicherheitspuffer hat die Verpackung. Aber was bedeutet das für den Recycler? Und für die Qualität recycelter Rohstoffe, die der Verpackungshersteller künftig erhalten kann? Durch die Arbeit in Initiativen wie den von Ihnen genannten sehen wir die Möglichkeit, zu identifizieren, wie Verpackungsdesign und Recyclingprozess ineinandergreifen können.

2. neue verpackung: Mal ganz grundsätzlich: Was unterscheidet eigentlich einen nachhaltigen Klebstoff von einem normalen Klebstoff?

Bankmann: In Henkel Adhesive Technologies teilen wir Nachhaltigkeit in drei Felder auf: den CO2-Fußabdruck, die Sicherheit und die Kreislauffähgikeit. Das bedeutet, dass unser Fokus auf Klebstoffen und Beschichtungen liegt, die mit möglichst nachhaltigen Rohstoffen hergestellt sind, effizient genutzt werden können, beim industriellen Anwender und beim Konsumenten maximale Sicherheit bieten und am Lebensende der hergestellten Produkte eine Circular Economy unterstützen.

3. neue verpackung: Wer kurz darüber nachdenkt, dem wird natürlich schnell klar, dass Klebstoffe relevanter Teil einer recyclingfähigen Verpackung sind. Ab welchem Punkt sollten Unternehmen, die eine neue Verpackung entwickeln wollen, sinnvollerweise das Gespräch mit dem Klebstoffhersteller ihres Vertrauens suchen?

Bankmann: Es ist in der Tat so, dass Klebstoffe, auch wenn sie oft nur fünf Gewichtsprozent oder weniger in einem Produkt darstellen, hoch relevant für die Recyclingfähigkeit sind. Ob beispielsweise ein Etikett abgewaschen werden kann oder nicht, entscheidet mitunter darüber, ob die ganze Verpackung als recyclingfähig angesehen werden kann. Daher sollte die Wahl des richtigen Klebstoffs gleich von Beginn des Verpackungsdesigns mit bedacht werden. Wir unterstützen hier unsere Kunden, die richtige Kombination aus Performance und Kompatibilität mit dem Recycling zu finden.

Über den Packaging Summit

Auch in diesem Jahr haben die Redaktionen von neue verpackung und Werben & Verkaufen wieder ein spannendes Programm für Sie zusammengestellt. Neben Dr. Dennis Bankmann mit seinem Vortrag „Klebstoffe in der Kreislaufwirtschaft: kleiner Anteil aber große Wirkung“ finden sich unter den Referenten Vertreter von Raja Pack, Hello Fresh, David+Martin, Nestlé und viele mehr.

Alle Informationen zum Packaging Summit 2021, der in diesem Jahr am 7. und 8. Juli wieder rein digital stattfindet, finden Sie unter www.packagingsummit.de.

(Bild: Hüthig)
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