Kartonverpackung

Tetra Pak testet eine Barriere auf Faserbasis anstelle von Aluminium für Getränkekartonverpackungen. (Bild: Tetra Pak)

Zuvor hatte Tetra Pak eine 15-monatige kommerzielle Technologievalidierung einer Barriere auf Polymerbasis, die die Aluminiumschicht ersetzt, erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Test einer innovativen Barriere auf Faserbasis geht Tetra Pak einen Schritt weiter hin zur Entwicklung einer aseptischen Verpackung, die vollständig erneuerbar, recycelbar und kohlenstoffneutral ist.  

Die derzeit in Lebensmittelkartonverpackungen verwendete Aluminiumschicht spielt eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit; und obwohl sie dünner als ein menschliches Haar ist, trägt sie zu einem Drittel der Treibhausgasemissionen bei, die mit den von Tetra Pak verwendeten Rohstoffen verbunden sind.

Um diese Auswirkungen auf das Klima zu verringern, wurde in Japan ab Ende 2020 eine kommerzielle Technologievalidierung durchgeführt, bei der eine Barriere auf Polymerbasis anstelle der Aluminiumschicht verwendet wurde. Dies trug dazu bei, die Auswirkungen des Wechsels auf die Wertschöpfungskette zu verstehen und die Verringerung des CO2-Fußabdrucks zu quantifizieren. Außerdem wurde ein angemessener Sauerstoffschutz für Gemüsesaft bestätigt, während gleichzeitig die Recyclingraten in einem Land erhöht werden konnten, in dem die Verwertungsunternehmen aluminiumfreie Kartons bevorzugen.

Kommerzieller Verbrauchertest mit erster Pilotcharge

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse testet das Unternehmen nun in enger Zusammenarbeit mit einigen seiner Kunden eine neue Barriere auf Faserbasis. Eine erste Pilotcharge von Einzelportionspackungen mit diesem branchenweit ersten Material ist derzeit für einen kommerziellen Verbrauchertest in den Regalen, eine weitere Technologievalidierung ist für 2022 geplant.

Diese Initiative unterstreicht Tetra Paks Ansatz für ein recyclinggerechtes Design, bei dem die Erhöhung des Papieranteils von entscheidender Bedeutung ist. Im Rahmen einer kürzlich durchgeführten weltweiten Studie bestätigten etwa 40 % der Verbraucher, dass sie stärker motiviert sind, Verpackungen für das Recycling zu sortieren, wenn diese vollständig aus Pappe bestehen und keinen Kunststoff oder Aluminium enthalten.

 

Nachhaltige Verpackungen: der große Überblick

Grafik von Lebensmitteln im Supermarktregal
(Bild: sabelskaya - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema nachhaltige Verpackungen wissen? Klar ist, dass der Bedarf an nachhaltigen Verpackungen in den kommenden Jahren stark steigen wird. Aber das Thema ist komplex: Wann gilt denn überhaupt eine Verpackung als nachhaltig und welche Kriterien müssen dabei künftig erfüllt sein? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

 

Gilles Tisserand, Vice President Climate & Biodiversity, Tetra Pak, kommentiert: "Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Verpackung mit einer Barriere auf Faserbasis im Vergleich zu herkömmlichen aseptischen Kartons eine erhebliche CO2-Reduzierung bietet, und zwar bei vergleichbarer Haltbarkeit und vergleichbaren Lebensmittelschutzeigenschaften. Wir glauben daher, dass diese Entwicklung einen Durchbruch bei der Reduzierung der Klimaauswirkungen darstellt. Darüber hinaus sind Kartons mit höherem Papieranteil auch für Papierfabriken attraktiver; somit bietet dieses Konzept ein klares Potenzial für die Verwirklichung einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft für Verpackungen."  

Eva Gustavsson, Vice President Materials & Package, Tetra Pak fügt hinzu: "Im Rahmen unseres Innovationsprozesses investieren wir jährlich 100 Millionen Euro und werden dies in den nächsten 5 bis 10 Jahren fortsetzen, um das Umweltprofil von Lebensmittelkartons weiter zu verbessern, einschließlich der Erforschung und Entwicklung von Verpackungen, die mit einer vereinfachten Materialstruktur und einem höheren Anteil an erneuerbaren Stoffen hergestellt werden. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, aber mit der Unterstützung unserer Partner und der festen Entschlossenheit, unsere Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit und Lebensmittelsicherheit zu erreichen, sind wir auf einem guten Weg."

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