Mit der recyclingfähigen, PP-basierten Schlauchbeutelfolie verringert sich der Materialeinsatz um bis zu 60 % bei gleich hohem Produktschutz.

Mit der recyclingfähigen, PP-basierten Schlauchbeutelfolie verringert sich der Materialeinsatz um bis zu 60 % bei gleich hohem Produktschutz. (Bild: Südpack)

Insgesamt steht rund ein Drittel aller Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Ernährung. Davon entfallen etwa 25 % auf die Landwirtschaft, von denen wiederum 60 % dem Konto Tierhaltung zuzuschreiben sind. 1,3 Mrd. t Lebensmittel gehen insgesamt nach Schätzungen der FAO (United Nations Food and Agriculture Organization) aus unterschiedlichen Gründen pro Jahr verloren. In der EU landen bis zu 90 Mio. t Lebensmittel jährlich auf dem Müll.

Vor dem Hintergrund dieser erschreckenden Zahlen haben mehr als 190 Staaten weltweit in der „UN-Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung“ die Halbierung der Lebensmittelverluste pro Kopf auf Einzelhandels- und auf Verbraucherebene bis 2030 und ebenso die signifikante Reduzierung der Verluste entlang der Prozesskette vereinbart. Doch wie der Verschwendung kostbarer Ressourcen entgegengewirkt werden kann und wie geeignete Verpackungskonzepte zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten beitragen können, bleibt weitgehend offen – und eine Herausforderung für alle Beteiligten der Prozesskette. Vom Produzenten über die Verpackungsindustrie und den Handel bis zum Verbraucher.

Nur ein ganzheitlicher Ansatz ist zielführend

Ein Unternehmen, dessen Ziel und auch Kompetenz die kontinuierliche Weiterentwicklung effizienter und nachhaltiger Verpackungslösungen ist, ist Südpack. Mit Verpackungskonzepten, die einen maximalen Produktschutz sowie weitere Funktionalitäten bei minimalem Materialeintrag gewährleisten, unterstützt der Folienhersteller nicht nur seine Kunden in aller Welt, sondern leistet auch einen Beitrag zu einem hohen Verbraucherschutz, einem reduzierten CO2-Fußabdruck und einer besseren Ökobilanz der Verpackungslösungen. Valeska Haux, VP Strategic Marketing bei Südpack: „Wir sind überzeugt, dass bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit von Verpackungen nicht nur deren Verwertbarkeit am Ende der Nutzungsphase betrachtet, sondern zwingend ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde gelegt werden muss. Denn insbesondere Kunststoffverpackungen punkten gegenüber anderen Werkstoffen hinsichtlich ihrer Performance und auch in Bezug auf die CO2-Bilanz. Und sie sind im Übrigen auch auf absehbare Zeit in vielen Anwendungen nicht durch alternative Materialkonzepte substituierbar.“

In der Tat haben etliche aktuelle Studien bereits gezeigt, dass der ökologische Fußabdruck eines verpackten Lebensmittels unter Berücksichtigung von Anbau, Produktion, Verarbeitung und Logistik insgesamt rund 30-mal höher ist als der Fußabdruck der Verpackung. Nur etwa 3 bis 4 % der schädlichen Wirkungen sind im Schnitt auf Verpackungen zurückzuführen. In der Europäischen Union verursachen Lebensmittelverpackungen – unter Zugrundelegung eines ganzheitlichen Ansatzes – sogar nur 1 % des klimatischen Fußabdrucks. Der Einfluss von Verpackungen und insbesondere von Kunststoffverpackungen auf das Weltklima ist also relativ gering, wird von den meisten Verbrauchern aber deutlich überschätzt. Dennoch: Jedes Gramm Packstoff, das eingespart werden kann, hilft. Und jedes produzierte Lebensmittel, das dank eines optimalen Verpackungskonzeptes nicht vorzeitig verdirbt oder unnötig verschwendet wird, verbessert die Ökobilanz nachhaltig.

Supermarkt
Kann durch geeignete Verpackungskonzepte die Mindesthaltbarkeit auf 12 bis 14 Tage verdoppelt werden, reduziert sich der Lebensmittelabfall um insgesamt 40 %. (Bild: p!xel 66 – Fotolia.com)

Kunststoffverpackungen und ihre Vorteile

Skin-Verpackung mit Fleisch
Südpack hat sein Portfolio an Ober- und Unterfolien für Skin-Verpackungen in den vergangenen Monaten ausgebaut. (Bild: Südpack)

Geeignete Verpackungskonzepte schützen das Produkt entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie verlängern die Haltbarkeit eines Lebensmittels. Sie beugen Aroma- und Nährstoffverlusten bei Fleisch, Wurst, Käse, Fisch, Obst, Gemüse oder Backwaren vor. Sie bewahren Form, Farbe, Material und Haptik – und damit ein appetitliches Aussehen der Ware.

Durch ein optimiertes Verpackungsdesign bieten sich Vorteile auch in logistischer Hinsicht, etwa durch eine verbesserte Stapelfähigkeit oder ein geringeres Packungsvolumen. Wenn mehr und auch leichtere Packungen gestapelt gelagert und transportiert werden können, und wenn Packungen das Packgut aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit und Formgebung zuverlässig vor äußeren Einflüssen bewahren, bedeutet dies einen geringeren Energiebedarf für Transport und Kühlung. Unter Umständen lassen sich zusätzliche Transportwege vermeiden, was ebenfalls zu einer positiveren Umweltbilanz beiträgt.

Ein weiterer Aspekt: Kunststoffverpackungen erleichtern durch unterschiedliche Funktionalitäten wie Barriereschutz, Öffnungshilfen oder Wiederverschlusssysteme die Handhabung, was letztlich ebenfalls in einer geringeren Lebensmittelverschwendung resultiert.

Ökologische Aspekte – ganz konkret

Valeska Haux
Valeska Haux, VP Strategic Marketing bei Südpack: „Wir sind überzeugt, dass bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit von Verpackungen nicht nur deren Verwertbarkeit am Ende der Nutzungsphase betrachtet, sondern zwingend ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde gelegt werden muss.“ (Bild: Südpack)

Der aktuelle Erkenntnisstand ist, dass auf das Packgut optimierte Verpackungen fast immer mit ökologischen Vorteilen verbunden sind, denn der Nutzen mit Blick auf vermeidbare Lebensmittelverschwendung ist fast immer höher als der Aufwand, der im Zusammenhang mit der Herstellung und Entsorgung von Verpackungen verbunden ist.

So kann beispielsweise durch die Umstellung von einer MAP-Verpackung auf eine Vakuum-Skin-Verpackung die Mindesthaltbarkeit von hochwertigen Rindfleischprodukten im Regal des Handels von sechs Tagen auf 16 Tage verlängert werden. Im Ergebnis verringert sich dadurch auch die Abfallrate im Handel signifikant. Auch die viel diskutierten, in Kunststofffolie verpackten Salatgurken weisen eine bessere Ökobilanz auf als unverpackte Ware. Zwar fällt durch die Verpackung Plastikmüll an, doch ohne Verpackung verdirbt die Ware schneller. Selbst knackfrische Minigurken halten bei einer optimalen Lagertemperatur in der Regel unverpackt circa sechs Tage, verpackt bis zu 23 Tage. Damit ist der Umwelteinfluss drei- bis viermal höher als der Umwelteinfluss, der aus der Herstellung der Kunststoffverpackung resultiert.

Ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung von nachhaltigen Verpackungskonzepten ist daher neben der Substitution konventioneller Hochleistungsfolien etwa durch recyclingfähige, PP- oder PE-basierte Mono-Materialien vor allem die Reduzierung des Packstoffvolumens. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht hierbei von der Verarbeitung dünnerer Materialien über eine Verkleinerung der Verpackung bis zur Entwicklung komplett neuer Verpackungskonzepte. Das Credo von Südpack lautet: Es soll nur noch so viel Packstoff eingesetzt werden wie nötig. Denn: Alles Material, was am Anfang eingespart wird, belastet nicht die Umwelt und muss am Ende auch nicht entsorgt oder der Wiederverwertung zugeführt werden.

Die Reduzierung von Verpackungsmaterial „bedeutet allerdings nicht, dass Abstriche hinsichtlich des Produktschutzes, der Packungsqualität, des Marketings oder des Einkaufserlebnisses, das heißt der Differenzierung am POS gemacht werden müssen“, betont Valeska Haux. „Die Verpackungsindustrie hat für die modernen Anforderungen im Markt schon frühzeitig entsprechende Lösungen entwickelt.“

Ressourcenschonende Vakuum-Skin-Verpackungen

Insbesondere Vakuum-Skin-Verpackungen sind in der Lebensmittelindustrie aus vielerlei Gründen eine Verpackungsalternative. Das Verpackungskonzept eignet sich perfekt für Fleisch- und Wurstwaren, Fisch und Meeresfrüchte, Käse, Pasteten und selbst Fertiggerichte. Vor allem empfindliche Produkte, Produkte mit einer Neigung zu Saftaustritt wie auch Produkte mit scharfen oder harten Bestandteilen wie Knochen, Schalen oder Gräten können in Vakuum-Skin-Verpackungen besonders sicher und mit verlängerter Haltbarkeit verpackt werden. Bei der Tiefkühllagerung schützen Vakuum-Skin-Verpackungen zudem zuverlässig vor Gefrierbrand.

Beim Vakuum-Skin-Verpacken wird das Packgut auf einer formstabilen Unterfolie oder einem vorgefertigten Tray mit einer speziellen Skinfolie vollflächig versiegelt und fixiert, sodass höchste Flexibilität durch eine hängende, stehende oder auch liegende Produktpräsentation am Point of Sale möglich ist. Die transparente Oberfolie legt sich dabei eng und spannungsfrei wie eine zweite Haut um das jeweilige Produkt, ohne dessen Form zu verändern. Qualität, Frische, Farbe und Struktur des verpackten Lebensmittels bleiben erhalten.

Vorteile in puncto Nachhaltigkeit

Neben all diesen Vorteilen überzeugen Vakuum-Skin-Verpackungen jedoch insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit – ein Aspekt, der in Zukunft für eine deutlich stärkere Nachfrage im Markt sorgen wird. Südpack hat daher sein Portfolio an Ober- und Unterfolien für Skin-Verpackungen in den vergangenen Monaten konsequent ausgebaut.

Bei den leistungsfähigen Oberfolien aus dem Multi-SV-Skin-Programm zum Beispiel kann aufgrund der Durchstoßfestigkeit schon mit dünnen Materialien hoher Produktschutz und in Kombination mit dem Siegelverhalten ein Maximum an Packungssicherheit erzielt werden. Die Oberfolien meistern dabei auch hohe Produktüberstände und extreme Hinterschnitte problemlos, sodass ein niedrigeres Tray als Unterlage genutzt werden kann.

Im Vergleich zu anderen Verpackungskonzepten bleibt aufgrund einer verlängerten Haltbarkeit unter anderem durch den Entzug von Sauerstoff (O2) zudem die Produktqualität lange erhalten. Allein im Handel beziffert sich die Abfallrate bei einer Mindesthaltbarkeit von sechs Tagen auf rund 6 %. Kann durch geeignete Verpackungskonzepte die Mindesthaltbarkeit auf 12 bis 14 Tage verdoppelt werden, reduziert sich der Lebensmittelabfall um insgesamt 40 %. Legt man hierbei zugrunde, dass wie anfangs beschrieben rund 30 % der Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Ernährung stehen, lässt sich der Klimafußabdruck durch die Vermeidung von Lebensmittelabfällen insgesamt um bis zu 8 % senken.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten

Als Innovations- und Technologieführer in der Folienindustrie fokussiert sich Südpack allerdings im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie nicht nur auf das Thema Materialeffizienz. Kontinuierlich wird auch das Portfolio an recyclingfähigen, PP- und PE-basierten Monostrukturen sowie Folienlösungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe ausgebaut. Nicht zuletzt investiert Südpack in Carboliq, ein Verfahren des chemischen Recyclings, mit dem sich aus gemischten oder verschmutzten Kunststoff- und Verpackungsabfällen wertvolle Rohstoffe gewinnen lassen, die wie fossile Rohstoffe am Anfang der Prozesskette auch für hochwertige Lebensmittelverpackungen nutzbar sind.

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Südpack Verpackungen GmbH & Co. KG

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