Primär für Produkte und zur Beschleunigung von Prozessen eingesetzt
Der deutsche KI-Markt wächst um 48 Prozent
Unternehmen investieren deutlich mehr in Künstliche Intelligenz: Der deutsche KI-Markt wächst 2026 voraussichtlich um 48 % auf 28,7 Mrd. Euro. Die Ausgaben für generative KI sollen sich sogar verdoppeln. Auch in der Verpackungsbranche gibt es einen klaren Wachstumstrend.
Wachstumstreiber ist die Software.
OpenAI
Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom steigen die Ausgaben für Künstliche Intelligenz in Deutschland 2026 von 19,4 Mrd. Euro im Vorjahr auf 28,7 Mrd. Euro. Grundlage sind Daten des Marktforschungsunternehmens IDC. Damit wächst der Markt innerhalb eines Jahres um 48 %.
Besonders dynamisch entwickelt sich generative KI. Für entsprechende Anwendungen werden im laufenden Jahr voraussichtlich 11,5 Mrd. Euro ausgegeben. 2025 waren es noch 5,7 Mrd. Euro. Generative KI steht damit inzwischen für rund 40 % der gesamten KI-Ausgaben in Deutschland.
Software wächst am stärksten
Den größten Anteil am deutschen KI-Markt hat Software. Hier sollen die Ausgaben 2026 um 65 % auf 16 Mrd. Euro steigen. Für Dienstleistungen rund um KI werden 6,8 Mrd. Euro veranschlagt, was einem Wachstum von 30 % entspricht. Die Ausgaben für Hardware legen um 32 % auf 5,8 Mrd. Euro zu.
Bitkom sieht darin einen Übergang vom experimentellen Einsatz hin zur breiteren Anwendung von KI in Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen. Dabei werde die Technologie zunehmend für Produkte und zur Beschleunigung von Prozessen eingesetzt.
KI-Markt soll 2027 über 40 Mrd. Euro erreichen
Das Wachstum soll sich nach Einschätzung von IDC auch im kommenden Jahr fortsetzen. Für 2027 werden in Deutschland KI-Ausgaben von 40,3 Mrd. Euro prognostiziert. Das entspräche einem weiteren Plus von 40 %.
Die Zahlen wurden anlässlich des AI, Data and Quantum Summit des Bitkom veröffentlicht. Die Marktangaben basieren auf dem „IDC Worldwide AI and Generative AI Spending Guide“ vom August 2026.
KI gewinnt auch in der Verpackungsbranche an Bedeutung
Der Wachstumstrend zeigt sich auch in der Verpackungsindustrie. Laut einer aktuellen McKinsey-Befragung von 110 Führungskräften aus Verpackungsunternehmen in Europa und den USA beschäftigen sich inzwischen 82 % konkret mit generativer KI: Sie haben entsprechende Anwendungen bereits eingeführt, entwickeln sie derzeit oder prüfen deren Einsatz. 2024 waren es erst 30 %. Tatsächlich eingeführt hatten 2025 allerdings erst 13 % entsprechende Lösungen.
Am weitesten verbreitet sind Machine Learning und generative KI bislang in Vertrieb, Marketing und Kundenservice: 56 % der Befragten setzen die Technologien dort bereits ein. Im Einkauf liegt der Anteil bei 43 %, in Supply Chain und Logistik bei 37 %.
Auch im Verpackungsmaschinenbau gewinnt das Thema an Bedeutung. In einer PMMI-Befragung aus dem Jahr 2026 gaben 59 % der befragten Maschinenhersteller an, KI bereits einzusetzen oder zu testen. Zu den relevanten Anwendungen zählen unter anderem maschinelle Bildverarbeitung und Qualitätskontrolle, Predictive Maintenance, Wissenstransfer für Maschinenbediener sowie die Analyse von Produktions- und Maschinendaten.