Spezialist für Stanzautomaten, Heißfolien- und Hologramm-Prägesysteme sowie Falt- und Klebemaschinen
Kama sucht Investor nach Insolvenzantrag
Maschinenbauer Kama befindet sich im vorläufigen Insolvenzverfahren. Der Hersteller von Maschinen für Druckweiterverarbeitung und Verpackungen führt den Geschäftsbetrieb fort und sucht nach einem Investor.
Das Dresdner Unternehmen beschäftigt rund 110 Mitarbeitende.
Kama GmbH
Der Dresdner Maschinenbauer Kama befindet sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. Die Produktion von Maschinen für die Druckweiterverarbeitung und Verpackungsherstellung soll nach Medienberichten unverändert weiterlaufen. Parallel wurde ein Investorenprozess gestartet.
Das Amtsgericht Dresden hat im Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der Kama GmbH Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Reinhard Klose bestellt. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 535 IN 1746/26 geführt.
Produktion soll weiterlaufen
Nach Angaben der Plattform „Euwid“ wird der Geschäftsbetrieb trotz des Insolvenzantrags fortgeführt. Die Produktion laufe dem Bericht zufolge unvermindert weiter. Gleichzeitig sei bereits ein Investorenprozess für das Unternehmen gestartet worden.
Damit soll offenbar möglichst früh eine Perspektive für den Maschinenbauer und den Produktionsstandort Dresden gefunden werden. Wie der Investorenprozess konkret ausgestaltet ist und ob bereits Interessenten vorhanden sind, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Kama entwickelt und produziert in Dresden Maschinen für die Druckweiterverarbeitung und Verpackungsherstellung. Zum Portfolio gehören unter anderem Stanzautomaten, Heißfolien- und Hologramm-Prägesysteme sowie Falt- und Klebemaschinen. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 110 Fachkräfte und Ingenieure und liefert seine Maschinen in mehr als 80 Länder.
Das Unternehmen geht in seiner heutigen Form auf eine Neugründung im Jahr 1994 zurück. Die historischen Wurzeln reichen nach Unternehmensangaben bis zur 1894 gegründeten Sächsischen Cartonnagen-Maschinen-Actiengesellschaft Scamag zurück. Geschäftsführer der Kama GmbH ist Robert Löchel.