Bei Zenker automatisiert ein Cobot die Endverpackung und entlastet Mitarbeitende

Kollaborativer Roboter übernimmt Karton-Palettierung

Sechs t Backbleche täglich: Beim Backblechhersteller Zenker im bayerischen Aichach fallen erhebliche Mengen an Kartons an, die nach der Verpackung auf Paletten gestapelt werden müssen. Um diesen körperlich belastenden und zugleich monotonen Arbeitsschritt zu automatisieren, realisierte Hagenauer+Denk eine kompakte Palettierlösung mit einem kollaborierenden Roboter.

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Entlastung für die Mitarbeitenden dank Cobot-Einsatz.

Eine besondere Herausforderung bei Zenker war der regelmäßige Palettenwechsel, der etwa alle fünf bis zehn min erforderlich ist. Um Stillstände zu vermeiden und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, konzipierte H+D die Anlage mit zwei Palettenstellplätzen. Während der Roboter Kartons auf einer Palette abstapelt, kann die zweite Palette für den nächsten Zyklus vorbereitet werden.

Das Herzstück der Anlage ist der kollaborierende Roboter UR20 von Universal Robots. Mit einer Reichweite von 1.750 mm und einer Traglast von bis zu 25 kg bietet er die erforderlichen Leistungsreserven, um die Kartons zuverlässig zu greifen und auf den Paletten abzulegen. Ein zusätzlicher Sockel erweitert die Möglichkeiten hinsichtlich der Palettierhöhe und der erreichbaren Palettenpositionen. Gleichzeitig ermöglicht die hohe Bewegungsgeschwindigkeit des Systems, das anfallende Kartonvolumen problemlos zu bewältigen.

Sicherheit ohne sperrige Schutzzäune

Ein wesentlicher Vorteil der Lösung ist die platzsparende Integration in den vorhandenen Arbeitsbereich. Auf klassische Schutzzäune konnte bei dieser Anlage verzichtet werden. Stattdessen überwacht ein zweizoniger Sicherheitslaserscanner den Gefahrenbereich des Roboters. Beim Palettenwechsel reduziert das System zunächst die Geschwindigkeit. Bei weiterer Annäherung stoppt der Roboter, um die sichere Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden zu ermöglichen.

Diese Kombination aus intelligenter Sicherheitsüberwachung und kollaborativer Robotik schafft kurze Wege und hält den Arbeitsbereich gut zugänglich. Gerade bei bestehenden Produktionslinien ist das ein entscheidender Vorteil, wenn Automatisierung ohne umfangreiche bauliche Veränderungen umgesetzt werden soll.

Ergonomie und Prozesssicherheit im Fokus

Die realisierte Anlage zeigt, wie sich repetitive Hebe- und Stapelarbeiten durch kollaborierende Roboter automatisieren lassen. Die geforderte Palettierleistung wird zuverlässig erreicht, während die Mitarbeitenden von einer körperlich anstrengenden Routinetätigkeit entlastet werden.

Das Projekt bei Zenker verdeutlicht damit das Potential kollaborativer Robotik für die Endverpackung: Kompakte Anlagenkonzepte, flexible Einsatzmöglichkeiten und eine bedarfsgerechte Sicherheitsintegration machen die Automatisierung auch dort interessant, wo Platz begrenzt ist und Mensch und Maschine eng zusammenarbeiten müssen.