Zusammenarbeit entlang der kompletten Wertschöpfungskette
Moët Hennessy und Verallia: Kooperation für leichtere Flaschen
Leichtere Glasflaschen für Wein und Spirituosen: Das wollen Moët Hennessy und Verallia gemeinsam und haben dafür eine neue Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft gestartet. Ziel ist es, Gewichtsreduzierungen von bis zu 50 % ermöglichen, ohne Einbußen bei Stabilität und Leistungsfähigkeit der Verpackungen zu erleiden.
Romain Barral, Operations Director bei Verallia, und Frédéric Dufour, Mitglied des Moët Hennessy Executive Committee and Deputy Managing Director of MHCS (v.l.).
James Bort / Veralia
Der Spirituosen- und Weinhersteller Moët Hennessy und der Glasverpackungshersteller Verallia haben eine strategische Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft angekündigt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer neuen Generation von Glasverpackungen, die einen geringeren Materialeinsatz mit hoher Stabilität verbinden soll.
Im Fokus des Programms steht die Reduzierung des Flaschengewichts um 30 bis 50 %. Erreicht werden soll dies durch neue Technologien zur Verstärkung des Glases sowie durch angepasste Herstellungsprozesse, die die mechanische Leistungsfähigkeit der Verpackungen erhalten. Die Unternehmen wollen damit den Ressourcenverbrauch und die CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette senken.
Nach Angaben der Partner verursacht Glasverpackung derzeit bis zu 30 % des CO2-Fußabdrucks der Wein- und Spirituosenbranche. Sowohl Moët Hennessy als auch Verallia sehen daher erhebliches Potenzial in einer weiteren Gewichtsreduzierung von Flaschen.
Das Vorhaben umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von der Forschung und Entwicklung bis zur Validierung unter realen Produktions- und Einsatzbedingungen. Verallia will dabei seine Expertise in den Bereichen Produktionsprozesse, Anlagentechnik sowie Test- und Qualifizierungsverfahren einbringen. Das Programm ist auf einen Zeitraum von mehreren Jahren angelegt; die daraus entstehenden Erkenntnisse sollen nach Angaben der Partner langfristig auch der Branche insgesamt zugutekommen.
Mit der Initiative reagieren die Unternehmen zugleich auf steigende Anforderungen an die Dekarbonisierung von Verpackungen sowie auf regulatorische Entwicklungen im Zusammenhang mit der europäischen Verpackungsgesetzgebung.