Geringere Materialvielfalt, einheitlicher Markenauftritt

Mondi standardisiert Verpackungsportfolio von Stiebel Eltron

Weniger Materialvarianten, mehr Flexibilität: Mondi hat das Verpackungsportfolio von Stiebel Eltron neu strukturiert. Die Zahl der Wellpappenqualitäten sinkt um mehr als 75 %, digitaler Weißdruck ermöglicht zugleich unterschiedliche Designs und Auflagen.

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Neue Warmwassergeräte sollen künftig schneller in das vorhandene Verpackungssystem integriert werden können.

Mondi hat für das Warmwassersortiment von Stiebel Eltron ein neues Verpackungskonzept entwickelt. Im Mittelpunkt stehen eine stärkere Standardisierung der eingesetzten Wellpappenqualitäten sowie der Einsatz von Digitaldruck. Nach Angaben der Unternehmen konnte die Zahl der unterschiedlichen Wellpappenqualitäten dabei um mehr als 75 % reduziert werden.

Ausgangspunkt des Projekts war ein vergleichsweise komplexes Verpackungsportfolio mit rund 150 Varianten für unterschiedliche Warmwassergeräte. Unterschiedliche Produktgrößen und -gewichte, Transportanforderungen sowie länder- und marktspezifische Verpackungsdesigns hatten im Laufe der Zeit zu einer Vielzahl verschiedener Spezifikationen geführt.

Stiebel Eltron wollte das Portfolio daher grundlegend neu strukturieren. Neben einer geringeren Materialvielfalt sollte zugleich ein einheitlicherer Markenauftritt geschaffen werden. Die bisher teilweise vierfarbig bedruckten Verpackungen werden im Zuge der Umstellung durch ein Design mit weißem Digitaldruck auf brauner Wellpappe ersetzt.

Wellpappenqualitäten nach Anforderungen gebündelt

Für die Neustrukturierung analysierte Mondi zunächst die bestehenden Verpackungslösungen und ordnete diese nach Kriterien wie Produktgewicht und Anforderungen während Transport und Handling. Auf dieser Grundlage wurden Produktgruppen gebildet und für diese jeweils geeignete Wellpappenqualitäten definiert.

Dadurch lässt sich eine größere Zahl unterschiedlicher Verpackungsvarianten auf einer kleineren Anzahl von Materialspezifikationen aufbauen. Das soll unter anderem Beschaffung, Lagerhaltung und Produktionsplanung vereinfachen.

Der Produktschutz soll dabei trotz der Standardisierung erhalten bleiben. Statt für einzelne Produktvarianten jeweils eigene Materialkombinationen vorzusehen, basiert das Konzept auf definierten Wellpappenqualitäten, die innerhalb bestimmter Produktgruppen eingesetzt werden können.

Digitaldruck sorgt für Variantenflexibilität

Die nötige Differenzierung zwischen Produkten, Märkten und Ausführungen erfolgt stärker über den Druck. Dafür setzt Stiebel Eltron auf digitalen Weißdruck auf brauner Wellpappe.

Die Technologie ermöglicht es, unterschiedliche Druckbilder auf derselben Materialbasis zu produzieren, ohne für jede Variante separate Druckwerkzeuge beziehungsweise umfangreiche Umrüstungen vorsehen zu müssen. Verschiedene Verpackungsdesigns und Auflagen können dadurch innerhalb eines Produktionslaufs miteinander kombiniert werden.

Insbesondere bei kleinen und mittleren Losgrößen kann dies Vorteile bringen. Verpackungen lassen sich bedarfsgerechter produzieren, während Überbestände bei einzelnen Varianten reduziert werden können. Zugleich sinkt der Aufwand bei Designänderungen oder der Einführung zusätzlicher Produktvarianten.

Nach Angaben von Mondi lassen sich mit dem eingesetzten Digitaldruck auch vergleichsweise feine Elemente auf der braunen Wellpappe darstellen. Dazu zählen neben kleineren Schriften auch QR- und Barcodes.

Neue Produkte schneller integrieren

Ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts liegt auf der Skalierbarkeit. Neue Warmwassergeräte sollen künftig schneller in das vorhandene Verpackungssystem integriert werden können.

Sind Gewicht, Abmessungen und Transportanforderungen mit bestehenden Produktgruppen vergleichbar, kann auf bereits definierte Materialspezifikationen zurückgegriffen werden. Das Verpackungsdesign lässt sich anschließend digital anpassen. Zusätzliche Materialvarianten und damit verbundene Freigabe- oder Testprozesse sollen sich dadurch in vielen Fällen vermeiden lassen.

Für Stiebel Eltron entsteht damit eine Verpackungsplattform, die sowohl größere Serien als auch kleinere oder regional unterschiedliche Auflagen abdecken kann. Gleichzeitig soll der einheitliche Druckansatz für einen konsistenten Markenauftritt über unterschiedliche Märkte hinweg sorgen.

Standardisierung und Individualisierung kombiniert

Das Projekt zeigt damit einen Ansatz, der zwei zunächst gegensätzliche Anforderungen miteinander verbindet: Auf Material- und Produktionsebene wird das Verpackungsportfolio stärker standardisiert, während der Digitaldruck weiterhin eine hohe Variantenvielfalt ermöglicht.

Gerade bei Herstellern mit breiten Produktportfolios kann eine solche Trennung von Verpackungsstruktur und Druckbild dazu beitragen, die Zahl der eingesetzten Materialien zu reduzieren, ohne auf markt- oder produktspezifische Gestaltungsmöglichkeiten verzichten zu müssen.