Das Material stammt aus Europa

Nivea-Dose besteht jetzt zu 95 % aus Recycling-Aluminium

Beiersdorf und Novelis haben den Recyclinganteil der ikonischen blauen Nivea Creme-Dose von 80 auf 95 % erhöht. Möglich wurde dies durch Anpassungen an der Aluminiumlegierung und den Fertigungsprozessen. Ab 2027 soll die Verpackung international breiter eingeführt werden.

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Jetzt folgt der internationale Rollout.

Die bekannte blaue Nivea Creme-Dose wird inzwischen mit 95 %Recycling-Aluminium hergestellt. Damit haben der Kosmetikhersteller Beiersdorf und der Aluminiumproduzent Novelis den Rezyklatanteil gegenüber 2024 um weitere 15 Prozentpunkte gesteigert. Die neue Verpackung ist seit Anfang 2026 in Deutschland erhältlich. Ab 2027 soll sie schrittweise in weiteren europäischen Ländern und anderen Märkten eingeführt werden.

Höherer Recyclinganteil bei unverändertem Design

Der höhere Rezyklatanteil ist das Ergebnis einer mehrjährigen Entwicklungszusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen. Um die bekannten Eigenschaften der Aluminiumdose auch mit 95 % Recyclingmaterial zu erhalten, optimierten die Partner gemeinsam die Legierungszusammensetzung und die Fertigungsprozesse.

Nach Angaben der Unternehmen bleiben dadurch sowohl die Haltbarkeit und Qualität als auch das charakteristische Erscheinungsbild der Verpackung erhalten. Gleichzeitig reduziert der Einsatz von Sekundäraluminium den CO2-Fußabdruck des verwendeten Materials gegenüber Primäraluminium.

Bereits 2024 hatten Beiersdorf und Novelis einen Recyclinganteil von 80 % erreicht. Die weitere Steigerung auf 95 % bezeichnet Philip Helm, Packaging Development Manager bei Beiersdorf, als Ergebnis der langjährigen strategischen Zusammenarbeit.

Recycling-Aluminium aus europäischem Netzwerk

Das für die Nivea-Dose verwendete Recycling-Aluminium stammt aus dem europäischen Recyclingnetzwerk von Novelis. Dazu gehört auch das Recyclingzentrum in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt, das über eine jährliche Kapazität von 400.000 t verfügt.

Nach Angaben von Novelis benötigt das Recycling von Aluminium lediglich rund fünf Prozent der Energie, die für die Herstellung von Primäraluminium erforderlich ist. Die damit verbundenen CO2-Emissionen lassen sich demnach um bis zu 95 % reduzieren. Diese Werte beziehen sich auf das Aluminiumrecycling im Vergleich zur Primärproduktion, nicht auf die gesamte Verpackung.