Waschmittelverpackung

Auf der K in Düsseldorf werden die Saperatec-Ingenieure eine Waschmittelverpackung vorstellen. Sie soll mit 35% Post-Consumer-Recyclinganteil (PCR) die Ziele der anstehenden EU-Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle erfüllen. (Bild: Saperatec)

Die Saperatec GmbH, ein Entwickler von Recyclingverfahren für Verbundverpackungen aus verschiedenen Materialien, wird auf der K-Messe vom 19. bis 26. Oktober in Düsseldorf erstmals einen Prototyp einer vollständig kreisförmigen, flexiblen Verpackung vorstellen, der auf seiner Mehrschicht-Delaminierungstechnik basiert. In Halle 9, Stand D17 - ein gemeinsamer Stand mit dem führenden Maschinenhersteller Pla.to GmbH - werden die Saperatec-Ingenieure eine Waschmittelverpackung vorstellen und diskutieren, die mit 35% Post-Consumer-Recyclinganteil (PCR) die Ziele der anstehenden EU-Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle erfüllt.

Der Prototyp gehört zu den ersten flexiblen Verpackungsmaterialien für Verbraucher, die aus gebrauchten Verpackungsabfällen hergestellt werden, und wurde in Zusammenarbeit mit zwei namhaften Partnern entwickelt: Wentus, ein in Deutschland ansässiger Anbieter von Verpackungsfolien, dessen flexibles Verpackungsdesign aus Monopolyethylen eine einfache Wiederverwertbarkeit ermöglicht, und Henkel, ein Anbieter von Klebstoffen, Dichtungsmitteln und funktionellen Beschichtungen, der den für das Recycling optimierten Klebstoff für die Verpackung liefert. Henkel hat 2019 auch eine bedeutende Investition in Saperatec getätigt, die dazu beigetragen hat, die bevorstehende Anlage zu verwirklichen. Das Marketingdesign, das derzeit von Wentus als Wentoplex Pure R vermarktet wird, wurde kürzlich von der deutschen Recycling-Allianz Interseroh mit 18 von 20 Punkten bewertet.

Ermöglicht wird der Prototyp durch eine vielversprechende neue Technologie: Das erweiterte mechanische Recyclingverfahren von Saperatec für dünnschichtige Verbundwerkstoffe, das zu neuwertigen Rezyklaten führt. Die zweischichtige Konstruktion besteht vollständig aus Polyethylen (PE), wobei die innere Siegelschicht zu mehr als 50 % aus PCR rLDPE aus Getränkekartonabfällen besteht. Die äußere Schicht ist mit weniger als 50 % der Oberfläche bedruckt und mit dem für die Recyclingfähigkeit optimierten Klebstoff von Henkel laminiert. Insgesamt wird die Verpackung mindestens 35 % PCR rLDPE enthalten - in Übereinstimmung mit den vorgeschlagenen Empfehlungen für die EU-Richtlinie für Non-Food-Verpackungen.

 

Nachhaltige Verpackungen: der große Überblick

Grafik von Lebensmitteln im Supermarktregal
(Bild: sabelskaya - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema nachhaltige Verpackungen wissen? Klar ist, dass der Bedarf an nachhaltigen Verpackungen in den kommenden Jahren stark steigen wird. Aber das Thema ist komplex: Wann gilt denn überhaupt eine Verpackung als nachhaltig und welche Kriterien müssen dabei künftig erfüllt sein? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

 

Ein neuer Ansatz für ein altes Problem

Von den mehr als 140 Mio. t Kunststoffverpackungsabfällen, die jedes Jahr weltweit anfallen, entfällt ein erheblicher Teil auf Verbundverpackungen, die aus einer Kombination von Materialien bestehen. Solche Verpackungen haben die Recyclingbemühungen erheblich behindert, da die Trennung von Verbundverpackungen in ihre verschiedenen Ursprungsmaterialien eine technologische Herausforderung darstellte und, selbst wenn sie erfolgreich war, aufgrund des Bedarfs an nicht umweltverträglichen Chemikalien nicht nachhaltig war.

Der neuartige Ansatz von Saperatec führt zu recycelten Materialien, die neue Rohstoffe in zahlreichen Anwendungen ersetzen können, einschließlich Verpackungen auf Film- oder Folienbasis. Wichtig ist, dass das Verfahren keine Verunreinigungen zu den recycelten Polymeren hinzufügt und dass alle im Prozess verwendeten Chemikalien den EU-Vorschriften für den Kontakt mit Lebensmitteln entsprechen. Die Technik ist für Verbundverpackungen geeignet, die aus verschiedenen Kombinationen von Kunststoff, Metall und Glas bestehen.

Nachdem die Technologie in materialwissenschaftlichen Labors und in industrienahen Pilotumgebungen ausgiebig getestet wurde, baut Saperatec derzeit seine erste Recyclinganlage für Verbundverpackungen in Dessau, Deutschland. Im Jahr 2023 soll die Anlage den kommerziellen Betrieb aufnehmen und zunächst etwa 18.000 t Verpackungsabfälle pro Jahr verarbeiten.

Das Recycling von Verbundverpackungen von Saperatec bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl von Substraten zu trennen und wieder in den Verpackungsstrom zu integrieren. Zunächst wird sich Saperatec auf flexible Verbundverpackungsmaterialien und Tubenverpackungen mit Aluminiumfolienbarrieren sowie auf Kunststoffe und Aluminium aus Getränkekartons konzentrieren. Darüber hinaus öffnet die Technologie von Saperatec die Tür für zukünftige Recyclinglösungen in einem breiten Spektrum von Verbundverpackungen.

Wichtig ist, dass Saperatec's Recyclingprozess auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Die verwendeten Heißwasch-Trennflüssigkeiten sind wasserbasiert und lösungsmittelfrei und werden im Prozess mehr als 30 Mal wiederverwendet. Alle Materialien, die beim Verpackungsrecycling verwendet werden, sind gemäß den europäischen Vorschriften für Materialien mit Lebensmittelkontakt ohne spezifische Migrationsgrenzwerte gelistet.

Über Saperatec GmbH

Saperatec entwickelt nass-mechanische Recyclingverfahren für dünnschichtige Verbundmaterialien aus Kunststoff, Metall und Glas. Am Standort Dessau in Sachsen-Anhalt baut das Unternehmen seine erste Recyclinganlage für Verbundverpackungen aus Kunststoff, Aluminium und Papier. Ab 2023 sollen in der Anlage von Saperatec jährlich rund 18.000 t Verpackungsabfälle zu hochwertigen, wiederverwertbaren Aluminium- und Kunststoffrezyklaten verarbeitet werden. Durch technologische Weiterentwicklungen will das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Hochleistungsverbundwerkstoffen leisten.

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