Der Store Visualizer von Esko platziert dreidimensionale Verpackungsdesigns in virtuelle Ladenregale.

Der Store Visualizer von Esko platziert dreidimensionale Verpackungsdesigns in virtuelle Ladenregale. (Bild: Esko)

Die Komplexität im Verpackungsprozess wird größer, ebenso die Konkurrenz zwischen Unternehmen. Aufträge steigen, Verpackungen werden in unterschiedlichen Versionen auf den Markt gebracht, Unternehmen wollen eine Software für verschiedene Anwendungen nutzen – für Esko Grund genug, ein Update der Software-Suite 14 zu veröffentlichen und dieses auch bei der Label Expo in Brüssel Ende September vorzustellen.

Mit der Suite lassen sich Verpackungsmanagement sowie Design und Druckvorstufe über verschiedene Software-Tools abwickeln: Unter einem Dach finden sich Verpackungsentwicklung und -herstellung, 3-D-Design und Simulation, Workflowautomatisierung, Farbmanagement, Freigabeprozesse, Assetmanagement oder die Palettisierung und Versandoptimierung. „Mit der Veröffentlichung von Suite 14.1 bieten wir den aktuellen und zukünftigen Kunden neue Funktionen mit der von ihnen erwarteten Erlebnisqualität, Skalierbarkeit und Flexibilität“, sagt Bernard Zwaenepoel, SVP Software Business bei Esko. Zusätzlich will der weltweit aktive Softwarehersteller aus Gent, Belgien, bei 14.1 mehr Module im Abonnement anbieten als bei der 14er Version sowie um Optionen für Software-as-a-Service (SaaS) erweitern. So sind die Editoren Deskpack, I-cut Suite, Studio und Cape in Suite 14.1 nun als Pakete mit Abonnementlizenzen erhältlich.

Assetmanagement ausbauen

Konsumenten verändern sich – Marken antworten darauf. Dies sieht auch Jan De Roeck, Director Solutions Marketing bei Esko, so. Die Treiber: Preis und Marge, Vermehrung von Artikelpositionen (Stock Keeping Units), Cross Media Publishing und schnellere Jobwechsel. Bei der diesjährigen Label Expo fokussiert sich Esko daher auf vier Schlüsselthemen, um Anwendern ihre Arbeit zu erleichtern. An erster Stelle steht auch hier Automation. „Kein neues Thema, aber dafür heißer als je zuvor“, so De Roeck. Esko will Anwender unterstützen, ihre Arbeitsabläufe mit dem Modul Automation Engine zu automatisieren, damit sie auch kleinere Auflagen schneller abwickeln können. Arbeitsabläufe sowie das Farbmanagement sollen weiter standardisiert werden. Daneben setzt Esko auf eine positive Anwendererfahrung: Das Unternehmen möchte mit weniger komplexen Softwarelösungen auch Nutzer erreichen, die sich mit Drucktechnologien weniger gut auskennen. Als viertes  Thema steht die Einbindung der Lieferkette im Mittelpunkt. Die Druckvorstufe solle kein „Inselthema“ mehr sein, sondern sich in den gesamten Geschäftsablauf eingliedern – angefangen vom Design bis zur fertigen Verpackung, so De Roeck. Als Highlight nennt er in diesem Zusammenhang das Druckvorstufen-Tool Artpro+ zur Bearbeitung von Etiketten und Verpackungen, das dem Grafik-editor die Vorbereitung von Verpackungsentwürfen für unterschiedliche Druckmethoden einfacher machen soll.

In der neuen Version 14.1 sind eine höhere Anzahl an Barcodes integriert.
In der neuen Version 14.1 sind eine höhere Anzahl an Barcodes integriert. (Bild: Esko)

Neben der Weiterentwicklung der Suite 14 ist Esko auch wirtschaftlich gesehen gut aufgestellt: Geschäftsführer Udo Panenka zeigte sich mit dem aktuellen Wachstum zufrieden. „Wir wachsen prächtig“, sagte er auf einer Kunden- und Presseveranstaltung im Sommer. Zu den größten Wachstumsmärkten des Unternehmens zählen Russland und Europa, speziell Polen und die Türkei, der asiatische Markt, hier insbesondere China und Indien sowie Lateinamerika. Die größte Nachfrage stamme dabei von den Markeninhabern, so Panenka. Software-Tools zum Verpackungsmanagement sowie die Automation Engines zur Workflowautomatisierung werden am häufigsten nachgefragt. Das Unternehmen will deshalb auch in Zukunft Anwendungen stärker ausbauen, die für den Anwender quasi selbsterklärend sind. Dies soll die immer weiter fortschreitende Komplexität im Alltag von Unternehmen auffangen.

Im März 2015 übernahm Esko das US-amerikanische Unternehmen Media Beacon, das auf das Erstellen von Lösungen für das Assetmanagement spezialisiert ist und „eine wichtige Ergänzung zum Esko-Portfolio darstellt“, so Panenka. Assetmanagement sei ein Aspekt, den Esko mehr und mehr ausbauen wolle. „Ein Verpackungs-Designer, der den Hauptanteil seiner Zeit damit zubringt, digitale Ressourcen zu verwalten, nach den aktuellsten Daten zu suchen und zu schauen, in welchen Ländern welche Voraussetzungen gelten, kommt nicht zu dem, was er eigentlich tun will: designen“, bringt es Panenka auf den Punkt.

Neue Realitäten schaffen

Bei der Suite 14.1 hat sich viel getan. Einige Updates im Überblick: In dem Verpackungsmanagement-Tool Web Center hat Esko einen neuen 2-D- und 3-D-Viewer integriert. Auf Grundlage des aktuellen HTML5-Webstandards beschleunigt er die Anzeige von Verpackungs- und Display-Entwürfen. Gleichzeitig wird dadurch die Produktansicht auf mobilen Endgeräten wie Tablets und Smartphones verbessert. Web Center verbindet sich nun auch nahtlos mit dem Verpackungsdruckvorstufen-Tool Automation Engine und weiteren Objekten aus Web Center – eine Voraussetzung, um standortübergreifende Workflows und Freigabeprozesse, etwa zwischen Markeninhabern und deren Druckdienstleistern oder zwischen verschiedenen Werken, zu handhaben und zu überwachen. Komplexe Workflows können dadurch weltweit einheitlich ablaufen.

In dem Store Visualizer des Tools Studio gewinnt die Ansicht an Realität: Laut Wim Fransen, Product Manager Application Software bei Esko, soll sie der Wahrnehmung des Kunden im Geschäft gleichen: zum Beispiel durch dynamische Belichtung und Schattenwürfe. Kartons, Etiketten, flexible Verpackungen und Shrink Sleeves erhalten in der Ansicht eine ausgeprägtere Form und Struktur. Die Umgebungsauswahl ergänzte Esko durch einen neuen Generator, der mehr als zehn verschiedene Szenarien erstellen kann – vom Warenlager bis zum Supermarkt.

Die Verpackungsdruckvorstufe Artpro+ 14.1 enthält nun erweiterte Funktionen. Esko integrierte beispielsweise eine höhere Anzahl an Barcodes wie EAN 8, UPC-A oder UPC-E. Diese bleiben editierbar, wenn ein Anwender Art Pro oder normalisierte PDFs öffnet. Bilder können darin nun geöffnet und platziert werden, eingebettete Bilder können beispielsweise mit Photoshop geändert werden.

Esko hat sich bereits neue Ziele gesteckt: Bis zur Drupa 2016 sollen weitere Funktionen in der Suite 14.1 möglich sein: etwa das Einbinden komplexer Barcodes, die Text-Editierung oder die Verhinderung des Übereinanderdrucks (Trapping).

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