Zahlen des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV)
Verpackungsmarkt schrumpft weiter – nur Kunststoff wächst
Der deutsche Verpackungsmarkt hat 2025 erneut an Volumen verloren. Die Hersteller produzierten insgesamt 16,7 Mio. t Verpackungen und damit 2,4 % weniger als im Vorjahr. Unter den großen Packmittelwerkstoffen konnte mengenmäßig nur Kunststoff leicht zulegen.
Redaktion neue verpackungRedaktionneue verpackung
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Der Produktionswert ging bei allen Materialien zurück.OpenAI
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Die Schwächephase der deutschen Verpackungsindustrie hat sich 2025 fortgesetzt. Nach Angaben des Gemeinschaftsausschusses Deutscher Verpackungshersteller (GADV) sank die Produktionsmenge gegenüber 2024 um 2,4 % von rund 17,1 auf 16,7 Mio. t. Auch der Produktionswert ging zurück: Er verringerte sich um 1,7 % von 37,1 auf rund 36,4 Mrd. Euro.
Damit fällt der Rückgang beim Produktionswert deutlich schwächer aus als noch 2024. Damals hatte der GADV gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 4,1 % gemeldet. Bei der Produktionsmenge lag der Rückgang allerdings bereits 2024 ebenfalls bei 2,4 %.
Papier dominiert die Menge, Kunststoff den Wert
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An der grundsätzlichen Struktur des deutschen Verpackungsmarktes hat sich wenig geändert. Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton bleiben mit einem Anteil von 47,1 % die mit Abstand größte Materialgruppe nach Produktionsmenge. Insgesamt wurden davon 7,863 Mio. t hergestellt.
Beim Produktionswert liegt dagegen Kunststoff deutlich vorne. Kunststoffverpackungen kamen 2025 auf einen Wert von 16,368 Mrd. Euro und damit auf 44,9 % des gesamten Produktionswerts der Packmittelindustrie. Papier-, Pappe- und Kartonverpackungen erreichten 11,813 Mrd. Euro.
Nur Kunststoff produziert mehr
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Zwischen den einzelnen Packmittelwerkstoffen zeigen sich deutliche Unterschiede. Bemerkenswert ist vor allem die Entwicklung bei Kunststoff: Als einzige Materialgruppe konnten Kunststoffverpackungen ihre Produktionsmenge 2025 steigern – wenn auch lediglich um 0,2 %.
Den größten Rückgang gab es bei Glas.GADV
Im Vorjahr hatten noch zwei Werkstoffgruppen mengenmäßig zugelegt. 2024 war die Produktion von Kunststoffverpackungen um 1,1 % und die von Aluminiumverpackungen sogar um 1,3 % gestiegen. Bei Aluminium kehrte sich die Entwicklung 2025 deutlich um: Mit einem Mengenminus von 6,5 % verzeichnete das Material nun den stärksten Rückgang aller vom GADV erfassten Packmittelgruppen.
Auch Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton sowie Stahlverpackungen verloren jeweils 3,4 % an Produktionsmenge. Bei Glas lag das Minus bei 2,2 %.
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Produktionswerte sinken bei allen Werkstoffen
Anders als 2024 gab es beim Produktionswert 2025 überhaupt keine Materialgruppe mehr mit einem Plus. Am stärksten sank der Wert der Glasverpackungsproduktion mit 5,7 %. Stahlverpackungen folgten mit einem Minus von 4,1 %, Aluminium mit minus 2,3 %.
Vergleichsweise gering waren die Rückgänge bei Kunststoff sowie Papier, Pappe und Karton. Der Produktionswert von Kunststoffverpackungen sank um 1,0 %, der von Papier-, Pappe- und Kartonverpackungen um 0,8 %.
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Papier, Pappe und Karton: Die mit Abstand größte Materialfraktion nach Gewicht verliert weiter an Volumen. Nach minus 2,9 % im Jahr 2024 sank die Produktionsmenge 2025 nochmals um 3,4 %. Beim Wert verlangsamte sich der Rückgang dagegen deutlich von minus 7,8 auf minus 0,8 %.
Kunststoff: Kunststoff entwickelt sich mengenmäßig am robustesten. Nach einem Plus von 1,1 % im Jahr 2024 legte die Produktion 2025 nochmals leicht um 0,2 % zu. Wertmäßig ging es dennoch um 1,0 % nach unten.
Glas: Die GADV-Produktionsstatistik weist für 2025 ein Mengenminus von 2,2 % und beim Wert sogar einen Rückgang von 5,7 % aus. Die Statistik ist nicht mit den Absatzdaten des BV Glas für Behälterglas gleichzusetzen.
Aluminium: Nach dem Wachstum des Vorjahres verzeichnet Aluminium den deutlichsten Richtungswechsel. Die Produktionsmenge brach um 6,5 % ein, der Wert sank um 2,3 %.
Stahl: Auch Stahlverpackungen entwickelten sich schwächer. Die Menge ging um 3,4 %, der Produktionswert um 4,1 % zurück.
PPWR sorgt für zusätziichen Anpassungsdruck
Neben der schwachen Marktentwicklung beschäftigt die Hersteller derzeit vor allem die neue Verpackungsregulierung. Seit dem 12. August 2026 gelten wesentliche Vorgaben der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR). Zeitgleich ist in Deutschland das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz in Kraft getreten, das die europäischen Vorgaben national ergänzt.
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Nach Einschätzung der im GADV zusammengeschlossenen Verbände besteht branchenübergreifend weiterhin Klärungsbedarf bei der Auslegung und praktischen Umsetzung der neuen Anforderungen. Gerade für Hersteller, die unterschiedliche Packmittel und Märkte bedienen, kommen damit zur schwachen Nachfrage zusätzliche regulatorische Anpassungen hinzu.
Der GADV bündelt die Interessen der Hersteller von Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe, Kunststoff, Glas, Stahl und Aluminium. Zu den Trägerverbänden gehören Aluminium Deutschland, der Bundesverband Glasindustrie, die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, der Verband Metallverpackungen und die Wirtschaftsverbände Papierverarbeitung. Rund 900 Mitgliedsunternehmen der beteiligten Verbände stehen nach GADV-Angaben für mehr als 80 % des Produktionswerts der deutschen Packmittelindustrie.