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Verbraucher achten heute mehr denn je darauf, was sie essen und wo ihre Nahrungsmittel herkommen. Die wachsenden Ansprüche im Hinblick auf Gesundheit, Nachhaltigkeit sowie eine biologische beziehungsweise ökologische Erzeugung bestimmen neben der Ernährung auch das Kaufverhalten der modernen Konsumenten. Zugleich steigt die Vielfalt des Angebots an Nahrungsmitteln enorm an – auch im Bereich Obst und Gemüse gibt es immer wieder veränderte Sorten und Neuzüchtungen. Einhergehend mit diesen Veränderungen wandeln sich auch die Anforderungen an die Verpackung. Schumacher Packaging, Spezialist für Verpackungen aus Well- und Vollpappe, präsentiert sechs Trends im Bereich Obst- und Gemüseverpackungen und zeigt, wie sich Erzeuger durch nachhaltige und werbewirksam bedruckte Verpackungen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

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Trend 1: Nachhaltigkeit entlang der Supply Chain

Öko ist in. Der Wunsch nach nachhaltigen Nahrungsmitteln reicht dabei von der Erzeugung über den Weg des Erzeugnisses bis in die eigene Küche. Dabei spielt die Verpackung über die gesamte Supply Chain hinweg eine wichtige Rolle – im Hinblick auf Frische und Schutz der enthaltenen Waren, deren Qualitätserhalt und Kennzeichnung. Verpackungen aus Wellpappe oder Karton sind nicht nur zu nahezu einhundert Prozent recycelbar, sondern bestehen zudem aus nachwachsenden Rohstoffen, was die CO2-Bilanz positiv beeinflusst. Darüber hinaus werden solche Verpackungen von Verbrauchern als nachhaltig und umweltfreundlich wahrgenommen. Daher setzen auch Supermärkte und Discounter bei der Verpackung von Obst und Gemüse zunehmend auf Karton statt auf Kunststoff, wie etwa bei Kirschtomaten, die heute immer öfter in bedruckten Schalen aus Wellpappe erhältlich sind.

Verpackungen aus Wellpappe oder Karton werden von Verbrauchern als nachhaltig und umweltfreundlich wahrgenommen. (Foto: Schumacher)
Hiesige Erzeuger können auf der Verpackung mit ihrem Namen und ihrer Region werben und sich so vom Wettbewerb abheben. (Foto: Schumacher)

Trend 2: Werben mit der Region

Viele Erzeuger wissen es bereits: Bei Obst und Gemüse ist den Verbrauchern die regionale Herkunft der Produkte noch wichtiger als biologische beziehungsweise ökologische Gesichtspunkte oder eine Fair-Trade-Garantie. Das bestätigte erneut die Studie „Obst und Gemüse 2016″ des Marktforschungsinstituts Mafowerk1. Der Nachteil: Regionale Produkte sind in Deutschland saisonbedingt nicht ganzjährig verfügbar. Daher bauen mittlerweile immer mehr deutsche Erzeuger ihr Obst und Gemüse in Gewächshäusern an. Für Verbraucher heißt das beispielsweise: Auch im November gibt es noch Erdbeeren aus Franken – anstatt aus Peru. Für die Erzeuger bedeutet das auf der einen Seite eine verlängerte Saison und somit Wettbewerbsvorteile gegenüber Obst- und Gemüselieferanten aus dem Ausland. Auf der anderen Seite müssen auch kleinere Landwirtschaftsbetriebe lernen, ihren Regionalitäts-Trumpf auszuspielen: Der eigene Name, das Logo und natürlich die Region sollten direkt auf der Verpackung aufgebracht sein. Hier eigenen sich besonders Verpackungen aus Karton oder Wellpappe aufgrund der guten Bedruckbarkeit des Materials. Und auf diese Weise heben sich regionale Erzeuger von den Wettbewerbern aus Italien, Spanien und Co. ab.

Trend 3: Optimale Werbewirkung durch vielfältige Druckverfahren

Um Werbebotschaften und wichtige Produktinformationen wirkungsvoll auf die Verpackung zu bringen, sollten Erzeuger für die Druckdatenerstellung in jedem Fall mit einer erfahrenen Werbeagentur zusammenarbeiten, die ihrerseits mit dem Verpackungshersteller eng kooperiert, der den Verpackungsdruck letztlich ausführt. Dieser berät auch kompetent, welches Druckverfahren in Abhängigkeit der geplanten Auflage und der spezifischen Anforderungen am besten geeignet ist: Flexo-, Offset- oder Digitaldruck. Bei allen genannten Druckverfahren kann auf lebensmittelkonforme Farben zurückgegriffen werden, um hiermit eine Schadstoffbelastung des Produktes durch die Druckfarben auszuschließen.

Trend 4: Flexibilität und Nähe in Sachen Logistik

Ertragreiche Ernten, magere Ernten, ein kurzfristig eintretender Erntezeitpunkt oder die plötzlich ansteigende Nachfrage nach regionalen Produkten aufgrund von Werbeaktionen des Handels – im Bereich Obst und Gemüse ist Flexibilität enorm wichtig. Folglich sollten Erzeuger ihre Verpackungen von einem regionalen Anbieter beziehen, der ihnen flexible Lieferzeiten, variable Abnahmemengen und die Möglichkeit anbietet, die Verpackungen bis zum Erntezeitpunkt einzulagern. Unabhängig vom Material sichert ein Verpackungshersteller aus der Region oder zumindest aus Deutschland die Nachhaltigkeit in der Supply Chain.

Der Autor Sebastian Mnich, Produktmanager Obst- und Gemüseverpackungen bei der Schumacher Packaging GmbH, zeigt sechs Trends bei Obst- und Gemüsever­packungen auf. (Foto: Schumacher)

Der Autor Sebastian Mnich, Produktmanager Obst- und Gemüseverpackungen bei der Schumacher Packaging GmbH, zeigt sechs Trends bei Obst- und Gemüsever­packungen auf. (Foto: Schumacher)

Trend 5: Neue Verpackungsgrößen und -formen

Veränderungen der Obst- und Gemüsesorten in ihrer Form und Größe machen auch die Anpassung der Verpackung erforderlich. Beispielsweise haben die sogenannten kleinen Bauerngurken die altbekannten Schlangengurken gebietsweise schon verdrängt, und der Trend geht weiter in Richtung noch kleinerer Exemplare: den noch kleineren Snackgurken. Das heißt auch: Die Größe der Primärverpackung, zum Beispiel einer Gemüseschale für die Snackvariante der klassischen Gurke, sowie Sekundärverpackungen und Verpackungseinheiten sind diesem Trend anzupassen.

Trend 6: Veränderte Materialanforderungen

Nahrungsmittel, die eingeschweißt in Kunststoff angeboten werden, lassen sich schlechter in ihrer eigentlichen Qualität beurteilen als Waren in einer offenen Kartonschale. Besonders beansprucht werden Obst- und Gemüseverpackungen aus Pappe jedoch aufgrund der Feuchtigkeit der verpackten Erzeugnisse. Salatgurken werden beispielsweise – auch zugunsten der Haltbarkeit – in Cellophan verpackt, bevor sie in die Gemüsesteige kommen. Alternativ können Erzeuger Obst- und Gemüsesteigen mit speziellen Papierqualitäten beziehungsweise -beschichtungen versehen, die ein Eindringen der Feuchtigkeit in den Karton verhindern. Eine wichtige Rolle bei der Materialauswahl spielt auch, wie das Obst und Gemüse über die Supply Chain hinweg gelagert wird, zum Beispiel in Kühlhäusern, während des Transportwegs, und für welche Dauer.

Fazit: Nicht ohne einen erfahrenen Verpackungsexperten

Viele Erzeuger haben nicht die Ressourcen, um sich mit den aktuellen Verpackungstrends im Bereich Obst und Gemüse so intensiv auseinanderzusetzen, um einen individuellen Vorteil zu erzielen. Kompetente Unterstützung für die vielen zu beachtenden Details bietet hier ein erfahrener Verpackungsexperte, der den landwirtschaftlichen Erzeugern bei der individuellen Wahl der richtigen Verpackung für die eigenen Obst- und Gemüsesorten beratend zur Seite steht.

1 http://www.mafowerk.de/wp-content/uploads/2016/05/Ergebnisse_mafowerk_Consumer-Insights-Obst-und-Gem%C3%BCse-2016_-Studieninhalte.pdf

 

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