Andreas Milk, Gründer und Geschäftsführer von M.I.L.K.

Andreas Milk, Gründer und Geschäftsführer von M.I.L.K. (Bild: Milk)

neue verpackung: Herr Milk, mit dem Future Food Trend Radar haben Sie eine interaktive Übersicht zu den (voraussichtlich) wichtigsten Entwicklungen in drei wachsenden Zeiträumen – heute, morgen, übermorgen – zusammengestellt. Wie funktioniert das Konzept dahinter?

Andreas Milk: Wir unterscheiden in unserem Trend-Radar nach den vier Bereichen: Food, Packaging, Kitchen und Production. Der letzte Bereich ist etwas breiter gefasst. So bilden wir aus unserer Sicht die wichtigsten Entwicklungsfelder ab. Die Fragen lauten: Was essen wir in Zukunft noch? Wie wird es verpackt? Wie bereiten wir es zuhause zu oder wie arbeitet die Profi-Küche? Und was passiert im Bereich Produktion, Logistik und Vermarktung?

neue verpackung: Für wen bzw. als was ist der Trend Radar gedacht: Als Anlaufstelle, um sich grundsätzlich einmal über aktuelle Entwicklungen zu informieren, oder als Tool, das Sie gemeinsam mit Ihren Kunden bei der Entwicklung neuer Konzepte nutzen?

Milk: Wir richten uns an Branchenprofis und Externe zugleich. Das Radar ist offen und frei zugänglich für im Netz. Ich glaube daran, dass uns mehr Wissen zu mehr Fortschritt verhilft. Deshalb teilen wir das Wissen in dieser übersichtlichen Form und bekommen Zuspruch von Unternehmen aus der Branche, genau wie von Externen. Die Zukunft der Ernährung und ihre Verpackung interessiert sehr viele Menschen heutzutage. Und daher bekommen wir Aufmerksamkeit aus verschiedenen Richtungen.

Mit der Auswahl unserer Trends und dem Zukunftsbild, was wir zeichnen, wollen wir inspirieren und vor allem die Wirtschaft anstoßen von der dargestellten Zukunft die Rückschlüsse auf heutige Entscheidungen in Unternehmen zu ziehen – Stichwort: Regnose. Somit beeinflussen wir unsere heutigen Entscheidungen im Sinne eines erstrebenswerten und wahrscheinlichen Zukunftsbildes.

Wir stellen im Radar keine geheimen Informationen ins Netz, sondern haben nach jahrelanger Beobachtung und unzähligen Projekten in der Praxis eine Meinung gebildet. Wir bieten einen praxisnahen Überblick der wichtigsten Trends von „Heute“ bis 2030 und geben jede Menge Sprungbretter für den Markt von „Morgen“ 2030-2040. Danach wird es richtig spannend, aber sicher auch spekulativer im „Übermorgen“ 2040-2050. Wir müssen uns aber bewusst machen, dass das unser Schaffenshorizont ist. Ich bin nun 13 Jahre berufstätig, 37 Jahre alt und trage Entscheidungsverantwortung in einem Unternehmen. Mein gesetzliches Renten-Eintrittsalter liegt nach heutigem Stand im Jahr 2051. Ein Jahr nach der Erfüllung des Green-Deals der EU.

Deshalb lade ich alle Marktteilnehmer im Food-Bereich ein, mit uns ihr persönliches Food-Trend-Radar unternehmensspezifisch aufzustellen. Das ist ein Angebot an die Unternehmer, Strategen und Marketeers da draußen, mit uns eine Zukunfts-Regnose für das Unternehmen aufzustellen.

neue verpackung: Um auch einmal einen Blick zurückzuwerfen: Gab es in der Vergangenheit eine Entwicklung im Verpackungsbereich, die initial für Sie das Zeug zum echten Game-Changer hatte, die sich aber aufgrund veränderter Marktgegebenheiten zu Ihrem Unmut am Ende doch nicht durchsetzen konnte?

Milk: In meinem persönlichen Rückblick gibt es wenig zu berichten, weil die etablierten Verpackungslösungen für Food in Vergangenheit immer weiter optimiert wurden. So wurdenbeispielsweise Kunststoffverpackungen funktional perfektioniert. Ein Game-Changer war der Getränkekarton, aber der hat sich auch durchgesetzt. Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Lösungen das Zeug zum Game Changer haben und etablierten Lösungen den Rang ablaufen. Aber wie so oft wird es ein sowohl-als-auch und kein entweder-oder geben. Ich bin zuversichtlich, dass die kommenden Jahre die spannendsten Jahre werden.

Sie interessieren sich für Verpackungsdesign?

Logo des Packaging Summit 2022

Auf unserem 5. Packaging Summit – der dieses Jahr zum ersten Mal in Hamburg stattfindet – beleuchten wir Verpackungsdesign in einem eigenen Themenblock. Hier stellen sich unter anderem Kerstin Bergler und Sevil Hoppmann von SGK die Frage, ob das Verpackungsdesign alleine die Nachhaltigkeit eines Produktes kommunizieren kann.

Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch auf der Veranstaltungsseite vorbei: https://www.packagingsummit.de/

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