Rückblick

Auch als Rasierpuder geeignet

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Im Jahr 1890 brachte der Frankfurter Apotheker Karl Philipp Engelhard und Inhaber der 1872 gegründeten Fabrik für Pharma-Präparate in Frankfurt sein antiseptisches Kinder- und Wundpuder Dialon auf den Markt. Das Puder diente zur antiseptischen Pflege der Haut bei Kindern und Erwachsenen. Abgeleitet war der Markenname vom „Diachylon“ – einem vielseitig einsetzbaren Medikament, das aus verschiedenen Ölen und Pflanzensäften gewonnen wurde.

Ausbau von Marke und Portfolio


Verpackt war das neue Puder größtenteils in bedruckte, nachfüllbare, runde Streudosen aus Blech, nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Pappdosen mit oben eingearbeiteter Sicherheitsplatine aus Papier, die vor der Erstentnahme entfernt werden musste.


1919 übernahmen die beiden Söhne, Paul und Max, das Unternehmen und bauten vor allen Dingen die Marke Dialon konsequent aus, unter Nutzung origineller Werbekampagnen und funktioneller Verpackungen aus der eigenen Druckerei.


Slogans wie „Freude am Sport – Dialon“ (um 1930), „Auch als Rasierpuder geeignet“ (um 1935) oder „Ein hygienisches Toilettemittel“ förderten den Bekanntheitsgrad des Pflegepuders.


Heute gehört Engelhard, Familienunternehmen in fünfter Generation, zu den in der Welt führenden Herstellern von pflanzlichen Arzneimitteln. 450 Mitarbeiter und bekannte Marken wie Isla oder Prospan sichern die Zukunft. Die vor nunmehr 130 Jahren eingeführte Marke Dialon ist als Zinksalbe noch im Angebots-Portfolio zu finden.

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Frühe Reklame zur Verwendung als Toilettemittel aus den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts.
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Blechdose aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Diachylon-Wund-Puder der Marke Dialon.
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Dialon-Puder – Reklame aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
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Blech-Puderdosen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.