EU-Vorgaben werden deutlich übertroffen

PET-Flaschen erreichen 58 % Rezyklatanteil

Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) beziffert den durchschnittlichen Anteil von recyceltem PET in deutschen Getränkeflaschen für 2025 auf 58 %. Damit liegt der Wert deutlich über der seit 2025 geltenden EU-Vorgabe von durchschnittlich 25 % Rezyklatanteil für PET-Getränkeflaschen.

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Eine Erfolgsgeschichte: das deutsche PET-Flaschen-Recycling.

Die Untersuchung wurde im Auftrag des Forum PET in der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen erstellt. Nach Angaben des Verbands werden in Deutschland mehr als 95 % des PET-Materials aus Getränkeflaschen zurückgewonnen und wieder als Rezyklat eingesetzt. Ein erheblicher Teil davon gelangt erneut in die Produktion von Getränkeflaschen.

Als wesentlichen Faktor nennt die IK das deutsche Pfandsystem, durch das PET-Flaschen getrennt erfasst werden. Hinzu komme eine etablierte Recyclinginfrastruktur sowie die Zusammenarbeit zwischen Rohstoffherstellern, Flaschenproduzenten, Abfüllern, Handel und Recyclingunternehmen.

Weniger Material pro Flasche

Parallel zum steigenden Rezyklatanteil ist laut Studie auch der Materialeinsatz gesunken. Im Jahr 2025 wurde demnach 25 % weniger PET für die Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt als 2017.

Dazu tragen unter anderem kürzere Flaschengewinde und geringere Wandstärken bei. Durch dieses sogenannte Lightweighting konnten PET-Flaschen in den vergangenen Jahren leichter werden, ohne die erforderliche Stabilität zu verlieren. Weniger Material reduziert zudem den Ressourcenbedarf sowie die transportbedingten Emissionen.

Pfandsystem stützt geschlossenen Kreislauf

Eine zentrale Rolle für die Rückgewinnung des Materials spielt nach Einschätzung des Verbands das Einwegpfandsystem. Die getrennte Sammlung ermöglicht vergleichsweise sortenreine Materialströme und erleichtert damit das Bottle-to-Bottle-Recycling.

Die Deutsche Pfandsystem GmbH (DPG), die das bundesweite Einwegpfandsystem organisiert, besteht 2026 seit 20 Jahren. Vergleichbare Pfandsysteme werden inzwischen auch in weiteren europäischen Ländern eingeführt.

Die IK sieht in den Ergebnissen zugleich einen Hinweis auf die Bedeutung einer leistungsfähigen industriellen Infrastruktur für die Kreislaufwirtschaft. Neben regulatorischen Vorgaben seien Investitionen, technische Kompetenz und eine enge Verzahnung der Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette erforderlich, um Kunststoffkreisläufe dauerhaft zu schließen.