Recycling spart bis zu 95 % Energie

Speira erweitert Recyclingkapazität für Getränkedosen

Im Rheinwerk in Neuss hat Speira einen neuen Recyclingofen mit einer Jahreskapazität von 60.000 t eingeweiht. Rund 40 Mio. Euro investierte das Unternehmen in den Ausbau seiner Recyclinginfrastruktur. Zu den Abnehmern des recycelten Aluminiums zählt Red Bull.

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Schmelz- beziehungsweise Recyclingofen für Aluminium.

Der Aluminiumhersteller und -recycler Speira hat einen neuen Recyclingofen für Getränkedosenschrott im Rheinwerk in Neuss in Betrieb genommen. Mit der Anlage erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten zur Wiederverwertung von Aluminium und reagiert auf die steigende Nachfrage nach recyceltem Material für die Getränkedosenproduktion. Die Investitionen von rund 40 Mio. Euro umfassen neben dem neuen Ofen auch die Optimierung einer Gießanlage und den Ausbau der Schrottlagerung.

Der neue, vierte Recyclingofen am Standort verfügt über eine jährliche Kapazität von rund 60.000 t. Parallel dazu wurde die dritte von insgesamt vier Gießanlagen für die Verarbeitung von Recyclinglegierungen optimiert. In den rund 300 m langen Hallen der ehemaligen Aluminiumhütte entstanden zusätzliche Lagerflächen für 6.500 t Dosenschrott. Dazu gehören Einrichtungen für die Annahme und Beprobung der angelieferten Materialien.

Red Bull verwendet Recyclingaluminium von Speira

Zu den Kunden von Speira zählt der Getränkehersteller Red Bull, der für seine Energydrinks Dosen aus Recyclingaluminium des Unternehmens verwendet. Nach Angaben von Speira entwickelt sich das Geschäft mit recyceltem Aluminium im Getränkedosensektor besonders dynamisch. Die steigende Nachfrage nach kreislauffähigem Dosenmaterial sei ein wesentlicher Treiber für den Ausbau der Recyclingkapazitäten im Rheinwerk.

Mit der Investition treibt Speira zugleich den Umbau des Standorts Neuss voran. Wo früher energieintensiv Primäraluminium hergestellt wurde, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend auf das Recycling von Aluminiumschrotten.

Recycling spart bis zu 95 % Energie

Nach Angaben von Speira benötigt das Recycling von Aluminium rund 95 Prozent weniger Energie als die Herstellung von Primäraluminium. Der neue Recyclingofen ist zudem für einen künftigen Betrieb mit Wasserstoff vorbereitet. Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Anschluss des Rheinwerks an ein Wasserstoffnetz.

Mit dem Ausbau der Recyclinginfrastruktur will Speira zusätzliche Mengen an Sekundäraluminium für die europäische Industrie bereitstellen. Neben Getränkedosen wird Aluminium aus Neuss auch für Anwendungen in der Automobilindustrie eingesetzt.