Die Branchenzahlen für 2025

Umsatzrückgang bei flexiblen Verpackungen hält an

Die Hersteller flexibler Verpackungen aus Papier und Kunststoff stehen weiterhin unter wirtschaftlichem Druck. Nach Angaben des Industrieverbandes Papier- und Folienverpackung (IPV) sank der Branchenumsatz 2025 um 0,7 %. Auch für 2026 zeichnet sich bislang keine Trendwende ab. Gleichzeitig stellen PPWR und weitere regulatorische Vorgaben die Unternehmen vor neue Herausforderungen.

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Die Gesamtsituation bei den Herstellern flexibler Verpackungen hat sich nicht verbessert.

Die Hersteller flexibler Verpackungen haben das Jahr 2025 mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Nach Schätzungen des Industrieverbandes Papier- und Folienverpackung (IPV) sank der Branchenumsatz um 0,7 % auf rund 2,045 Mrd. Euro. Auch im laufenden Jahr bleibt die Situation angespannt: Im ersten Halbjahr 2026 verharrten die Absatzmengen auf niedrigem Niveau. Eine grundlegende Erholung ist bislang nicht erkennbar.

„In allen Bereichen haben wir ein Minus zu verzeichnen. Das ist keine gute Entwicklung, aber sie spiegelt die wirtschaftliche Realität vieler produzierender Unternehmen in Deutschland wider“, erklärte IPV-Geschäftsführer Karsten Hunger auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Potsdam. Auch die Hersteller von Servietten und Tischdecken aus Zellstoff mussten 2025 Rückgänge bei Absatzmengen und Umsätzen hinnehmen.

Damit folgt die Branche dem allgemeinen Trend der deutschen Verpackungsindustrie. Deren Produktionswert ging 2025 um 1,7 % auf 36,4 Mrd. Euro zurück, während die Produktionsmenge um 2,4 % auf rund 16,7 Mio. t sank. Der Umsatz der Papier-, Karton-, Pappe- und Folienverarbeitung verringerte sich um 1,0 % auf 20,03 Mrd. Euro.

Hohe Kosten und schwache Nachfrage belasten die Hersteller

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Als wesentliche Belastungsfaktoren nennt der IPV die schwache Konjunktur, hohe Material- und Personalkosten sowie volatile Energiepreise. Material bleibt der wichtigste Kostenblock für die Hersteller flexibler Verpackungen. Trotz der schwachen Nachfrage blieb die erhoffte Entlastung auf der Kostenseite aus.

Auch die Entwicklung wichtiger Absatzmärkte bietet wenig Anlass für Optimismus. Der Lebensmittelhandel verzeichnete 2025 zwar ein nominales Umsatzwachstum von 3,4 %, preisbereinigt betrug das Plus jedoch nur 1,1 %. Der Außer-Haus-Markt, ein wichtiger Abnehmer flexibler Serviceverpackungen und Servietten, schrumpfte real sogar um 2,1 %.

„Schwache Konjunktur, hohe Kosten und immer neue regulatorische Anforderungen treffen gleichzeitig aufeinander. Gerade deshalb brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, die Investitionen und Innovationen ermöglichen, statt zusätzliche Unsicherheit zu schaffen“, erklärte IPV-Vorstandssprecher Jens Vonderheid.

PPWR und Verpackungssteuern erhöhen den Handlungsdruck

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung standen regulatorische Anforderungen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung. Insbesondere die seit dem 12. August 2026 geltende europäische Verpackungsverordnung PPWR beschäftigt die Unternehmen. Sie stellt neue Anforderungen unter anderem an Verpackungsvermeidung, Recyclingfähigkeit, Rezyklateinsatz und Herstellerverantwortung. Zahlreiche Einzelheiten müssen allerdings erst durch weitere EU-Rechtsakte konkretisiert werden.

Der Verband unterstützt seine Mitglieder bei der Umsetzung mit Informationsangeboten, Workshops, Leitfäden und Vorlagen. Weitere Themen sind die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), die deutsche Druckfarbenverordnung sowie das geplante Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz.

Für Diskussionen sorgten zudem kommunale Verpackungssteuern und die Pläne für eine nationale Kunststoffverpackungssteuer. Die Mitgliederversammlung fand einen Tag nach Einführung der kommunalen Verpackungssteuer in Potsdam statt. Während der Veranstaltung wurde außerdem ein erster Entwurf zur nationalen Kunststoffverpackungssteuer bekannt. Der IPV lehnt diese Steuer ab, weil sie aus Sicht des Verbandes wirtschaftspolitisch nicht zielführend sei und falsche Anreize setze.

Für die Unternehmen komme es zunehmend darauf an, die verschiedenen Anforderungen nicht nur zu kennen, sondern sie auch rechtssicher und wirtschaftlich umzusetzen, betonte Hunger.

Wettbewerbsfähigkeit als Voraussetzung für Nachhaltigkeit

Der IPV fordert deshalb politische Rahmenbedingungen, die Investitionen in neue Technologien und nachhaltige Verpackungslösungen ermöglichen. Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg seien keine Gegensätze. Vielmehr brauche die Transformation der Verpackungsindustrie eine wettbewerbsfähige industrielle Basis.

Vonderheid verwies dabei auf die Funktion flexibler Verpackungen beim Produktschutz und der Vermeidung von Lebensmittelverlusten. Diese Leistungen müssten in der politischen Diskussion stärker berücksichtigt werden.