Monoverpackung für ein Heißwassergerät, von Stiebel Eltron und Schumacher Packaging entwickelt.

Stiebel Eltron und Schumacher Packaging haben gemeinsam eine Monoverpackung für ein Heißwassergerät entwickelt. (Bild: Schumacher)

Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Holzminden gehört weltweit zu den Marktführern in den Bereichen Haustechnik und grüne Technologien. Als traditionsreiches und innovationsgetriebenes Unternehmen hat Stiebel Eltron seit seiner Gründung 1924 mehr als 1.700 Patente angemeldet. Viele davon setzen Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit.

Gemeinsam haben Schumacher Packaging und Stiebel Eltron in den vergangenen Monaten eine innovative und umweltfreundliche Monoverpackung für ein neues Heißwassergerät entwickelt. Eine Verpackung, die den anspruchsvollen Amazon-FFP-Anforderungen mit ISTA 6 Amazon.com SIOC Zertifizierung entspricht und den Kunststoffeinsatz stark reduziert. SIOC-zertifizierte Verpackungen erlauben den Versand direkt in der Originalverpackung. Dadurch ist es nicht nötig, das Produkt erneut in einer weiteren Umverpackung zu versenden. So wird die Umwelt entlastet.

Heißwassergerät Hot 2.6 Premium von Stiebel Eltron
Das Heißwassergerät Hot 2.6 Premium von Stiebel Eltron ist in vielen Haushalten oder kleineren Bürogemeinschaften im Einsatz. (Bild: Schumacher Packaging)

Umweltgerecht überzeugt

Das Heißwassergerät Hot 2.6 Premium ist in vielen Haushalten oder kleineren Bürogemeinschaften im Einsatz. Ein schneller und komfortabler Weg zu sehr heißem Wasser – etwa um Getränke und Speisen zuzubereiten oder stark verschmutztes Geschirr zu reinigen. Doch wie kommt das innovative Produkt zum Kunden? Und was passiert mit der Verpackung? Diese Fragen bewegten die Produktexperten bei Stiebel Eltron, die genau prüfen, wie sorgfältig ein Produkt verpackt werden muss, damit es auf dem Weg zum Kunden nicht beschädigt wird. Zusätzlich geht es um die Fragen, wie ressourcenschonend eine Verpackung ist, und wie sie fachgerecht entsorgt wird. Denn nur durch ein professionelles Rücknahme- und Entsorgungssystem werden hohe Recyclingquoten der Materialien erreicht sowie Deponien und die Umwelt entlastet.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Kunststoffe in Verpackungen zu vermeiden, um unsere Produkte noch nachhaltiger zu machen“, sagt Hauke Hagen, Head of Product Management bei Stiebel Eltron. „Zudem wollten wir erstmals eine Verpackung anbieten, die den hohen Amazon-FFP-Standards mit ISTA 6 Amazon.com SIOC Zertifizierung gerecht wird. Das ist uns in einem starken Innovationsprozess gelungen – gemeinsam mit den Experten von Schumacher Packaging haben wir ein ideales Produkt entwickelt.“

Die Verpackungsspezialisten bei Schumacher Packaging haben die Herausforderung gerne angenommen. Sie entwickeln für viele Produktkategorien in zahlreichen Branchen individuell auf die jeweiligen Kundenanforderungen angepasste Monoverpackungen, also Verpackungen, die komplett papierbasiert sind und sämtlichen Versandbelastungen Stand halten. Der Trend geht über alle Branchen hinweg klar zu Papier und weg von Plastik. Viele Waren können heute bereits vollständig in Karton oder Wellpappe verpackt und verschickt werden.

Frustration Free Packaging

Seit Jahren arbeitet Amazon daran, zusätzliche Verpackungen zu vermeiden und hat deswegen 2008 das frustfreie Verpackungsprogramm ins Leben gerufen. Dazu gehören die Zertifizierungen PFP-, SIOC- und FFP. Im Idealfall verpacken die Hersteller ihr Produkt so stabil, dass keine Umverpackung von Amazon mehr benötigt wird, bevor das Produkt an den Kunden gesendet wird. Noch besser wird’s, wenn die Verpackung recycelbar und leicht zu öffnen ist.

Die drei Zertifizierungsstufen auf einen Blick:

  • Stufe 1: Frustration-Free-Packaging (FFP): Keine Umverpackung nötig, die Originalverpackung ist zudem recycelbar und leicht zu öffnen.
  • Stufe 2: Ships in Own Container (SIOC): Die Ware wird in ihrer Originalverpackung versendet.
  • Stufe 3: Prep-Free-Packaging (PFP): Es wird eine zusätzliche Umverpackung benötigt, weitere Vorbereitungen vor Versand sind nicht nötig.

Gemeinsam der Umwelt zuliebe

2020 wurde die Kooperation zur Verpackungsentwicklung mit Stiebel Eltron offiziell gestartet. Von den ersten Gesprächen bis zum ersten Prototyp vergingen nur sechs Monate. Ein halbes Jahr, in dem die Experten von Schumacher Packaging eng mit Stiebel Eltron zusammengearbeitet haben, um die Monoverpackung zu konzipieren.

Zunächst wurde mithilfe eines 3D-Design-Modells gearbeitet, bis der erste Prototyp des Neuprodukts zur Verfügung stand. Um Stabilität und Robustheit zu testen, fanden im Materialprüflabor in Ebersdorf zahlreiche Voruntersuchungen statt bis zur finalen Zertifizierungsprüfung im Servicecenter Umweltsimulation in Dresden. Das war der Herz- und Nieren-Check, der die Monoverpackung in Hinblick auf das ideale Handling im Tagesgeschäft überprüft. Denn das muss einwandfrei funktionieren. Anders gesagt: wenn eine Verpackung nicht einfach zusammengebaut werden kann, dann ist sie noch nicht marktreif.

Von Schumacher Packaging entwickelte Monoverpackung für das Heißwassergerät von Stiebel Eltron.
Die von Schumacher Packaging entwickelte Monoverpackung für das Heißwassergerät von Stiebel Eltron erfüllt die FFP-Anforderungen nach Stufe 2 (SIOC), die über die ISTA-6-Amazon.com SIOC Prüfung bestätigt wird. (Bild: Schumacher Packaging)

Zertifikat „Besonders wertvoll“

Das Ergebnis der Zusammenarbeit hat die anfänglichen Erwartungen sogar übertroffen: Die neue Monoverpackung für das Heißwassergerät von Stiebel Eltron erfüllt die FFP-Anforderungen nach Stufe 2 (SIOC), die über die ISTA-6-Amazon.com SIOC Prüfung bestätigt wird. Für Unternehmen, die ihre Produkte im Zusammenhang mit Amazonversand vermarkten, sind dies essenzielle Komponenten, die für den Erfolg ausschlaggebend sind.

„Wir freuen uns, dass wir damit unseren hohen Ansprüchen an Nachhaltigkeit gerecht werden“, sagt Carsten Hüge, Entwicklungsingenieur bei Stiebel Eltron. „Durch die gemeinsam entwickelte Verpackung konnten wir nicht nur den Einsatz von Plastik reduzieren, sondern auch auf weitere Umverpackungen verzichten. So machen wir nicht nur einen großen Schritt in Sachen Nachhaltigkeit, sondern schaffen gleichzeitig ein positives Marken- und Auspackerlebnis auf Kundenseite.“

Zeitgemäße Monoverpackungen dank Wellpappe

Schumacher Packaging möchte seine Kunden bei der Erreichung ihrer Klimaziele unterstützen. So lässt sich etwa durch intelligent kombinierte Papierqualitäten Material einsparen und das Gewicht der Verpackung verringern – bei gleichbleibender Stabilität. Dies führt zu einem deutlich reduzierten CO2-Fußabdruck für die Kunden.

Bei der Verpackung für das Heißwassergerät von Stiebel Eltron konnte das eindrucksvoll bewiesen werden. Bei einer herkömmlichen Verpackung wäre eine mehrteilige Umverpackung nötig gewesen, ein Umkarton (oder -kunststoff) mit bis zu vier Einlagen. Die neue Monoverpackung „entschlackt“ diesen Materialeinsatz im Sinne der Umwelt. Der CO2-Fußabdruck konnte so auf minimale 0,659 kg CO2 pro Tonne Wellpappe reduziert werden.

100 % Recyclingfähigkeit – das zeichnet den nachhaltigen Packstoff Well- und Vollpappe aus. Für Monoverpackungen ist das Kreislaufprodukt daher das perfekte Material, um Kunststoffe komplett zu vermeiden. Ein wichtiger Schritt, um auch beim Thema Verpackungen den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Vorreiter wie Stiebel Eltron haben das längst erkannt und leisten so gemeinsam mit den Verpackungsspezialisten von Schumacher Packaging einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz.

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