Barrierelacke, Primer und metallische Veredelung für regulierte Verpackungsanwendungen
Funktionale Beschichtungen erweitern Einsatzbereiche faserbasierter und flexibler Verpackungen
Beschichtungen übernehmen zunehmend Funktionen, die bisher durch Materialverbunde gelöst wurden – insbesondere im Bereich Barrierewirkung, Druckqualität und Veredelung.
Der Act-Digi-LEP-Primer verbessert die Leistungsfähigkeit digital gedruckter Etiketten auf HP-Indigo-Druckmaschinen auf einer Vielzahl von Bedruckstoffen.
Actega
Beschichtungen gewinnen in der Verpackungsentwicklung an Bedeutung, da sie funktionale Eigenschaften direkt auf das Substrat übertragen. Actega zeigt zur Interpack 2026 Lösungen, die Barrierewirkung, Druckperformance und Veredelung in papierbasierten und flexiblen Verpackungssystemen abdecken. Ein Schwerpunkt liegt auf wasserbasierten Barrierelacken für Papier- und Kartonanwendungen. Die Act-Green-Barrier-Coatings sorgen für Schutz gegenüber Wasser, Wasserdampf sowie Ölen und Fetten und ermöglichen damit Anwendungen, die bisher häufig auf Verbundmaterialien angewiesen waren. Gleichzeitig sind die Formulierungen darauf ausgelegt, die Rückgewinnung der Papierfasern im Recyclingprozess nicht zu beeinträchtigen.
Ergänzend werden Lacksysteme für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt präsentiert. UV-härtende Systeme wie Wessco FCM UV sind für den indirekten Lebensmittelkontakt unter regulatorischen Vorgaben ausgelegt, während wasserbasierte Food-Safe-Lacke durch geprüfte Migrationseigenschaften auch für direkte Kontaktanwendungen eingesetzt werden können. Damit adressieren die Lösungen sowohl regulatorische Anforderungen als auch Prozessstabilität in der Produktion. Für Wellpappeanwendungen erweitert das Terraflex-F-Portfolio die Möglichkeiten im Flexodruck. Die Lacke kombinieren Schutzfunktion mit Druckbildstabilität und sind für Preprint- und Postprint-Prozesse ausgelegt.
Im Bereich Etiketten und flexible Verpackungen rückt die Funktion einzelner Schichten stärker in den Fokus. Der wasserbasierte Act-Digi-LEP-Primer dient als Haftvermittler im digitalen Etikettendruck und beeinflusst maßgeblich die Druckqualität sowie die Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit. Die Stabilität des gesamten Etikettenaufbaus hängt dabei wesentlich von der Leistungsfähigkeit dieser Basisschicht ab.
Ein weiterer Ansatz betrifft die Metallisierung. Mit Eco-Leaf wird ein Verfahren gezeigt, bei dem metallische Effekte gezielt nur in den benötigten Bereichen appliziert werden. Dadurch lassen sich Materialeinsatz und Abfall reduzieren, während gleichzeitig die gewünschten optischen Eigenschaften erhalten bleiben. Die Technologie ist mit gängigen Schmalbahn- und Digitaldruckverfahren kompatibel.
Ergänzt wird das Portfolio durch UV-, LED- und wasserbasierte Lacke für Anwendungen wie Haftetiketten, Shrink-Sleeves und In-Mold-Labels, die neben optischen Effekten auch Anforderungen an Kratzfestigkeit und Haftung erfüllen.
Die vorgestellten Lösungen zeigen, wie funktionale Beschichtungen zunehmend Aufgaben übernehmen, die bislang durch mehrschichtige Materialstrukturen gelöst wurden – mit Auswirkungen auf Recyclingfähigkeit, Prozessintegration und Materialeinsatz.
Interpack 2026
Halle 8a, Stand D59