Bilanz des Forums Wellpappe Austria

Österreich: Wellpappe-Industrie 2025 unter Kostendruck

Die österreichische Wellpappe-Industrie verzeichnete 2025 einen Produktionsrückgang von 1,6 % auf 709 Mio. m². Der Umsatz stieg trotz sinkender Mengen leicht um 0,7 % auf 509 Mio. Euro. Belastend wirkten volatile Rohstoffpreise, hohe Energie- und Logistikkosten sowie eine gedämpfte Konsumlaune.

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Stabile Nachfrage, dennoch Probleme.

Die Nachfrage nach Wellpappe blieb insgesamt stabil. Hauptabnehmer sind Lebensmittel- und Getränkehersteller mit rund 46 %, gefolgt von langlebigen Gütern wie Maschinen, Möbeln und Automotive (20 %) sowie E-Commerce-Verpackungen (9 %). Rund 42 % der heimischen Produktion gehen in den Export.

Für 2026 erwartet die Branche weiteren Kostendruck durch steigende Preise für Energie, Rohstoffe und Logistik. Zusätzlich nehmen regulatorische Anforderungen durch neue EU- und nationale Vorgaben deutlich zu und zählen laut Branchenumfrage mittlerweile zu den größten Belastungsfaktoren.

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die ab August 2026 gilt, sieht die Branche auch als Chance: Wellpappe besteht im Durchschnitt zu 88 % aus Recyclingpapier, wird in Österreich zu über 90 % recycelt und ihre Fasern können bis zu 25-mal wiederverwendet werden.

Die sieben Mitgliedsunternehmen des Forum Wellpappe Austria beschäftigen rund 1.600 Mitarbeiter:innen und bilden jährlich etwa 70 Lehrlinge aus. Die Personalkosten stiegen in den vergangenen fünf Jahren um insgesamt 27 %. Gleichzeitig investiert die Branche weiter in moderne Produktionsprozesse sowie innovative Verpackungs- und Displaylösungen, die regelmäßig national und international ausgezeichnet werden.

Für 2026 rechnet die Branche mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld, setzt aber auf ihre Stärken in Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und regionaler Wertschöpfung.

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