Drei Maschinengenerationen Kartonierer und Automatisierungslösung

Somic erweitert Portfolio nach unten

Mit der neuen Somic 202 erweitert Somic sein Portfolio um eine Einstiegsmaschine für standardisierte Verpackungsaufgaben. Auf der Interpack zeigt das Unternehmen zudem neue Automatisierungslösungen und leistungsstarke Kartonierer.

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Josef Bliemel, Director Systems Engineering.

Mit der neuen Somic 202 erweitert Somic sein Portfolio um eine Einstiegsmaschine für standardisierte Verpackungsaufgaben. Auf der Interpack präsentiert das Unternehmen darüber hinaus weitere Kartonierlösungen sowie neue Automatisierungstechnik.

Bislang war Somic vor allem mit Kartoniermaschinen im mittleren und oberen Leistungssegment am Markt vertreten – mit Erfolg: Innerhalb von zehn Jahren wuchs das Unternehmen aus Amerang von rund 200 auf etwa 500 Mitarbeitende. Im Einstiegsbereich fehlte bislang jedoch ein passendes Angebot. Diese Lücke soll nun die neue Somic 202 schließen, die auf der Interpack vorgestellt wird.

Hintergrund der Entwicklung ist unter anderem die stärkere Ausrichtung auf internationale Wachstumsmärkte wie Asien und Afrika. Dort seien kompakte und wirtschaftliche Lösungen gefragt, die gleichzeitig den Qualitätsansprüchen von Somic entsprechen. Entscheidend seien dabei laut Unternehmen vor allem drei Faktoren: die Anzahl der benötigten Kartonformate, die gewünschte Leistung sowie die langfristige Verpackungsstrategie des Anwenders.

Die Somic 202 ist als robuste und kompakte Einstiegsmaschine für standardisierte Verpackungsaufgaben ausgelegt. Sie erreicht bis zu 20 einteilige Verpackungen pro Minute und verarbeitet sowohl RSC-Kartons als auch flache Tray- oder Wraparound-Zuschnitte. Technisch setzt die Maschine auf eine kettenbasierte Kartonbereitstellung in Kombination mit moderner Steuerungstechnik. Zielgruppe sind Unternehmen, die klar definierte Prozesse automatisieren möchten oder mit wenigen Formaten und moderaten Leistungen arbeiten. Im Fokus stehen dabei einfache Bedienung, mechanische Zuverlässigkeit und ein geringer Platzbedarf.

Flexibel und leistungsstark

Mehr Flexibilität bietet die zweite Maschinengeneration Somic 323. Sie richtet sich an Anwender mit größerer Formatvielfalt und variierenden Handelsanforderungen. Die Maschine verarbeitet bis zu zehn unterschiedliche Formate und ermöglicht eine flexible Produktgruppierung sowie ein- oder mehrreihige Verpackungskonzepte. „Die Somic 323 steht gleichermaßen für Leistungsfähigkeit wie Flexibilität“, erklärt Josef Bliemel, Director Systems Engineering bei Somic.

Flache Zuschnitte werden per Vakuum zugeführt. Bei Tray-Anwendungen erreicht die Maschine bis zu 20 Kartons pro Minute über einen großen Formatbereich hinweg. Einteiliger Rahmen, kompakte Bauweise und definierte manuelle Umstellpositionen sollen insbesondere bei selteneren Formatwechseln wirtschaftliche Vorteile bieten. Ergänzt wird das Konzept durch ein intuitiv bedienbares und flexibel positionierbares HMI sowie eine LED-Betriebszustandsanzeige.

Cobotlösung für die Kartonbestückung

Als Flaggschiff im Portfolio positioniert Somic die Somic 434. In der Doppeltakt-Ausführung erreicht die Maschine bis zu 60 Takte pro Minute, auch ein Dreifachtakt ist möglich. Sie ist auf hohe Flexibilität ausgelegt und kann mehr als 30 Formate verarbeiten. Vakuum-Kartonzuführung sowie die vollautomatische Ansteuerung aller Umstellparameter ermöglichen häufige Formatwechsel ohne Produktivitätseinbußen. Damit wolle man den Anforderungen der Kunden nach hoher Leistung, einfacher Bedienbarkeit und schnellen Umrüstprozessen gerecht werden, so Bliemel.

Premiere auf der Interpack feiert zudem der Cobot Coboload. Nach einer achtmonatigen Testphase bei einem Kunden bringt Somic die Lösung nun auf den Markt. Besonderheit des Systems: Der übliche Sicherheitszaun kann laut Unternehmen entfallen, da alle erforderlichen Zertifizierungen vorliegen. Der auf einem Yaskawa-Roboter basierende Coboload bestückt Kartonmagazine lagerichtig direkt von der Palette und dockt unkompliziert an die Verpackungsmaschine an. Die Lösung soll den steigenden Automatisierungsanforderungen vieler Anwender entgegenkommen und lässt sich sowohl bei neuen Kartonierern als auch an Bestandsmaschinen einsetzen.