Wachsende Nachfrage nach injectablen Medikamenten

Vetter investiert 480 Mio. Euro in neuen Produktionsstandort

Der Pharmadienstleister Vetter setzt seine Wachstumsstrategie fort und bestätigt den Bau einer neuen Produktionsstätte im saarländischen Saarlouis. Mit einem anfänglichen Investitionsvolumen von 480 Mio. Euro zählt das Projekt zu den größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte. Die Inbetriebnahme ist für 2031 geplant.

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Luftaufnahme der von Vetter erworbenen 40 ha großen Baufläche (markiert).

Bereits Ende 2024 hatte Vetter ein rund 40 ha großes Industriegelände im Saarland erworben. Die Standortentscheidung ist Teil eines langfristig angelegten globalen Expansionskurses, der sich auf Europa und die USA konzentriert. Für die Realisierung des Projekts wurden staatliche Beihilfen von bis zu 47 Mio. Euro durch die Europäische Kommission genehmigt.

Mit dem neuen Werk reagiert das Familienunternehmen auf die weltweit steigende Nachfrage nach injectablen Medikamenten sowie auf die zunehmende Komplexität pharmazeutischer Produkte. Der Neubau soll die Produktions- und Abfüllkapazitäten des Unternehmens deutlich erweitern – insbesondere im Bereich steriler Injektabilia für biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe.

Über Vetter

Vetter zählt mit rund 7.300 Mitarbeitenden zu den weltweit CDMOs im Bereich steriler Injektionspräparate. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen von der Prozessentwicklung über die klinische und kommerzielle Abfüllung bis hin zu Montage- und Verpackungslösungen für Vials, Spritzen und Karpulen. Neben den Standorten in Deutschland, Österreich und den USA unterhält Vetter Vertriebsniederlassungen in Japan, China, Südkorea und Singapur.Vetter ist Mitglied des UN Global Compact, der Science Based Target initiative (SBTi) und trägt im EcoVadis-Ranking den Platin-Status. Das 1950 in Ravensburg gegründete Familienunternehmen wurde mehrfach mit internationalen Branchenpreisen ausgezeichnet.

Die neue Anlage wird als hochmoderne Produktionsstätte mit hohem Automatisierungs- und Technologiestandard konzipiert. Vetter plant, die Entwicklung und Produktion technologisch anspruchsvoller, vorgefüllter Injektionssysteme weiter auszubauen – ein Segment, in dem das Unternehmen seit Jahren zu den führenden CDMOs (Contract Development and Manufacturing Organisations )zählt.

Bis zu 2.000 neue Arbeitsplätze in Perspektive

Langfristig rechnet Vetter am Standort Saarlouis mit der Schaffung von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen. Die Phase der Personalrekrutierung beginnt, sobald wesentliche Bauabschnitte abgeschlossen sind.

„Mit dem Bau unserer neuen Produktionsstätte in Saarlouis setzen wir einen wichtigen Meilenstein auf unserem nachhaltigen Wachstumskurs. Langfristiger Erfolg entsteht durch die richtige Balance zwischen Stabilität und gezielter Expansion“, erklärt Senator h.c. Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats. Die Investition unterstreiche das Vertrauen in den Pharmastandort Deutschland und stärke zugleich die weltweite Ausrichtung des Unternehmens.

Vetter investiert parallel auch in die USA sowie in bestehende Produktionsstätten in Deutschland und Österreich. Die globale Supply Chain soll dadurch weiter abgesichert und widerstandsfähiger werden. Das Unternehmen sieht den neuen Standort als einen strategischen Schritt, um seine Rolle als international führender Partner der Pharma- und Biotechindustrie zu festigen.